Stadtkonzept & Urbanisierung in Spanien: Kriterien, Probleme
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Stadtkonzept und Urbanisierung in Spanien
Das Stadtkonzept (Wortschatz):
A) Quantitative oder statistische Kriterien
Quantitative oder statistische Kriterien beruhen auf Zahlen. In Spanien definiert das Nationale Institut für Statistik (INE) städtische Gemeinden als solche mit mehr als 10.000 Einwohnern.
B) Qualitätsstandards
Die Qualitätsstandards definieren die Stadt in Bezug auf ihre charakteristischen Merkmale:
Morphologische Kriterien
Der morphologische Ansatz betrachtet den formalen Aspekt der Stadt. Er zeigt sich in einer konzentrierten Siedlung mit hoher Bebauungsdichte, der Vorherrschaft des kollektiven Wohnungsbaus und der Höhenentwicklung von Gebäuden.
Funktionaler Ansatz
Der funktionale Ansatz basiert auf dem städtischen Wirtschaftsleben, das sich durch bestimmte Tätigkeiten von landwirtschaftlichen, industriellen und dienstleistungsbezogenen Aktivitäten unterscheidet.
Soziologischer Ansatz
Der soziologische Ansatz betrachtet die Stadt über ihre spezifischen sozialen Merkmale, wie eine größere gesellschaftliche Vielfalt und unpersönliche, anonyme Beziehungen zwischen Individuen im Vergleich zur größeren Homogenität und sozialen Kontrolle in ländlichen Räumen.
Räumlicher Ansatz
Der räumliche Ansatz beruht auf der Fähigkeit der Stadt, Raum zu organisieren, auf ihrem Einfluss auf andere Städte und auf der Interaktion mit anderen Städten. Der Umfang des städtischen Einflusses hängt von der Größe der Stadt und der Vielfalt ihrer Aufgaben ab.
Urbanisierung
Die Urbanisierung ist der Anteil der städtischen Bevölkerung (in Spanien: Personen, die in Gemeinden mit 10.000 und mehr Einwohnern leben) an der Gesamtbevölkerung.
Probleme spanischer Städte
a) Probleme der Verstädterung und Diffusion
- Bevölkerungsverdichtung sowie baulicher und städtebaulicher Druck auf unbebaute Flächen.
- Hohe Kauf- und Mietpreise für Wohnraum.
- Bedarf an vielfältigen Versorgungs- und Ausstattungsleistungen.
- Verkehrsprobleme sowie eingeschränkte Freizeit- und Sportmöglichkeiten.
b) Wirtschaftliche Probleme
Wirtschaftliche Probleme können durch eine übermäßige Auslagerung städtischer Tätigkeiten entstehen, zum Beispiel Deindustrialisierung oder die Verlagerung von Arbeitsplätzen in periphere Gebiete.
c) Soziale Probleme
Soziale Probleme umfassen unter anderem soziale Segregation, Wohnungslosigkeit, wachsende Ungleichheiten und Einschränkungen im Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen.
d) Umweltprobleme
- Existenz eines städtischen Mikroklimas.
- Luftverschmutzung.
- Hohe Lärmpegel.
- Produktion und Entsorgung von Abfällen.
- Verschwinden von Grünflächen.