Stahllegierungen: Nickel-, Chrom- und rostfreie Stähle
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Stahllegierungen: Eigenschaften und ZusammensetzungNickel-StahlNickel-Stähle: Nickel erhöht die Zugfestigkeit, die Streckgrenze, Dehnung und Schlagzähigkeit bzw. Belastbarkeit. Gleichzeitig verringert Nickel die Wärmeausdehnung. Bei Anteilen von 10–15 % Nickel bleiben diese Eigenschaften auch bei langsamem Abkühlen erhalten. Chrom-StähleChrom verleiht Stählen erhöhte Härte und eine tiefere Eindringtiefe beim Härten (verbesserte Härtbarkeit). Dadurch sind manche Chromstähle auch für Ölgehärtete Anwendungen geeignet. Beispiele für Zusammensetzungen sind:
Chrom-Nickel-StahlChrom-Nickel-Stähle werden häufiger eingesetzt und decken ein breites Anwendungsspektrum ab. Typische Zusammensetzungen können z. B. sein:
Ölhärtbare Stähle existieren in verschiedenen Zusammensetzungen; ein gebräuchliches Beispiel ist 0,30 % C, 0,7 % Cr und 3 % Ni. Chrom-Molybdän-StähleChrom-Molybdän-Stähle sind leichter zu bearbeiten und zeigen eine verbesserte Härtbarkeit durch Molybdän. Sie werden zunehmend als Ersatz für Nickelstähle verwendet. Beispiele für Zusammensetzungen sind:
Zwischen diesen Beispielwerten gibt es viele Varianten, deren Zusammensetzung je nach Anwendung variiert. Chrom-Molybdän-Nickel-StähleDiese Stähle besitzen sehr gute mechanische Eigenschaften. Ein typisches Beispiel für eine Zusammensetzung ist: 0,15–0,20 % C, 1–1,25 % Cr, 4 % Ni und 0,5 % Mo. Rostfreie StähleRostfreie Stähle sind beständig gegen atmosphärische und chemische Einflüsse. Beispiele:
Mangan (Mn)Mangan ist eines der grundlegenden und unverzichtbaren Elemente in vielen Legierungen. Mangan ist ein Austenitbildner und verhindert in Kombination mit Schwefel die Bildung von Eisensulfid an den Korngrenzen, was den Walz- und Laminierungsprozess stark beeinträchtigen würde. Mangan erhöht die Härtbarkeit und wird außerdem zur Desoxidation und zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften eingesetzt. |