Die Macht des Staates – Funktionen und internationale Organisationen

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Die Macht des Staates – Merkmale

Die Macht des Staates umfasst verschiedene Aufgaben und Befugnisse. Dazu gehören unter anderem:

  • Er legt die Gesetze fest, die die sozialen Beziehungen regeln; die Gesetze werden vom Parlament erlassen.
  • Er überwacht die Durchsetzung der Gesetze durch die Justiz.
  • Er ist zuständig für die innere Ordnung seines Territoriums und für die äußere Sicherheit.
  • Er hat Kompetenzen in der Außenpolitik.
  • Er erhebt Steuern.
  • Er lenkt bzw. beeinflusst die Wirtschaft.
  • Er verwaltet öffentliche Dienste und Einrichtungen und betreut kollektive Infrastrukturen.

Einige der Funktionen des Staates

  • Die Koordinierung der Regionen und Städte innerhalb seines Gebietes; dazu gehören die Förderung von Wohlstand, die Verteilung von Aufgaben sowie die Gewährleistung der Einhaltung der Gesetze und gleicher Rechte und Pflichten.
  • Die Erstellung und Pflege der Basisinfrastruktur.
  • Die Koordination des Kampfes gegen den globalen Terrorismus.

Subsidiarität

Subsidiarität ist ein Prinzip, nach dem Entscheidungen möglichst bürgernah getroffen werden, also von den Institutionen, die den Bürgern am nächsten sind. Es wurde in einigen Staaten angewandt, um über die staatlichen Ebenen die Nachfrage nach Leistungen bis zu 5 auf lokaler und regionaler Ebene zu regeln und die Beziehungen zwischen diesen Ebenen zu ordnen.

Internationale Handlungsfähigkeit des Staats

Staaten können Verträge, Übereinkommen und internationale Erklärungen zu Rechten unterzeichnen und supranationale Organisationen schaffen bzw. sich an solchen beteiligen; das heißt an internationalen oder übernationalen Organisationen.

Staatsverträge und internationale Abkommen

Viele Staaten haben gewichtige Abkommen zu zahlreichen Fragen unterzeichnet. Es gibt internationale Menschenrechtserklärungen, darunter:

  • die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte,
  • die Erklärung der Rechte des Kindes,
  • die Erklärung zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau.

Supranationale Organisationen

Supranationale Organisationen werden geschaffen oder koordinieren gemeinsam die Lösung internationaler Probleme. Einige entstanden durch die Ausweitung der Beziehungen zwischen Staaten. Beispiele sind:

  • Weltweit: die Vereinten Nationen (UN) und die Welthandelsorganisation (WTO / OMC).
  • Auf kontinentaler oder regionaler Ebene: die Europäische Union (EU) und die Arabische Liga.

UNO

Die Uno (Organisation der Vereinten Nationen) ist die größte und wichtigste supranationale Organisation. Die Ziele der UNO sind unter anderem:

  • den Frieden zu wahren und die internationale Sicherheit zu fördern,
  • die Freundschaften zwischen Nationen zu fördern, basierend auf dem Prinzip der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung der Völker,
  • die Zusammenarbeit zur Lösung internationaler wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Probleme zu stärken,
  • die Achtung der Menschenrechte zu entwickeln und zu fördern.

UNO-abhängige Organisationen

Die UNO hat weitere Organisationen geschaffen, deren Ziele konkreter formuliert sind. Beispiele:

  • UNICEF: United Nations Children's Fund – geschaffen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
  • UNESCO: Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur – sie verfolgt Ziele wie die Förderung einer Kultur des Friedens und des sozialen Wohlergehens.

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