Strophenformen und rhetorische Stilmittel im Überblick
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Arten von Strophen
- Gepaart: Zwei Verse, Kunst oder Konsonanten (AA)
- Triplett: Drei Verse, Konsonanten (ABA)
- Soleá: Drei Verse, kleinere Kunst (aba)
- Quartett: Vier Verse, 11 Silben (ABBA)
- Vierzeiler: Vier Verse, 8 Silben, Konsonanten (abba)
- Selventesio: Vier Verse, 11 Silben, Konsonanten (ABAB)
- Vierzeiler: Vier Verse, 8 Silben, Konsonanten (abab)
- Strophen: Vier Verse, 7 Silben (aa-5)
- Streifen: Vier Verse, 14 Silben, Assonanz (ababaa)
- Vier-Rippen-moll: Vier Verse, 8 Silben, Konsonanten (AABB)
- Limerick: Fünf Verse, variable Form
- Quintett: Fünf Verse, variable Form
- Lira: Fünf Verse, 7-11 Silben, Konsonanten (aBabB)
- Sextett: Sechs Verse, variable Form
- Sechsling: Sechs Verse, variable Form
- Vers mit gebrochenem Fuß: Sechs Verse, 4/8 Silben, Konsonanten (abcabc)
- Streifen: Sieben Verse, 5-7 Silben, Gleichklang (aabb)
- Strophen de arte mayor: Acht Verse, 12 Silben, Konsonanten (ABBAACCA)
- Zehnter: Zehn Verse, 8 Silben, Konsonanten (abbaaccddc)
- Silva: Unbestimmte Anzahl, 7/11 Silben, Gleichklang oder Konsonanten (abcabc)
Rhetorische Stilmittel und Sprachfiguren
Klangfiguren
- Alliteration: Wiederholung von Anfangslauten zur Erzeugung eines musikalischen Effekts.
- Anapher: Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Zeilen oder Sätze.
- Epiphora: Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Ende aufeinanderfolgender Verse oder Sätze.
- Verkettung (Anadiplose): Wiederholung des letzten Wortes eines Satzes oder Verses am Anfang des nächsten.
Morphologische und syntaktische Mittel
- Neologismus: Wortneuschöpfung, deren Bedeutung sich aus dem Kontext erschließt.
- Archaismus: Verwendung veralteter oder nicht mehr gebräuchlicher Begriffe.
- Ellipsen: Auslassung von Satzteilen, die gedanklich ergänzt werden können.
- Pleonasmus: Hinzufügen eines Wortes, dessen Bedeutung bereits im Hauptwort enthalten ist.
- Bezeichnung (Epitheton): Hinzufügen eines charakterisierenden Adjektivs.
- Asyndeton: Reihung von Wörtern ohne Konjunktionen für mehr Lebendigkeit.
- Polysyndeton: Häufung von Konjunktionen zur Betonung von Ideen oder Objekten.
- Hyperbaton: Ungeordnete Satzstellung zur poetischen Hervorhebung.
- Parallelität: Gleicher Aufbau von zwei oder mehr Sätzen oder Versen.
Gedankliche Figuren
- Rhetorische Frage: Scheinfrage, auf die keine Antwort erwartet wird.
- Apostroph: Eindringliche Anrede an reale oder imaginäre Personen/Dinge.
- Zurückhaltung (Reticenz): Unterbrechung eines Satzes, um Spannung oder Unsicherheit zu erzeugen.
- Umschreibung (Periphrase): Umschreibung eines Begriffs, um den direkten Ausdruck zu vermeiden.
- Chiasmus: Überkreuzstellung von syntaktisch einander entsprechenden Satzteilen.
- Zeugma: Verbindung eines Satzteils mit mehreren anderen, wobei das Verb nur einmal genannt wird.