Struktur und Funktion des Adjektivs und der Adjektivphrase

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Die Adjektivphrase: Struktur und Funktionen

1.1 Bestandteile der Adjektivphrase

Die Adjektivphrase (AP) ist eine syntaktische Einheit, deren Kern (Nukleus) ein Adjektiv ist. Dieser Kern kann zwei Arten von Modifikatoren aufnehmen:

  • Der Spezifizierer (Planer): Dies sind Adverbien oder Mengenausdrücke, die den Grad oder die Intensität des Nukleus der Phrase ausdrücken (z. B. sehr schön, etwas müde).
  • Adjektivische Ergänzungen: Dies sind meist Präpositionalphrasen, die die Bedeutung des Kerns näher bestimmen (z. B. stolz auf seine Leistung).

1.2 Die Funktionen der Adjektivphrase

Die Adjektivphrase kann verschiedene Funktionen im Satz übernehmen:

  • Attribut: Ergänzende Funktion innerhalb einer Nominalphrase (z. B. der schöne Tag).
  • Prädikativum (Attributiv): Als Attribut in einem nominalen Prädikat (Kopula-Satz) (z. B. Der Tag ist schön).
  • Prädikatives Komplement: Funktion als prädikative Ergänzung.

Das Adjektiv: Definition und Typen

Das Adjektiv ist eine variable Wortart, die in Genus und Numerus mit dem Substantiv übereinstimmt, auf das es sich bezieht.

Arten von Adjektiven

Hinsichtlich ihrer Bedeutung lassen sich zwei Haupttypen unterscheiden:

  • Qualifizierende Adjektive: Sie drücken eine Eigenschaft oder Qualität des Substantivs aus (z. B. groß, schnell).
  • Relationale Adjektive (Beziehungsadjektive): Sie stellen eine Beziehung zwischen dem Substantiv und einem anderen Konzept her (z. B. chemisch, musikalisch).

Position und Bedeutung des Adjektivs

Wenn das Adjektiv als Bestandteil einer Nominalphrase fungiert, kann es dem Substantiv vorangestellt (präfigiert) oder nachgestellt (postponiert) werden. Die Platzierung des Adjektivs hängt von seiner Bedeutung ab:

  • Relationale Adjektive sind in der Regel immer nachgestellt.
  • Qualifizierende Adjektive können sowohl vorangestellt als auch nachgestellt werden.

Der Grad des Adjektivs (Steigerung)

Die charakteristische Funktion des Spezifizierers in der Adjektivphrase ist es, den Grad oder die Intensität auszudrücken, mit der die durch den Adjektivkern bezeichnete Eigenschaft präsentiert wird.

Graduierbarkeit

Nicht alle Adjektive erlauben eine Abstufung (Graduierung). Während qualifizierende Adjektive steigerbar sind, sind relationale Adjektive dies in der Regel nicht, es sei denn, sie nehmen eine qualifizierende Bedeutung an.

Die drei Steigerungsgrade

Das Adjektiv kann in drei Steigerungsgraden auftreten:

  1. Positiv: Das Adjektiv drückt die Qualität ohne Intensivierung aus (z. B. schön).
  2. Komparativ (Vergleichsform): Der Komparativ drückt Intensität durch eine vergleichende syntaktische Struktur aus.
  3. Superlativ (Höchstform): Der Superlativ drückt die maximale Intensität der Qualität aus.

Der Komparativ und seine Typen

Im Komparativ lassen sich vier Vergleichstypen unterscheiden:

  • Vergleich der Überlegenheit
  • Vergleich der Unterlegenheit
  • Vergleich der Gleichheit
  • Vergleich der Exzellenz

Adjektive, deren Bedeutung bereits den Komparativ der Überlegenheit impliziert, benötigen keinen weiteren Spezifizierer. Vergleiche werden oft durch Präpositionen wie als oder wie eingeleitet, abhängig von den Bedingungen des Vergleichs.

Der Absolute Superlativ

Die maximale Intensität der Qualität wird durch den absoluten Superlativ ausgedrückt. Zur Bildung des Superlativs stehen der Sprache morphologische, syntaktische und lexikalische Mechanismen zur Verfügung.

Doppelte Prädikation und Prädikative Ergänzungen

Ein einfacher Satz weist meist eine Struktur mit zwei Hauptbestandteilen auf: einer Nominalphrase (Subjekt) und einer Verbalphrase (Prädikat). Es gibt jedoch Satzkonstruktionen, die eine doppelte Prädikation enthalten.

Die syntaktische Funktion der sekundären Prädikation, die sich sowohl auf das Subjekt als auch auf das Prädikat bezieht, wird als Prädikativum bezeichnet. Das Adjektiv kann diese Prädikatfunktion auch als Substantiv übernehmen.

5.1 Das prädikative Adjektiv als Ergänzung des Subjekts

Hierbei fungiert eine Adjektivphrase als sekundäres Prädikat zum Subjekt des Satzes und ist gleichzeitig Bestandteil der Verbalphrase. Es handelt sich somit um eine Ergänzung des Prädikats, die sich auf das Subjekt bezieht.

5.2 Das prädikative Adjektiv als Ergänzung des direkten Objekts

Die prädikative Ergänzung kann auch eine sekundäre Prädikation zum direkten Objekt darstellen.

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