Symptome und Behandlung von Gerinnungsstörungen, Ödemen und Anämie
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Fall 1: Schlangenbiss
Ein Mann erreicht Ihre Praxis im Norden des Landes nach einem Biss durch eine giftige Schlange. Die Giftnotrufzentrale informiert Sie darüber, dass das Gift des Tieres die Prothrombinase irreversibel bindet und die Vitamin-K-Spiegel im Plasma senkt. Welche klinischen Aspekte erwarten Sie bei diesem Patienten?
Antwort: Die Gerinnungskaskade wird durch die Blockierung der Prothrombinase unterbrochen. Dies verhindert die Aktivierung von Prothrombin zu Thrombin, was wiederum die Umwandlung von Fibrinogen zu Fibrin verhindert.
Fall 2: Ödeme
a) Welche Faktoren berücksichtigt die Starling-Gleichung für die Flüssigkeitsbewegung in der Mikrozirkulation?
b) Bestimmen Sie anhand der oben genannten Faktoren zwei Faktoren, die Gewebeödeme verursachen, und erklären Sie diese.
c) Wie würden Sie angesichts Ihrer Vorkenntnisse bei der Behandlung von interstitiellen Ödemen vorgehen?
Fall 3: Chemotherapie
Herr Juan wird seit sieben Tagen wegen Darmkrebs chemotherapeutisch behandelt. Bei der Untersuchung des Patienten stellen Sie fest, dass er sehr blass und tachykard ist. Die Laborwerte zeigen einen Hämatokrit von 20 % (normal 40-50 %), eine Retikulozytenzahl von 0,5 % (normal 1-2 %) und eine Leukozytenzahl von 1000/µl (normal 5000-10000/µl).
Warum hat der Patient diese veränderten Blutwerte?
Antwort: Die Chemotherapie zerstört nicht nur Krebszellen, sondern auch schnell proliferierende Zellen wie rote und weiße Blutkörperchen.
Welche Komplikationen können beim Patienten auftreten?
Antwort: Alle Komplikationen, die durch einen Mangel an roten und weißen Blutkörperchen verursacht werden, wie Anämie, Infektanfälligkeit und Blutungsprobleme.
Fall 4: Leberzirrhose
Sie untersuchen einen Patienten mit schwerer chronischer Leberzirrhose. Es gibt keine weiteren relevanten Vorerkrankungen. Der Patient berichtet über allgemeines Unwohlsein und ist besorgt über mehrmals täglich auftretende Epistaxis. Zusätzlich weist er generalisierte Ödeme, einen Blutdruck von 70/30 mmHg und starke Atemnot auf. Wie hängen die klinischen Befunde mit der zugrunde liegenden Pathologie zusammen?
Antwort: Die Leberzirrhose beeinträchtigt die Produktion von Gerinnungsfaktoren, was zu Epistaxis führt. Der niedrige Albuminspiegel führt zu Ödemen. Die portale Hypertension trägt ebenfalls zur Flüssigkeitsansammlung bei. Die Anämie aufgrund der Leberfunktionsstörung und die Flüssigkeitsansammlung in der Lunge führen zu Atemnot.