Techniken zur Kontrolle von Arbeitsunfällen, Arbeitszeit und Jobsuche
Eingeordnet in Ausbildung und Beschäftigung Beratung
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 20,4 KB
Punkt 9: Techniken für die Kontrolle von Arbeitsunfällen
Zur Bekämpfung von Schäden und zur Minimierung ihrer Folgen wenden Fachleute eine Reihe von Techniken an.
Technik: Training
Zu den sicherheitstechnischen Maßnahmen gehört die Einweisung des Arbeitnehmers in die auszuführende Tätigkeit sowie die Schaffung eines sicheren Arbeitsplatzes. Dies kann durch Aus- und Fortbildung erfolgen, entweder während der schulischen oder beruflichen Ausbildung oder im Betrieb, nachdem der Arbeitnehmer eingestellt worden ist.
Wissenschaftliche Techniken zur Bekämpfung beruflicher Schäden
Sicherheit am Arbeitsplatz
Sicherheit am Arbeitsplatz ist eine wissenschaftliche Technik zur Verhütung von Arbeitsunfällen und zum Schutz der Arbeitnehmer beziehungsweise zur Minimierung der Folgen für Geschädigte. Sie besteht in der Isolierung der Arbeitnehmer von allen Quellen der Unfallgefahr, z. B. durch Schutzbleche und Schutzvorrichtungen, Gehäuse, Formen, geeignete Materialien oder Möbel.
Charakteristika der Sicherheit:
- Allgemeinheit: Sie betrifft alle Menschen.
- Komplexität: Es ist sehr schwierig, einen hundertprozentigen Schutz zu erreichen.
- Bedeutung: Aufgrund der hohen wirtschaftlichen und persönlichen Kosten eines Verzichts auf Sicherheitsmaßnahmen.
Man unterscheidet kollektive und individuelle Sicherheitsmaßnahmen. Kollektive Maßnahmen schützen alle (z. B. Schutzvorrichtungen, Sicherheitsbaken). Persönliche Sicherheit bezieht sich auf persönliche Schutzausrüstung (PSA), die verwendet wird, wenn eine Gewährleistung der Sicherheit durch kollektive Maßnahmen nicht möglich ist. Ebenso ist Sicherheit in Gebäuden, Anlagen und Maschinen zu berücksichtigen.
Industrielle Hygiene
Die industrielle Hygiene ist eine wissenschaftliche Technik zur Bekämpfung von Berufskrankheiten; Ziel ist es, Bedingungen zu schaffen, die mit der Gesundheit der Arbeitnehmer vereinbar sind.
Für die Betriebshygiene unterscheidet man mehrere Bereiche, darunter:
- Analytische Hygiene: Analysiert die im Feld gesammelten Daten.
- Hygiene-Theorie: Vergleicht die im Feld erhaltenen Werte mit theoretischen Werten.
- Betriebliche Gesundheitsförderung: Eingreifen im Betrieb, wenn die gemessenen Werte nicht mehr den Vorschriften entsprechen.
Ergonomie
Ergonomie ist eine wissenschaftliche Technik zur Bekämpfung von Ermüdung und zur Anpassung der Arbeit an den Arbeitnehmer. Sie bricht mit der traditionellen Vorstellung, dass sich der Arbeitnehmer der Arbeit anpassen muss, egal was es kostet. Ergonomie umfasst zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen, die darauf abzielen, die Aufgabe an den Menschen anzupassen. Innerhalb der Ergonomie kann u. a. zwischen geometrischer Ergonomie (z. B. Maße, Farben) und weiteren Unterbereichen unterschieden werden.
Sozialpsychologie
Die Sozialpsychologie ist eine Technik zur Bekämpfung von Arbeitsunzufriedenheit; sie beschäftigt sich mit der sozialen Integration des Arbeitnehmers in die Arbeit und das Arbeitsumfeld.
Sozialpolitik
Sozialpolitik besteht aus einem Satz von Regeln, die darauf abzielen, die Gesundheit und das Leben der Arbeitnehmer zu erhalten. Dazu zählen beispielsweise Regelungen über Arbeitszeit, Pausen und präventive Rechte.
Die Kosten von Arbeitsunfällen
Es wird geschätzt, dass der Verlust eines Lebens infolge eines Arbeitsunfalls dem Verlust von etwa 6.000 Arbeitstagen entspricht, was realistisch etwa 21 Arbeitsjahren entspricht. Dies stellt einen schweren Verlust menschlichen Potenzials für die Gesellschaft und das Unternehmen dar.
