Stadtentwicklung: Konzepte, Kriterien und Stadterweiterung

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10 Konzepte der Stadt

Die Definition einer Stadt basiert auf verschiedenen Kriterien:

Quantitative und statistische Kriterien

Diese basieren auf reinen Zahlenwerten. Eine Auffassung definiert die städtische Bevölkerung in Gemeinden mit mehr als 10 Millionen Menschen. Orte, die diese Marke nicht erreichen, werden oft als ländliche Dörfer betrachtet.

Qualitative Kriterien

Diese definieren die Stadt anhand soziologischer, morphologischer und funktioneller Aspekte:

  • Morphologisches Kriterium: Betrifft die formale Seite der Stadt, wie hohe Bebauungsdichte, Bevölkerungszahl sowie die Art und Höhe kollektiver Gebäude.
  • Funktionaler Ansatz: Konzentriert sich auf städtische wirtschaftliche Aktivitäten.
  • Soziologischer Ansatz: Definiert die Stadt über eine urbane Kultur, die durch die Medien auch auf das Land verbreitet wird.
  • Räumlicher Ansatz: Beruht auf der Fähigkeit der Stadt, den Basisraum zu organisieren, Einfluss auf umliegende Dörfer auszuüben und mit anderen Städten zu interagieren.

Verbreiterung der städtisch-industriellen Stadt

Die moderne Industrie zog die Landbevölkerung in die Städte. Da die Bevölkerung in den Städten stark anstieg, wurden Erweiterungen für die bürgerliche Klasse und industrielle Bereiche geschaffen.

Die bürgerliche Stadterweiterung

Die bürgerliche Erweiterung versuchte, das Wachstum der Städte mit den Interessen der Bourgeoisie in Einklang zu bringen, was meist den Abriss alter Stadtmauern zur Folge hatte. Die Erweiterung diente als neuer Raum für bürgerliche Ideen von Ordnung, Gesundheit und Infrastruktur.

Merkmale der bürgerlichen Erweiterung:

  • Regelmäßige Raster-Pläne.
  • Niedrige Bebauungsdichte mit breiten Blöcken und Gartenanlagen.
  • Bau von bürgerlichen Villen und Gartenhäusern.
  • Wohnnutzung durch das Bürgertum aufgrund hoher Grundstückspreise.

Beispiele für solche Erweiterungen finden sich in Barcelona und Madrid. Im Laufe der Zeit erfuhren diese Gebiete einen Umbau:

  • Verdichtung: Die Bebauung wurde intensiviert, Parks wurden teilweise bebaut.
  • Vertikalisierung: Gebäude wurden höher, Penthäuser entstanden und ersetzten die ursprünglichen Villen.
  • Nutzungsänderung: Die Landnutzung wandelte sich; tertiäre Funktionen (Dienstleistungen) breiteten sich von den historischen Zentren entlang der Hauptstraßen aus.

Heute unterliegen viele dieser Bereiche Modernisierungs- und Verschönerungsmaßnahmen.

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