Stress am Arbeitsplatz: Konzepte, Arten, Folgen und Prävention
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Stress: Konzept, Arten, Auswirkungen und Prävention
Definition
Stress ist ein wesentliches Ungleichgewicht (vermeintlich) zwischen Anforderungen und der individuellen Reaktionsfähigkeit unter Bedingungen, bei denen das Nicht-Bewältigen dieser Anforderungen wichtige Konsequenzen haben kann.
Ursachen von Stress
- Unangemessener Arbeitsplatz
- Überlastung (Workload)
- Veränderung der biologischen Rhythmen
- Belastende Aufgaben und wichtige Entscheidungen
- Langsames Tempo und Eintönigkeit
- Unzureichende Arbeitsbedingungen
Arten von Stress
1. Positiver Stress (Eustress)
Stress kann als motivierender Faktor wirken, der hilft, Hindernisse zu überwinden und Ziele zu erreichen. In moderatem Maß ist dieser Stress normal und oft wünschenswert; er kann als Antrieb dienen und die Leistungsbereitschaft erhöhen.
2. Körperliche Belastung und psychischer Stress
Manche Autoren unterscheiden zwischen körperlicher und psychischer Belastung, andere verbinden beide Dimensionen. Körperliche Belastung äußert sich meist in Müdigkeit oder körperlicher Beeinträchtigung und kann durch äußere Reize wie Hitze, Kälte oder Gefährdungen verursacht werden. Psychische Belastung entsteht häufig durch zwischenmenschliche Konflikte, Frustrationen, Suchtverhalten, kulturelle oder religiöse Konflikte oder Sorgen um Krankheit.
3. Akute Belastungsreaktion
Akuter Stress entsteht durch eine intensive, zeitlich begrenzte physische oder emotionale Einwirkung. Er kann zu schnellen, starken und teils heftig ausgeprägten Reaktionen führen, die jedoch meist zeitlich begrenzt sind.
4. Chronischer Stress
Chronischer Stress tritt über längere, kontinuierliche Zeiträume auf und muss nicht unbedingt sehr intensiv sein, ist aber anhaltend. Wenn die Anpassungsfähigkeit überschritten wird und der Körper dauerhaft überreizt ist, kann dies zu gesundheitlichen Problemen und einem Abbau physiologischer Normen führen.
5. Unterstimulierung
Auch Unterstimulierung kann stressfördernd sein. Biologische Rhythmen benötigen angemessene Aktivierung; andauernde Unterforderung, übermäßiger Leerlauf oder zu viel Schlaf können Reizbarkeit, Müdigkeit und ein negatives Stressbild verursachen.
Stressprävention am Arbeitsplatz
- Gesunde Ernährung
- Ausreichend Schlaf (ca. 8 Stunden)
- Tägliche Bewegung (z. B. 30 Minuten zu Fuß)
- Klare Trennung zwischen Arbeitsplatz und Familie
- Arbeit nicht mit nach Hause nehmen oder ständig darüber grübeln
- Rationale Arbeitsorganisation: Liste der Themen, die heute zu besprechen sind
- Pausen während des Tages planen und einhalten
- Probleme frühzeitig angehen und nicht auf später verschieben
- Selbstwertgefühl stärken: Kleine Belohnungen für erreichte Ziele
Syndrome bei psychosozialen Faktoren am Arbeitsplatz
Liste und kurze Erklärung der wesentlichen Unterschiede zwischen den wichtigsten Syndrome oder Bedingungen im Zusammenhang mit psychosozialen Faktoren bei der Arbeit.
Mobbing: Mobbing tritt am Arbeitsplatz auf, wenn eine oder mehrere Personen eine andere Person über einen längeren Zeitraum systematisch psychisch schädigen. Kennzeichnend ist eine wiederholte, systematische Schikane (z. B. mindestens einmal pro Woche) über einen langen Zeitraum (häufig mehr als 6 Monate), die das Arbeitsverhältnis und die psychische Gesundheit der betroffenen Person stark beeinträchtigt.