Für die Studie werden zwei große Kostenblöcke unterschieden:
- Direkte oder versicherte Kosten: Kosten, die der Arbeitgeber relativ leicht bestimmen kann und die in der Regel versichert sind (z. B. Arbeitsunfall- oder Berufskrankheitenversicherung, Versicherungsprämien).
- Indirekte oder nicht versicherte Kosten: Diese sind nicht versicherbar, weil sie schwer vorhersehbar sind; sie fallen in zwei Gruppen:
- In der Produktion: Verluste an Rohstoffen, verlorene Zeit aufgrund der Hilfe für Verletzte, Stillstandzeiten zur Untersuchung des Unfalls, Verlust von Ausrüstung.
- Auf dem Markt: Kosten durch Zeitverlust, Vertragsstrafen oder Sanktionen, Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen, Möglichkeit der Diskreditierung des Unternehmens.
Sonstige Kosten: Weitere Kosten, die in den vorstehenden Absätzen nicht aufgeführt sind.
Punkt 10: Der Arbeitstag
Der Arbeitstag bezeichnet die Zeit, während der Mitarbeiter arbeiten. Im Laufe der Geschichte wurde der Tag unterschiedlich berechnet. Das aktuelle Regelwerk beruht auf dem Gesetz von 1990 (sog. Arbeitszeitgesetz / Datengesetzgebung; genaue Bezeichnung je nach Rechtsordnung).
Allgemeines zur Durchführung des Arbeitstages
- Die jährlich maximal zu leistende Arbeitszeit wird in den Regelungen festgelegt (Angaben hierzu können je nach Tarifvertrag variieren).
- Die maximale wöchentliche Arbeitszeit beträgt in der Regel 40 Stunden.
- Unterschieden werden Schichten: Morgen (6–14 Uhr), Nachmittag (14–22 Uhr) und Nacht (22–6 Uhr).
- Es muss zwischen ununterbrochener Arbeitszeit und Arbeitszeit mit Pausen unterschieden werden; je nach Dauer der Arbeitszeit sind Pausen vorgeschrieben.
- Arbeitsverträge regeln Vollzeit- oder Teilzeitarbeit; die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit gilt als normale Arbeitszeit.
- Zwischen dem Ende eines Arbeitstages und dem Beginn des nächsten muss eine tägliche Ruhezeit von mindestens 11 Stunden liegen.
- Es darf üblicherweise nicht mehr als neun Stunden an einem Tag gearbeitet werden, einschließlich Überstunden (Abweichungen möglich, wenn rechtlich geregelt).
Limit in der vollen Anwendung des Arbeitstages
Verlängerung der täglichen Arbeitszeit
Die Arbeitszeit kann aufgrund besonderer Bedürfnisse vorübergehend verlängert werden, solange hierdurch keine Gefahr für die Integrität des Arbeitnehmers entsteht. Beispiele (je nach Regelung):
- Rinderzüchter in der Brutzeit: Ausdehnung (z. B. auf 20 Stunden pro Woche für 4 Wochen, je nach Betrieb).
- Landwirtschaftliche Erntearbeit: zeitweilige Ausdehnung der Arbeitszeit (z. B. 20 Stunden in 4 Wochen, je nach Bedarf).
- Arbeitnehmer in besonderen Abgelegenheiten können ihre tägliche Arbeitszeit ggf. monatlich berechnen.
- Arbeiten im Zusammenhang mit Aufbau und Schließung von Produktionsstätten können abweichende Arbeitszeiten erfordern.
Diese zusätzliche Zeit wird entweder als bezahlte Pausenzeit oder als Überstunden vergütet, je nach gesetzlicher und tariflicher Regelung.
Einschränkungen bei besonderen Witterungsbedingungen
Wenn trotz aller Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen weiterhin Gefährdungen bestehen, werden Maßnahmen zur Verringerung der Expositionszeit getroffen. Beispiele:
- Bei Kälte oder Frost können geregelte Arbeitszeiten gelten (z. B. bei normaler Arbeitstemperatur 0 °C, bei niedrigen Temperaturen kürzere Schichten mit häufigen Pausen—konkrete Werte richten sich nach Vorschriften).
- Bei Eintaucharbeiten hängen die Arbeitszeiten von Tiefe und Art des Gases ab.
- Arbeiten bei hohen Temperaturen werden so organisiert, dass die Exposition berücksichtigt und Pausen bzw. Schutzmaßnahmen vorgesehen sind.
Überstunden oder Mehrarbeit
Überstunden sind alle Stunden, die über die vereinbarte tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit hinaus geleistet werden. Bei Teilzeitarbeit werden Stunden, die über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen, als komplementäre Stunden bezeichnet.
