Struktur und Aufgaben der Streitkräfte im Überblick
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Die Streitkräfte sind in gemeinsame militärische Einheiten sowie staatliche Strukturen unterteilt und bestehen aus:
- Heer (Army): Eine typische Landstreitmacht, die darauf vorbereitet und ausgerüstet ist, Landoperationen zur nationalen Abwehr sowie Angriffe auf den Feind durchzuführen.
- Marine (Navy): Dieser Teil des Militärs ist für die Verteidigung der Territorialgewässer und der Hafeninfrastruktur zuständig.
- Luftwaffe (Air Force): Ihre Rolle besteht darin, die Bodentruppen und die Marine durch Bombenangriffe auf die militärische Infrastruktur des Feindes zu unterstützen.
Diese Bereiche neigen dazu, zu verschwimmen und ihre isolierte Bedeutung zu verlieren, was ein integriertes offensives Verteidigungssystem erforderlich macht. Dieses wird von einem zentralen Kommando (Central Command) organisiert und geleitet, das unter dem Befehl des Präsidenten der Republik, des Staatsoberhauptes oder – je nach Regierungsform – der Präsidentschaft oder des Parlaments steht.
Koordinierung und Unterteilung der Streitkräfte
Die Streitkräfte koordinieren ihre Bemühungen zur Erreichung der vorgeschlagenen Ziele und sind wie folgt unterteilt:
- Waffengattungen: Selbstorganisierte Strukturen, die sich nach technischen und operativen Bereichen unterscheiden (z. B. Kavallerie, Infanterie, Artillerie und Ingenieurwesen).
- Dienste: Zusätzliche Strukturen der Waffengattungen, die durch den Einsatz spezieller technischer Unterstützung gekennzeichnet sind (Gesundheitswesen, Veterinärwesen, Drogenbekämpfung, Transport etc.).
Prinzipien der Landesverteidigung
Für die Streitkräfte ist der wichtigste Grundsatz die „Landesverteidigung“ (Homeland Defense), wofür es verschiedene Interpretationen gibt:
- Verteidigung des Territoriums, des Luftraums und der nationalen Gewässer gegen Aggressionen von außen.
- Aus einem modernen Blickwinkel: Garantie für die Verteidigung der Institutionen und die Aufrechterhaltung des demokratischen Lebens des Staates (Widerstand gegen interne Aggressionen wie Bürgerkriege).
- Die Eroberung von Territorium.
- Der Schutz der öffentlichen Ordnung und der inneren Stabilität. Bei Naturkatastrophen kann die Armee in Zusammenarbeit mit der Polizei in Katastrophengebieten eingesetzt werden.
- Alphabetisierung von Rekruten und die Etablierung einer nationalen Ideologie (alle Arbeiten werden aus Liebe zum Land verrichtet).
Arten der Rekrutierung
Streitkräfte zeichnen sich durch die Art der Rekrutierung für die erforderlichen Dienste aus:
- Wehrpflicht (nach dem Vorbild der Französischen Revolution): Alle männlichen Bürger, die im Hoheitsgebiet eines Staates geboren sind oder dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, müssen sich bei Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in die Listen der Lokalverwaltungen eintragen. Nach einer medizinischen Untersuchung werden sie eingezogen. Die Dienstzeit richtet sich nach den militärischen Erfordernissen in Friedenszeiten.
- Gemeinsame Rekrutierung: Ein Teil der Truppen besteht aus Wehrpflichtigen und ein anderer aus freiwilligen Langzeit-Spezialisten.
- Männliche Wehrpflicht: Nach der ersten Ausbildung (ca. mit 20 Jahren) folgt eine Reihe von kürzeren Einberufungen bis zum Alter von 40 oder 45 Jahren. Ziel ist es, dass der Bürger geschult bleibt und über technische Innovationen im Militärwesen informiert ist.
- Freiwilligenprogramm: Personal entscheidet sich freiwillig für den Dienst. Es werden staatliche Verträge mit begrenzter Laufzeit und wettbewerbsfähigen Gehältern im Vergleich zu zivilen Berufen angeboten.
Die mexikanische Armee
Die mexikanische Armee ist der Landzweig der Streitkräfte von Mexiko. Sie untersteht dem Ministerium für Nationale Verteidigung und ist für die Verteidigung der Souveränität des Landes sowie für die Sicherheit verantwortlich. Sie verfügt derzeit über rund 250.000 aktive Soldaten. Hinzu kommen Reservisten aus dem nationalen Militärdienst mit einer variablen Schätzung von bis zu 1.500.000 Personen.
Neben anderen Maßnahmen zur Verteidigung der Souveränität sieht die mexikanische Regierung die Notwendigkeit, alle jungen Männer über 18 Jahre zum Wehrdienst (NWS) einzuberufen. Die Wehrpflichtigen durchlaufen eine Grundausbildung im Kampf und an der Waffe. Von 1994 bis 2005 wurde das Militär hauptsächlich für soziale Hilfsprojekte wie Alphabetisierung und Sportunterricht eingesetzt. Seit 2006 liegt der Schwerpunkt des nationalen Militärdienstes wieder auf der grundlegenden Kampfausbildung der Wehrpflichtigen.
Die politische Rolle des Militärs
Die politische Rolle der Streitkräfte besteht darin, als Instrument zur Erhaltung des Friedens und der Ordnung zu fungieren, sowohl gegenüber externen als auch internen Gefahren.
Politische Macht entspringt der Kraft und ihrer physischen Erhaltung, von der die Möglichkeit der Gewaltanwendung abhängt. Waffen können daher als das am weitesten verbreitete Instrument definiert werden, um den Willen anderer zu bändigen und das Gewaltmonopol des Staates zu sichern. Deshalb werden sie oft als repressive Kräfte oder repressive Gruppen bezeichnet.