Standardisierung, Toleranzen und ISO-Passungen

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Standardisierung und Normung

9.7 Standardisierung - Normung ist als eine Reihe von technischen Anforderungen definiert, die Aspekte industrieller Prozesse vereinheitlichen und vereinfachen sollen. Diese Standardisierung betrifft:

  • a) die Form und Zusammensetzung (Gew.-% gibt die Anteile der Komponenten an), Maße sowie physikalische und chemische Eigenschaften von Materialien.
  • b) Terminologie und Symbole (zur Vereinfachung der Darstellung der Realität). Für jeden Standard müssen einheitliche Symbole verwendet werden, damit sie interpretiert werden können.
  • c) Berechnungsmethoden, Materialprüfungen, deren Messung und Anwendung.

Zertifizierung ist eine Tätigkeit, die von einer unabhängigen Organisation durchgeführt wird und bestätigt, dass ein Unternehmen, ein Produkt, ein Prozess, eine Dienstleistung oder eine Person die Anforderungen der definierten Normen erfüllt.

A-Standard ist ein Dokument, in dem technische Vereinbarungen zwischen Herstellern, Anwendern und technischen Gruppen niedergelegt sind. Diese gelten für einen bestimmten Zeitraum; ihre Annahme hängt von einem technischen Ausschuss ab, der über die Genehmigung der Vereinbarungen entscheidet. Der Standard dient als Modell zur Beurteilung eines Produkts.

UNE: nationale Normen (z. B. in Spanien). Eine UNE-Norm kann eine andere Regel ergänzen oder ein anderes Dokument von Interesse sein. Der Anwendungsbereich der UNE-Normen wird vom Staat festgelegt.

ISO: international anerkannte Normen, d. h. sie sind weltweit anerkannt.

Toleranzen und Anpassungen

Toleranz ist eine dimensionsbezogene Größe, die den Bereich der Maße angibt, den ein Teil nach der Fertigung haben soll.

CM = C + ds, cm = C + di, T = CM - cm = ds - di - Sa

Anpassung: Wenn ein Teil in ein anderes Teil passt, spricht man von einer Passung bzw. Anpassung. Es gibt drei Arten:

  • a) Spielpassung: Gewährleistet, dass die Teile Spiel zueinander haben. Sie tritt auf, wenn der minimale Durchmesser der Bohrung größer ist als der maximale Durchmesser der Welle.
  • b) Übergangspassung / Presspassung: Lässt keine frei beweglichen Teile zu; die Teile sitzen eng bzw. fest. Dieser Zustand liegt vor, wenn der minimale Durchmesser der Welle größer ist als der maximale Durchmesser der Bohrung.
  • c) Unbestimmte Passung: Es kann im Voraus nicht festgestellt werden, ob die Teile mit Spiel oder mit Übermaß verbunden sind.
  • Spiel JM ist am größten, wenn die Differenz zwischen dem maximalen Bohrungsmaß (CMF_max) und der minimalen Wellenachse (CME_min) positiv ist. TMB: JM = ds - di
  • Spiel Jm ist minimal, wenn die Differenz zwischen dem minimalen und dem maximalen CMF des Lochs bzgl. CME positiv ist. TMB: Jm = di - sa
  • Suede SM-max ist die positive Differenz zwischen der maximalen Achse und der CME/CMF-Ebene im Loch. TMB: SM = ds - min - di - Sm
  • Sm ist die positive Differenz zwischen dem Minimal- und dem Maximalwert der CME/CMF-Achse des Lochs. TMB: Sm = di - ds

Toleranz der Anpassung Ta: Sie ist gleich der Summe der Toleranz der Welle (Te) und der des Lochs (Tf). Ta = Te + Tf

ISO-Maßtoleranzen

Um die ISO-Toleranzen zu definieren, gibt es zwei verschiedene Begriffe:

  • Qualität: ein bestimmtes Maß an Fertigungsgenauigkeit, das uns Informationen über das Teil liefert und dem Toleranzwert entspricht.
  • Lage (Position): die Toleranz gibt an, wo sich das Teil in Bezug auf die Bezugsachse befindet; sie wird durch einen Buchstaben angegeben.

ISO-System für Passungen

Für das Entwerfen einer Passung gibt es viele Kombinationen; die ISO hat die Auswahl auf zwei Systeme reduziert: das Loch-Basis-System und das Wellen-Basis-System. Diese Systeme sind dadurch gekennzeichnet, dass die Position H bzw. h als feste Bezugsgröße verwendet wird, so dass die Minimal- und Maximalmaße der Bohrungsachse mit der Nennlage zusammenfallen.

Loch-Basis (Loch als Bezugsgröße): Es wird als Basis die Lage H genommen, und für die Passung variiert nur die Lage der Welle: z. B. zwischen A–H für Spielpassungen, zwischen J–N für Übergangspassungen und P–Z für Übermaßpassungen.

Wellen-Basis (Welle als Bezugsgröße): Als Grundlage wird die Lage h der Welle genommen; für die Toleranzen variiert nur die Lage des Lochs: z. B. Spiel zwischen A und H, Übergang zwischen J und N sowie Übermaß zwischen P und Z.

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