Strukturwandel der spanischen Industrie und EU-Beitritt

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Die industrielle Struktur und Konversion

1. Die industrielle Konversion

a. Automobilindustrie

Die Konversion ist primär durch die Energiekrise bedingt. Hinsichtlich der Konstruktion tendiert die Industrie zur Automatisierung, da diese schneller ist und geringere Ausgaben für Energie und Arbeit verursacht. Die abschließende Qualitätskontrolle führt durch die Einführung neuer Techniken zu weniger Kraftstoffausgaben.

b. Chemische Industrie

Das Hauptziel ist die Energieeinsparung.

2. Reindustrialisierung betroffener Gebiete

Maßnahmen zur Reindustrialisierung

  1. Technologische Modernisierung der praktikabelsten Sektoren.
  2. Schaffung von Bereichen dringender Reindustrialisierung (BDR):
    • Ziel: Gewinnung lebensfähiger Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen.

Betroffene Regionen (Beispiele)

  1. Galicien: 19 Gemeinden, betroffen durch den Wandel in Ferrol und Vigo.
  2. Asturien: 17 betroffene Gemeinden, ausgehend von Oviedo.
  3. Baskenland: 15 betroffene Gemeinden am Flussufer von Bilbao, betroffen durch die Stahlkrise.
  4. Katalonien: 15 Gemeinden der Metropolregion Barcelona, betroffen durch die Umstrukturierung der Metallverarbeitung und Metallurgie.
  5. Madrid: 9 Gemeinden der südlichen Metropolregion und des Henares-Korridors. Hohe Arbeitslosigkeit aufgrund der Anpassung der Belegschaften im Stromsektor.
  6. Andalusien: 5 Gemeinden rund um die Bucht von Cádiz.

Auswirkungen des EU-Beitritts Spaniens

Wirtschaftliche und strukturelle Folgen

  • Wirtschaftliche Auswirkungen: Zölle, verstärkter Wettbewerb durch multinationale Unternehmen (Multis), veraltete Industrieanlagen, höhere Energiepreise.
  • Umwelt und Standort: Schließung von Fabriken aufgrund der Nähe zu Wohngebieten und Umweltverträglichkeitsstudien.
  • EU-Industriepolitik: Unterstützung durch Strukturfonds.

EU-Förderprogramme und Zonen

  1. EPZ (Wirtschaftsförderungszonen): Für weniger entwickelte Regionen.
  2. ZID (Zonen industriellen Niedergangs): Für rückläufige Industriegebiete.
    • Ziel: Abmilderung der negativen Folgen industrieller Anpassungen (hohe Arbeitslosigkeit) und Gewährung von Investitionszuschüssen.
  3. ZE (Spezielle Zonen): Können von der Regierung geschaffen werden.
    • Anreize für Modernisierungsprojekte und neue Technologien.
    • Anreize für Landwirtschaft, Aquakultur und Lebensmittelindustrie.
    • Anreize zur Erhöhung der Beschäftigung im Dienstleistungssektor.

Gesamtbilanz der Folgen

  • Positiv: Stimulierung von Investitionen und Diversifizierung der Industrie.
  • Negativ: Es wurden weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet.

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