Texteigenschaften, romanische Sprachen und Argumentation
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Text und seine Eigenschaften
Sprachliche Kompetenz: Kenntnis der Regeln zur Bildung von Sätzen.
Kommunikative Kompetenz: Wissen über Strategien zur Konstruktion von Texten.
Schriftliche Mitteilung: Eine Einheit, die eine Absicht erfüllt. Das Ziel kann zum Beispiel sein, zu überzeugen; dabei steht die Kommunikation (z. B. comuniació) in einem Kontext, sie benötigt eine angemessene Struktur.
Textuelle Eigenschaften
Anpassung, Kohärenz und Thema sind zentral: Bekannte Informationen (das, was bereits gesagt wurde) sind Ausgangspunkt für neue Ideen. In einer Reihe werden neue Informationen eingeführt und jedes Element trägt zum Thema bei. Da die Ideen konsequent im Text entwickelt werden sollten, spricht man von Themenprogression — eine stetige lineare Progression, bei der das Thema abgeleitet wird.
Strukturierung des Textes: Mögliche Muster sind induktiv, deduktiv oder zirkulär; die Abschnitte bauen aufeinander auf und fördern den Zusammenhalt. Wichtige Mittel sind verbindende Elemente (Konnektoren), lexikalische Kohäsion und grammatische Verbindungen.
Rumänisch und die romanischen Sprachen
Rumänisch gehört zu den romanischen Sprachen. Rumänien war Teil des römischen Imperiums; die heutige Sprache ist vom Lateinischen abgeleitet.
Romanische Sprachen:
- Spanisch
- Katalanisch
- Französisch
- Italienisch
- etc.
Embryonale Sprachen: Beispiele sind Aragonés, Gascon, Asturleonés u. a.
Vulgärlatein und Fragmentierung
Vulgärlatein: Wurde im Alltag verwendet als Umgangssprache; es brachte Innovationen, war durchlässig für germanische Einflüsse und unterschied sich vom klassischen Latein.
Fragmentierung (Ursachen): Substrat, Herkunft der Siedler, die Intensität der Romanisierung und Superstrat-Einflüsse spielten eine Rolle bei der Herausbildung der einzelnen romanischen Varietäten.
Gruppierung der romanischen Varietäten:
- Westromànisch: Katalanisch, Französisch
- Iberoromànisch: Spanisch, Portugiesisch
- Ost: Italienisch, Rumänisch
Typen erklärender Texte
Erklärender Text: Informationen in Zusammenhang mit Fiktion und Realität werden klar, ordentlich, zielgerichtet und verständlich präsentiert. Solche Texte sind bildend und natürlich formuliert.
Typ: Texte informatifs / Ausstellungs-texte — in verständlicher Sprache. Spezialisierte erklärende Texte erfordern hohe fachliche Kompetenzen (high skills).
Bewertung und Struktur
Bewertung: Einführung, Entwicklung, Abschluss.
- Ursache und Wirkung: Tatsachen und deren Folgen.
- Chronologie: Zeitliche Anordnung (Reihenfolge).
Sprachliche Ressourcen
Begriffe: Monosemantische Wörter, Wortschatzauswahl, Neologismen.
Morfosyntax (Morfosintaxi): z. B. 3. Person, attributive Sätze.
Konnektoren (Steckverbinder): Funktionen wie Reihenfolge/Ordnung, Kontrast, Ergänzung, Ursache/Zustand/Zweck; Reformulierer und beispielhafte Verknüpfungen gehören ebenfalls dazu.
Argumentativer Text
Argumentativer Text: Aufbau einer Argumentation mit konativer und referentieller Funktion, um zu überzeugen.
Struktur: Einführung, Exposition, Erarbeitung, Abschluss. (Bei wissenschaftlichen Arbeiten oder Diplomarbeiten ist die Struktur explizit für Anfang und Ende zu planen.)
Argumentation und Begründungsarten
Argumentationsarten:
- Beispiele (Fakten)
- Autorität (Zitierung einer Autorität)
- Erfahrung (persönliche Erfahrung, lexperiència)
- Ethik (Werte)
- Mehrheitsargument ("die meisten Menschen")
- Trugschluss (Fehlschluss, Argumentation auf falschen Grundlagen)
Begründungsarten: Deduktion (vom Allgemeinen aufs Besondere), Induktion (Verallgemeinerung aus Beispielen), Analogie (Übertragung eines bekannten Falls), Widerlegung bzw. Gegenargumente, reductio ad absurdum (Beweis durch Widerspruch), dialektische Methoden (These und Antithese).
Textverknüpfungen und Marker
Wichtige Marker und Verknüpfungen sind z. B.:
- Erstens, zweitens (Klassifikatoren)
- daher, deswegen (Folge/Ergebnis)
- aber (Gegensatz)
- auch (Ergänzung)
Andere sprachliche Elemente: Ein Text kann denotativ oder konnotativ sein; er kann auch die Position des Senders (des Remissor) objektiv darstellen oder subjektiv einnehmen.
Katalanische Sprache: Entstehung und frühe Dokumente
Entstehung: Die Herausbildung des Katalanischen hängt mit der Fragmentierung des Vulgärlateins zusammen; die mündliche Tradition (Oralität) spielte eine wichtige Rolle.
Renovatio karolingica (karolingische Erneuerung), gefördert von Karl dem Großen, führte zu qualitativen Veränderungen in der Verwaltungssprache und zu einer Ausdifferenzierung der romanischen Varietäten. Wichtige historische Zeugnisse sind das Konzil von Tours und die Eide von Estrasburg (Eide d'Estrasburg, 842), die Spuren der sprachlichen Entwicklung zeigen.
Unter den Katalanen entstand ein Konflikt zwischen Latein und Katalanisch: Latein war die dominierende Schriftsprache, während Katalanisch vor allem mündlich gebraucht wurde und erst allmählich schriftlich fixiert wurde. Die ersten rechtlichen Dokumente und die ersten religiösen Texte tauchten in katalanischer Sprache auf, darunter Dokumente wie De iudiciis und die Reihe der Homilies d'Organyà.