Die maximale Anzahl von Überstunden pro Jahr darf in der Regel 80 Stunden nicht überschreiten. Für Überstunden sind zusätzliche Beiträge bzw. Zuschläge vorgesehen; diese Beiträge unterscheiden sich je nach Art der Überstunden (strukturell oder nicht strukturell). Strukturelle Überstunden sind solche, die einvernehmlich im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeiten geleistet werden; in den vorliegenden Angaben werden sie mit 14 % Belastung angegeben (12 % vom Unternehmen und 2 % vom Arbeitnehmer). Nicht-strukturelle Überstunden sind übrige Überstunden und werden mit einer in den Angaben genannten Belastung von 287 % angegeben (davon 24 % vom Unternehmen und 47 % vom Arbeitnehmer).
Vom Arbeitgeber vorgeschlagene Überstunden kann der Arbeitnehmer im Allgemeinen frei akzeptieren oder ablehnen, sofern keine gegenseitige vertragliche Verpflichtung zur Leistung besteht. Wurde eine Übereinkunft getroffen, kann die Leistungspflicht bestehen. Der Arbeitgeber muss einen Nachweis über die geleisteten Überstunden führen.
Überstunden sind auch für die Bemessungsgrundlage von beruflichen Risiken relevant (z. B. für die Beitragsberechnung zur Unfallversicherung).
Lizenzen, Genehmigungen, Pausen und Ferien
Diese Konzepte gewähren dem Arbeitnehmer bestimmte Rechte und sind keine reguläre Arbeitszeit:
- Heirat: 15 Tage (Freistellung bei Eheschließung).
- Jahresurlaub: 30 Kalendertage Urlaub pro Jahr (konkret ausgestaltet nach Arbeitsvertrag und geltendem Recht).
- Krankheit eines Angehörigen: 2 Tage im Fall schwerer Erkrankung bis zum 2. Grad der Verwandtschaft; bei notwendiger Ortsveränderung erhöht sich dieser Zeitraum auf 4 Tage.
- Erforderliche Zeit: Freistellung für die Ausführung persönlicher Pflichten oder Erledigungen, soweit gesetzlich vorgesehen.
- Mutterschutz: 16 Wochen bei Einzelgeburten; in einigen Regelungen kann es pro weiterem Kind zusätzliche Wochen geben. Wenn der Vater Zeit zur Betreuung nimmt, sind die Ruhezeiten und Schutzfristen entsprechend geregelt.
Artikel 11: Allgemeine Arbeitsplätze II
R-Risiken: Elektrizität
Elektrische Energie ist weit verbreitet in unserem Leben und in unserer Arbeit. Es gibt zwei Arten von elektrischer Energie nach ihrer Erscheinung: elektrischer Strom in Bewegung (dynamisch) und statische elektrische Aufladung (statische Energie), die z. B. bei Kontakt unterschiedlicher Materialien entstehen kann.
Elektrische Energie darf nur von Personen gehandhabt werden, die über ausreichende Kenntnisse verfügen. Unsachgemäße Handhabung kann zu gefährlichen Handlungen und sogar zu tödlichen Stromunfällen führen, z. B. wenn der Strom das Herz passiert. Bei elektrischem Kontakt ohne Puls ist sofort eine kardiopulmonale Reanimation (CPR) erforderlich.
R-Risiken: Brand
Brand ist eines der Risiken, das große wirtschaftliche Schäden verursachen und in einigen Fällen Menschen das Leben kosten kann. Feuer ist eine Wärmeentwicklung, die als chemische Oxidationsreaktion zwischen Brennstoff und einem Oxidationsmittel (meist Sauerstoff) definiert werden kann. Die Elemente des Feuers sind:
- Brennstoff: Jeder Stoff, der brennen kann (fest, flüssig oder gasförmig).
- Oxidationsmittel: Meist Sauerstoff (Luft), kann aber auch andere Chemikalien sein.
- Zündquelle: Die Wärmequelle, die das Feuer initiiert.
- Kettenreaktion: Die fortlaufende Reaktion, die die Flamme erhält.
Bei der Brandbekämpfung greift man an verschiedenen Stellen an: Entfernen bzw. Reduzieren des Oxidationsmittels (Erstickung), Beseitigen der Zündquelle (Hemmung) oder Abkühlen zur Unterbrechung der Kettenreaktion.
Brandklassen und Löschmethoden (Übersicht):
- Klasse A: Brände fester Stoffe (z. B. Holz, Papier) – Löschmittel: Wasserstrahl, Schaum.
