Der Tertiäre Sektor: Definition, Klassifikation und Spaniens Staatsorganisation
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Der Tertiäre Sektor: Dienstleistungen und Wirtschaft
Der tertiäre Sektor: Die Menschen haben Bedürfnisse wie Freizeit, Sicherheit und Gesundheit, die abgedeckt werden müssen. Der tertiäre Sektor ist derjenige, der diese Dienstleistungen erbringt.
Der tertiäre Sektor heute
In den vergangenen Jahren hat der tertiäre Sektor ein beträchtliches Wachstum erfahren, da die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor stetig zunimmt. Das Gewicht des tertiären Sektors in der Wirtschaft eines jeden Landes ist ein wichtiger Indikator für dessen wirtschaftliche und soziale Entwicklung. In vielen Ländern haben die gestiegenen Anforderungen der Bevölkerung an Dienstleistungen zu einem Wachstum des tertiären Sektors geführt.
Die Verteilung der Unternehmen und des tertiären Sektors ist ungleichmäßig und hängt von folgenden Faktoren ab:
- Entwicklungsstand der Länder: In entwickelten Ländern ist die Wirtschaft stark ausgelagert, weshalb das Gewicht des tertiären Sektors dort höher ist, während er in Entwicklungsländern noch im Entstehen begriffen ist.
- Territoriale Verteilung und Bevölkerungsdichte: Dienstleistungen neigen dazu, sich in städtischen Gebieten zu konzentrieren.
- Grad des Reichtums: Die Kaufkraft der Personen beeinflusst den leichteren Zugang zum tertiären Sektor.
Klassifikation der Aktivitäten
Dienstleistungen für die Menschen (Services to the People)
Diese Tätigkeiten dienen dazu, die Grundbedürfnisse und sekundären sozialen Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Diese Dienstleistungen können vom Staat (öffentliche Dienste) oder von privaten Unternehmen garantiert werden.
Industrielle Dienstleistungen (Services to Industry)
Dies sind Aktivitäten, die die Entwicklung der landwirtschaftlichen und industriellen Unternehmen unterstützen. Einige dieser Dienste sind hoch spezialisiert.
Distributionsdienstleistungen (Distribution Services)
Diese bestehen aus Kommunikations- und Transportdiensten, die es ermöglichen, Produkte, Informationen und Menschen weltweit zu bewegen und alle Ecken der Welt zu erreichen.
Organisationsstruktur der Politik Spaniens
ORGANISIERUNGSPOLITIK VON SPANIEN
Seit 1978 regelt die spanische Verfassung die Organisation des spanischen Staates als demokratischer, sozialer und rechtsstaatlicher Staat. Dieser basiert auf:
- Volkssouveränität: Die Ausübung der Macht leitet sich vom Willen des spanischen Volkes ab, was sich in Wahlen und dem politischen Pluralismus ausdrückt.
- Autonomie: Abgeleitet aus der freien Tätigkeit der politischen Parteien und dem Recht auf territoriale Selbstverwaltung.
- Wohlfahrtsstaat: Die Existenz von Gewerkschaften und legitimen Interessenvertretungsorganisationen, die verschiedene soziale und wirtschaftliche Interessen vertreten und den am stärksten benachteiligten Bürgern zugutekommen und Dienstleistungen bieten.
- Rechtsstaatlichkeit (Rule of Law): Sowohl Bürger als auch Behörden sind an die Verfassung und andere Gesetze gebunden.
Die Verfassung garantiert die Rechte, Freiheiten und Pflichten der Bürger, legt die Organisation des Staates fest und sichert die Gewaltenteilung sowie die Organe, die diese ausüben.
Parlamentarische Regierungsform
Die Politik der spanischen Regierung ist parlamentarisch. Das bedeutet, dass der König das Staatsoberhaupt ist. Diese Position wird nicht gewählt, sondern ererbt und lebenslang bekleidet. Seine Befugnisse sind sehr begrenzt; seine Hauptfunktion ist die Vertretung des Staates. Das Parlament besitzt die Initiative für politische Entscheidungen, genehmigt und studiert Gesetze, wählt und entlässt den Premierminister und kontrolliert die Tätigkeit der Regierung.
Institutionen und Gewaltenteilung
Die Institutionen spiegeln die Gewaltenteilung wider:
Legislative Gewalt
Die Gerichte (im Sinne von Legislative) werden durch den Senat und das Abgeordnetenhaus gebildet. Sie sind für die Schaffung der Gesetze und die Ausübung der Kontrolle über die Regierung zuständig.
Exekutive Gewalt
Die Regierung vertritt die exekutive Gewalt. Sie besteht aus dem Präsidenten, der vom Kongress der Abgeordneten gewählt wird, und den Ministern, die vom Präsidenten ernannt werden. Sie ist für die Durchführung der verabschiedeten Gesetze verantwortlich.
Judikative Gewalt
Die Gerichte (im Sinne von Judikative) vertreten die richterliche Gewalt. Die Richter üben diese Gewalt bis zu ihrem Amtsende aus.