Stadtentwicklung: Von der Peripherie zur Global City

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Entstehung und Wachstum der Peripherie

Diese neuen Stadtteile, die in der Peripherie der Städte entstehen, sind benachteiligte Stadtteile ohne Infrastruktur (keine sanitären Einrichtungen, Strom, Wasser etc.) und sind oft illegal. Sie wachsen und werden als Barrios de autoconstrucción bezeichnet. In Zusammenarbeit mit Vereinen wurden Verbesserungen in ihren Bezirken gefordert, die sehr schnell entstanden sind. So bildeten sich nach und nach die Städte.

Das Wachstum war so schnell, dass die Städte in den Metropolregionen so umfangreich wurden, dass eine Verallgemeinerung der schnellsten Verkehrsmittel notwendig war. Von diesem Moment an wurde das Auto als wesentliches Element identifiziert. All das Chaos und die mangelnde Planung dauerten bis zum Ende der Diktatur Ende der 70er Jahre an.

Die postindustrielle Stadt

Die spanische postindustrielle Stadt ist durch die Bildung von zwei großen Ballungsräumen gekennzeichnet: Madrid und Barcelona. Spanien hat derzeit ein großes städtisches Gewebe mit etwa 20 Ballungsgebieten, darunter Valencia, Sevilla, Bilbao und Malaga. Die wichtigsten sind jedoch Madrid und Barcelona; beide Metropolregionen vereinen zusammen 20 % der Gesamtbevölkerung.

Eine der Tendenzen der postindustriellen Stadt ist die Entwicklung zur nachhaltigen Stadt, das heißt, ein ökologisches Gleichgewicht anzustreben. Die Europäische Union unterstützt solche Städte. Im Jahr 2007 erstellte die Europäische Union die sogenannte Charta von Leipzig, die folgende Ziele festlegte:

  • Förderung des wirtschaftlichen Wohlstands, Kontrolle der Spekulation und Schaffung hochwertiger öffentlicher Räume.
  • Förderung des sozialen Gleichgewichts, zum Beispiel durch besonderes Augenmerk auf die ärmsten Gegenden der Stadt.
  • Schutz der kulturellen Entwicklung der europäischen Städte.

Städte in einer globalisierten Welt

Städte integrieren sich neben der Wirtschaft auch in die globale Welt. Um eine Global City zu werden, muss eine Stadt mit Kommunikationsnetzen verbunden sein und über weltweite Ströme verschiedener Art verfügen (Wirtschaft, Handel, Tourismus etc.). In den Städten der Welt gibt es heute zwei wesentliche Tendenzen: Kooperation und Wettbewerb.

Kooperation

Da es für einzelne Städte schwierig ist, weltweit zu bestehen, haben sie beschlossen, miteinander zu kooperieren, da sie den Fortschritt nicht alleine bewältigen können. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit ist das Netzwerk der C6-Gruppe, in der Städte aus Frankreich und Spanien (Valencia, Palma de Mallorca, Zaragoza, Barcelona, Toulouse, Montpellier) Technologie und Erfahrungen austauschen.

Wettbewerb

Der Trend zur Global City erfordert eine Reihe von Transport- und Kommunikationsinfrastrukturen, die die Stadt mit dem Rest der Welt verbinden. Städte wie Barcelona und Madrid legen daher großen Wert auf ihre Flughäfen. Zudem ist ein gutes internationales Image entscheidend. Daher wird stark in Marketing, Werbung und die Förderung des Fremdenverkehrs investiert oder es werden besondere Gebäude errichtet, die sich vom Rest der Welt abheben. Zudem gibt es einen Wettbewerb zwischen den Städten, um universelle Ereignisse (Olympische Spiele, europäische oder globale Veranstaltungen) auszurichten.

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