- Klasse B: Brände brennbarer Flüssigkeiten – Wasser ist hier meist ungeeignet; Schaum oder geeignete Löschmittel einsetzen.
- Klasse C: Brände von Gasen – spezielle Löschverfahren je nach Gas; Strahlwasser nicht immer geeignet.
- Klasse D: Brände reaktiver Metalle oder spezieller Chemikalien – spezielle Löschanlagen erforderlich.
- Klasse E: Brände mit elektrischem Strom – in der Regel mit nicht-leitenden Löschmitteln bekämpfen; generell Vorsicht bei Einsatz von Wasser.
Übliche Löschmethoden umfassen Wasserstrahl, Schaumlöschmittel, Trockeneis/CO2, und Pulver (trockenes Löschmittel), je nach Brandklasse.
Sicherheitskennzeichnung
Sicherheitszeichen sind technische Hilfsmittel, die ergänzend auf Gefahren von Maschinen, Werkzeugen oder Orten hinweisen. Gemeinsame Merkmale von Sicherheitszeichen:
- Sie folgen einem Code, der allgemein verständlich ist (universelle Signale).
- Das Signal weist das Verhalten an, das zu befolgen ist.
- Das Signal beeinflusst das Verhalten des Individuums.
Arten von Signalen (nach Sinneswahrnehmung):
- Visuell: Wahrnehmung durch das Sehvermögen; am häufigsten eingesetzt (Farben, Formen, Symbole). Geometrische Formen sind oft standardisiert (rund für Gebote/Verbote, Dreieck für Gefahr, Quadrat für Hinweis).
- Akustisch: Wahrnehmung durch das Gehör; häufig als Klingelton oder Sirene, oft ergänzt durch visuelle Signale.
- Geruch: Einsatz von Duftstoffen zur Kennzeichnung bestimmter Gefahren (selten).
- Taktil: Taktil gestaltete Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderung (z. B. bestimmte Formen oder Oberflächen).
Standard-Farbbedeutungen (Übersicht):
- Blau: Gebotszeichen (was zu tun ist).
- Grün: Rettungszeichen, Notausgang, Erste Hilfe.
- Gelb: Warnzeichen, Vorsicht, Aufmerksamkeit.
- Rot: Verbotszeichen oder Brandbekämpfungseinrichtungen.
Punkt 12: Der Arbeitsmarkt
Der Markt kann als der physische Raum definiert werden, in dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen.
Der Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt ist der physische bzw. institutionelle Raum, in dem Arbeitsangebot (Arbeitnehmer) und Arbeitsnachfrage (Unternehmen) zusammenlaufen. In der Beschreibung des Arbeitsmarktes werden verschiedene Konzepte verwendet, um seine Struktur und Indikatoren darzustellen.
Bevölkerung: aktiv
Als aktive Bevölkerung werden die Personen über 16 Jahre bezeichnet, die arbeiten wollen. Diese Bevölkerung kann in drei Gruppen eingeteilt werden:
- Wirtschaftlich aktiv: Personen, die arbeiten oder aktiv arbeitssuchend sind (Erwerbstätige und Arbeitslose).
- Wirtschaftlich inaktiv: Personen im erwerbsfähigen Alter, die aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten und auch nicht arbeiten wollen.
- Historisch genutzte Kategorien: Früher verwendete Einteilungen wie "militärischer Dienst" werden heute nicht mehr so eingesetzt.
Mit diesen Begriffen lassen sich wichtige Indikatoren berechnen:
- Erwerbsquote = (aktive Bevölkerung / Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter) * 100
- Erwerbstätigenquote = (Erwerbstätige / Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter) * 100
- Arbeitslosenquote = (arbeitslose Bevölkerung / Erwerbspersonen) * 100
Struktur des Arbeitsmarktes
Einige Merkmale und Faktoren, die den Arbeitsmarkt beeinflussen:
- Die zunehmende Einbeziehung von Frauen in den Arbeitsmarkt.
- Die Integration Spaniens in die Europäische Union (ab 1986) förderte Maßnahmen zugunsten benachteiligter Gruppen und finanziell unterstützte Programme durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).
- Die internationale Wirtschaftslage und die Globalisierung beeinflussen die nationale Beschäftigungssituation.
- Arbeitsmarktreformen werden eingesetzt, um bestehende Probleme zu lösen.
Arbeitslosenquote
Als arbeitslos gelten Personen, die arbeiten wollen und arbeitsfähig sind, aber keine Beschäftigung finden. Die Arbeitslosenquote ergibt sich aus der Division der arbeitslosen Bevölkerung durch die erwerbstätige Bevölkerung, multipliziert mit 100.
