Sprachverbot, Neoklassik und Volkstheater: Literatur von S18–S19
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S18: Historischer Kontext und Sprachverfolgung
S18: Nach Gurria Mo., Erb- und der Inthronisierung des Bourbonen DLS war unsere Sprache verboten und verfolgt, und ebenso unsere Charter, Sitten, Gebräuche etc. wurden abgeschafft.
Illustration und rationalistische Ideen
Die Abbildung (von den rationalistischen Ideen des Fortschritts und der Weiterentwicklung der Wissenschaft und der Menschheit dominiert): Literatur und Illustration wurden in erster Linie didaktisch und belehrend verwendet. Wenn veröffentlicht, befassten sich die Werke häufig mit grammatischen und historischen Wörterbüchern sowie mit Katalogen literarischer Autoren.
Poesie: Neoklassik und Preromantik
POETRY: Die neoklassische Strömung war didaktisch, gelehrt und ahmte Formen sowie klassische Themen nach. Die Dichter verfassten Lyrik und erzählerische Satiren. Erwähnenswerte Namen sind Escorigüela, John the Baptist, Anthony Cardona i Febrer und Joan Ramis. Die Preromantik zeichnete sich durch eine intime, subjektive und sentimentale Ausdrucksweise aus und leitete die frühe Romantik ein; frühe romantische Autoren des S19 sind beispielsweise Ferreres und Ignacio Antonio Puigblanch.
Prosa und Periodika
Prose: Sehr wenig erschien aufgrund des Verbots unserer Sprache; dennoch ist Hervorhebenswertes entstanden. So ist die „Komödie von Erzählungen“ von Luis Galiana zu nennen, in der er die Verwendung der Umgangssprache verspottet. Die Erzählweise ist geprägt von Sprüchen, Redewendungen und rhetorischen Mitteln der typischen Mundart.
Das Calaix de Sastre von Rafael d'Amat
Tailor-Schublade: Calaix de Sastre von Rafael d'Amat i de Cortada ist ein periodisches Werk, in dem der Autor seine täglichen Erfahrungen zwischen 1769 und 1816 beschreibt.
Theater
Das THEATER: Es zeigte eine Vorliebe für historische Themen, mythologische und religiöse Lehre sowie moralische Absichten. Joan Ramis etwa verteidigte in seiner Arbeit die Freiheit und griff die Tyrannei an.
Populäre Literatur und Volksglaube
POP LIT und populistische Formen: Die beliebtesten Genres waren Romances (Gedicht, Erzählung in Reim und Assonanz), Cançons der Volksfeste und Lieder des Arbeits- oder religiösen Lebens – etwa Lieder der Freude, volkstümliche Erzählungen und Darstellungen. Einige mit Festen verbundene Pastorets sind Das Lied der Sibylle, die Tirisiti und das Mysterium von Elche.
Das Mysterium von Elche
MD'elx: Tatsächlich ist das Mysterium von Elche eine theatralische Darstellung des Todes, der Aufnahme und der Krönung der Heiligen Maria, der Mutter Gottes. Die Inszenierung besteht aus zwei Akten, die jeweils am 14. und 15. August aufgeführt werden. Der erste Akt heißt Eva, gleichbedeutend mit dem zweiten Akt der Darbietung, und ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau.
Wesentliche Elemente des Mysteriums
- Das Geheimnis – das zentrale theologische und dramaturgische Thema.
- Die Personen – die Jungfrau Maria und weitere heilige Gestalten (z. B. der Erzengel, Gott Vater).
- Charakterisierung – die Figuren werden durch Kostüm und Rolle klar definiert.
- Die Darstellung – die Teilnehmer kleiden sich und agieren entsprechend den Rollen.
- Die Musik – Lieder mit einstimmigem Gesang im ersten Akt; in Fragmenten erscheinen polyphone Passagen.
- Der Text – die Sprache verbindet moderne Ausdrücke mit Archaismen; der anonyme Autor hat den Text an bekannte Melodien angepasst, die durch liturgische Feiern als Lieder bekannt sind.
Die Musik umfasst Lieder mit einstimmigem Gesang im ersten Akt; nach den Fragmenten sind einige Passagen polyphon. Der Text verbindet moderne Begriffe mit archaischen Ausdrücken. Der Autor des anonymen Textes passte diesen an dem Publikum bekannte Melodien an, sodass sie durch die liturgischen Feiern zu Liedern wurden.