Strategien der Gemeinschaftsgesundheit: Akteure, Instrumente und psychosoziale Bildung
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Akteure und Maßnahmen der Gemeinschaftsgesundheit (PCS)
Die Maßnahmen der Gemeinschaftsgesundheit (PCS) umfassen verschiedene Akteure und Prozesse:
- Administration/Öffentliche Hand: Die Gesetzgebung sollte so gestaltet sein, dass sie die Teilnahme erleichtert.
- Dienstleistungen: Techniken und Angebote, die der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht werden.
- Verbände und Bürger.
Instrumente der Gemeinschaftsgesundheit (PCS)
Beispiele für PCS-Instrumente sind:
- Gesundheitsausschüsse (Board of Health)
- Projekte zur Förderung von Gesundheitsprozessen (EPS)
- Bürgerbeteiligung zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität
- Gesundheitsagenten
- Selbsthilfegruppen und Vereinigungen auf ausdrücklich freiwilliger Basis.
Rolle des Gesundheitsrates
Der Gesundheitsrat fördert die Teilnahme an Programmen oder Aktivitäten im Bereich der Gesundheit. Zu seinen Aufgaben gehören:
- Erfassung und Vermittlung von Anforderungen.
- Bewertung von Programmen und Organisationen.
- Zusammenarbeit in der Gesundheitsbildung (EPS).
Gesundheitsagenten und Freiwillige
Gesundheitsagenten sind Personen aus der Gemeinschaft, die für die Gesundheitsförderung (PS) geschult werden. Sie sind unbezahlte Freiwillige und nicht mit dem Management verbunden. Eine Person, die im sozialen Umfeld aktiv ist, hat eine große Wirkung auf die Änderung von Einstellungen und Verhaltensweisen hin zu gesünderen Gewohnheiten und einem gesünderen Lebensstil.
Selbsthilfegruppen: Älteste Form der PCS
Selbsthilfegruppen sind eine der ältesten Formen der Gemeinschaftsgesundheit (PCS). Sie fördern einen individuellen Bewusstseinsprozess, der zur Selbsthilfe führt, sowohl individuell (Self-Care) als auch in organisierten Gruppen (Gegenseitige Hilfe).
Ehrenamt und Non-Profit-Organisationen
Freiwilligenarbeit kann auch andere Ziele neben der Gesundheit verfolgen. Vereine haben gemeinnützige soziale Zwecke und organisieren gemeinsame Aktionen in verschiedenen Bereichen. Beispiele hierfür sind AMIP, AAVV und Nichtregierungsorganisationen (NROs).
Inhalte der Psychosozialen Gesundheitsbildung (EPS)
Die psychosoziale Gesundheitsbildung umfasst folgende Konzepte:
- Berichterstattung (Report): Bereitstellung von Informationen.
- Bildung (Educucar): Aufbau von Kapazitäten für bewusste und autonome Entscheidungen über die eigene Gesundheit.
- Lehren (Teach): Fördert kritisches Denken und sinnvolles Lernen.
Die Notwendigkeit psychosozialer Inhalte
Da Gesundheit ein bio-psycho-sozialer Prozess ist, müssen psychosoziale Inhalte in der Gesundheitsbildung (EPS) behandelt werden, um folgende Bereiche zu stärken:
- Entwicklung des eigenen Potenzials.
- Förderung gesunder Lebensweisen.
- Risikomanagement und Krankheitskontrolle.
Faktoren menschlichen Verhaltens in der EPS
Die Inhalte der EPS basieren auf Faktoren, die das menschliche Gesundheitsverhalten beeinflussen. Man unterscheidet drei Arten:
- Faktoren des sozialen Umfelds.
- Ökologische Faktoren (unmittelbare Umgebung).
- Persönliche Faktoren.
Faktoren des sozialen Umfelds
Dazu gehören das sozioökonomische Modell und das normative System, die mit dem sozialen Sozialisationsprozess verbunden sind:
- Familie
- Schule
- Massenmedien
Faktoren der unmittelbaren Umgebung
Dies sind Einflüsse aus dem unmittelbaren Lebensumfeld, wie beispielsweise TV-Serien "Tell m","The Simpson").
Persönliche Faktoren und Selbstkompetenzen
Persönliche Faktoren umfassen das Ich und die persönlichen Lebenskompetenzen:
- Das Selbst (Selbstkonzept)
- Das geschlechtliche Selbst (Sexed Self)
- Das Körperbild
- Das Selbstwertgefühl
Das Selbst (Selbstkonzept)
Das Selbst ist die Vorstellung, die eine Person von ihrer eigenen Persönlichkeit hat. Es ist äquivalent zu sprechen von:
- Ich
- Selbstbewusstsein
- Persönliche Identität
- Selbstkonzept
Komponenten des Ichs: Selbstkonzept (Autocencepto) und Selbstwertgefühl.
Elemente des Ichs:
- Kognitiver Bereich (Wissen)
- Affektiver Bereich (Wissen über sich selbst)
- Bereich der Fähigkeiten (Know-how)
- Biologischer Teil
Entstehung und Entwicklung des Selbst
Das Selbst wird in allen Phasen des Lebens gelernt, entwickelt und durch Erfahrungen verändert. Es wird beeinflusst durch:
- Die Gesellschaft, in der man lebt
- Moral und/oder Religion
- Familie, Schule, Partner
- Persönliche Erfahrungen
Das Körperbild
Das Körperbild ist die Vorstellung, die jeder von uns von seiner eigenen körperlichen Erscheinung hat – wie wir uns selbst sehen und wie wir glauben, dass andere uns sehen. Es trägt eine große emotionale Ladung, beeinflusst unsere Beziehungen und hat einen starken Einfluss auf das Selbstwertgefühl. Es ist besonders wichtig in der Adoleszenz.
Das geschlechtliche Selbst (Sexed Self)
Von großer Bedeutung in der Adoleszenz, eng verbunden mit der sexuellen Identität.
Selbstwertgefühl (Selbstachtung)
Das Selbstwertgefühl ist die bewertende Haltung gegenüber sich selbst, basierend auf dem bekannten Selbstbild. Es beinhaltet die Selbstakzeptanz oder Nicht-Akzeptanz.
Ein gutes Selbstwertgefühl:
- Fördert persönliche Beziehungen.
- Erleichtert das Lernen und fördert die Verantwortung.
- Fördert Kreativität und persönliche Autonomie.
- Hilft, Schwierigkeiten zu überwinden.
Niedriges Selbstwertgefühl:
Begünstigt Abwehrmechanismen, Unsicherheit, Unterwerfungsprozesse oder Rückzug (z. B. in eine Fantasiewelt).