Textanalyse, spanische Romanzen und La Celestina

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Grundlagen der Textanalyse: Eignung und Konsistenz

Eignung (Adequacy)

  • Zweck: Emittent, Thema, Grad der Formalität und Kanal.

Konsistenz

  • Elemente: Artikel, Absätze und Struktur.
  • Strukturtypen: Prozessablauf, Konzeptentwicklung, Vergleich-Kontrast, Ursache-Wirkung sowie Problem-Lösung.

Textkohäsion und Konnektoren

Kohäsion

  • Ellipse: Weglassen von Wörtern, die redundant sind.
  • Deixis: Verknüpfung von Elementen innerhalb des Textes.
  • Lexikalische Substitution: Verwendung von Synonymen oder Hyperonymen.
  • Anapher: Beziehung zwischen einem Element und einem bereits genannten Textteil.
  • Katapher: Beziehung zwischen einem Element und einem nachfolgenden Textteil (oft durch Komma oder Doppelpunkt eingeführt).

Konnektoren

Dies sind die Textverknüpfungen (z. B. „und“, „da“, „aber“, „zum Abschluss“).

Die spanische Romanze (Romancero)

Traditionell unter dem Einfluss des Humanismus; gebürtige musikalische Spuren (mündliche Überlieferung im 16. und 17. Jahrhundert).

Nach ihrer Herkunft

  • Alte Romanzen: Anonyme Balladen, die mündlich überliefert wurden. Einige behandeln Themen verlorener Epen.
  • Neue oder künstlerische Romanzen: Kompositionen bekannter Autoren.

Merkmale und Stil

  • Form: Achtsilber mit Assonanzreim.
  • Zugehörigkeit: Lyrisch-episch.
  • Inhalt: Fragmentarische Erzählweise (eine Geschichte oder ein Teil davon).
  • Stil: Definierte Mittel aus Lyrik, Epik und Dramatik.

Klassifikation

  • Episch: Cantares de Gesta (Heldenlieder).
  • Historisch: Behandlung der jüngeren Geschichte (z. B. Grenzromanzen oder die Mauren).
  • Lyrisch und romantisch: Sehr kurz und emotional.

La Celestina

  • Autor und Epoche: Fernando de Rojas, 15. Jahrhundert, Vorrenaissance.
  • Genre: Tragikomödie im Stile des italienischen Humanismus; Kombination aus Dialogform und Roman.
  • Charaktere: Realistisch, dominiert von Leidenschaft, Opfer des Schicksals und individualistisch.
  • Themen: Liebe, Glück, Tod und Gier.
  • Schauplatz: Städtische Szenarien und mehrere gleichzeitige Räume.
  • Zeitstruktur: Scheinbare zeitliche Widersprüche.
  • Absicht: Moralisierender Einfluss zusammen mit dem Pessimismus der Renaissance des 15. Jahrhunderts.

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