Arten der Arbeitslosigkeit:
- Saisonale Arbeitslosigkeit: Verursacht durch regelmäßige saisonale Schwankungen der Nachfrage nach Arbeitskräften.
- Konjunkturelle Arbeitslosigkeit: Entsteht in Zeiten wirtschaftlicher Rezession.
- Sucharbeitslosigkeit (friktionelle Arbeitslosigkeit): Entsteht beim Wechsel von Arbeitsplätzen, wenn Arbeitnehmer aktiv nach einer neuen Stelle suchen.
- Strukturelle Arbeitslosigkeit: Auch als technologische Arbeitslosigkeit bezeichnet; entsteht durch Änderungen in Angebot und Nachfrage, technologische Veränderungen oder die Verlagerung von Unternehmen.
- Freiwillige und unfreiwillige Arbeitslosigkeit: Unterschied nach Ursache und Absicht der Betroffenen.
Folgen der Arbeitslosigkeit
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind wesentliche ökonomische Faktoren eines Landes. In Rezessionszeiten entsteht häufig eine Schattenwirtschaft, die einen Teil der Beschäftigung und des Einkommens verdeckt. Arbeitslosigkeit führt zu sozialen und wirtschaftlichen Kosten für Staat, Familien und Betroffene.
Perspektiven der Arbeitsumgebung
Derzeit gibt es teilweise einen Überschuss an Hochschulabschlüssen bei gleichzeitigem Mangel an berufsqualifizierenden Abschlüssen. Unternehmen beklagen manchmal, dass Absolventen nicht über die praktischen Fertigkeiten verfügen, die für die Arbeit erforderlich sind, sodass zusätzliche interne Schulung nötig wird.
Die internationale Wirtschaftslage hat einen direkten Einfluss auf den Arbeitsmarkt: Bei schlechter Konjunktur vermindern sich Investitionen und Konsum, was wiederum Beschäftigungsmöglichkeiten einschränkt. Bewegungen von Arbeitskräften, Migration und andere demografische Entwicklungen beeinflussen ebenfalls die Lage.
Punkt 13: Die Jobsuche
Die Jobsuche ist ein andauernder Prozess: Je nach wirtschaftlicher Lage ist es leichter oder schwerer, eine Stelle zu finden. Es gibt keine universelle Erfolgsformel, aber bestimmte Maßnahmen erhöhen die Chancen auf eine Anstellung.
Persönliche Potenziale
Ein Bewerber sollte sich selbst kritisch und realistisch einschätzen und gleichzeitig den Arbeitsmarkt so gut wie möglich kennen, um passende Stellen zu finden.
Wichtige Fragen zur Selbstbewertung:
- Welche Ausbildung und Erfahrung habe ich?
- Welche Tätigkeiten kann und möchte ich ausüben?
- Welche Kenntnisse und Fähigkeiten stelle ich zur Verfügung?
Methoden der Arbeitssuche
Es gibt verschiedene Instrumente, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Zu den wichtigsten Mitteln gehören:
- Initiativbewerbung: Das Unternehmen wird direkt angesprochen (persönlich, per Brief, E-Mail etc.). Dies ist ein traditionelles, oft aufwändiges Verfahren.
- Presse und Medien: Stellenausschreibungen in Zeitungen, Online-Portalen und anderen Medien.
- Bekannte, Freunde und Familie: Netzwerke sind häufig hilfreich, wobei sensible Situationen sorgfältig gehandhabt werden sollten.
- Öffentliche Ausschreibungen (Oposiciones): Stellen, die von öffentlichen Verwaltungen veröffentlicht werden; die Auswahlverfahren bestehen meist aus mehreren Stufen und können verschiedene Modalitäten haben (z. B. offenes Auswahlverfahren, Wettbewerb/Opposition, beschränkte Auswahl).
Bei öffentlichen Auswahlverfahren ist es wichtig, die Ausschreibungsbedingungen genau zu beachten und dem Selektionsprozess regelkonform zu folgen. Formen der Auswahl können sein:
- Freie Opposition: Gleiche Bewertung aller Teilnehmenden.
- Concurso-Oposición (Wettbewerb/Opposition): Verfahren mit zwei Phasen: eine Prüfungsphase (Opposition) und eine Bewertungs- bzw. Wettbewerbsphase; je nach Verfahren kann die Gewichtung variieren.
- Beschränkte Opposition: Zugangsbeschränkungen für bestimmte Gruppen (z. B. interne Beamte), die bereits bestimmte Voraussetzungen erfüllen.