Texttypen und Satzstrukturen: Grammatik und Analyse

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Texttypen im Überblick

Narrativer Text: Merkmale und Analyse

Die Erzählung ist eine Textart, die sich auf tatsächliche oder fiktive Ereignisse bezieht. Bei der Analyse narrativer Texte ist es notwendig, die Geschichte und die Handlungen, die sie zusammensetzen, zu untersuchen, ebenso wie die Charaktere, die Zeit und den Raum, in dem sie sich entwickeln, wie all diese Elemente angeordnet sind und aus welcher Perspektive sie erzählt werden. Die Erzählung, besonders in literarischen Texten, ist oft mit Dialogen und Beschreibungen verwoben, wodurch komplexe Texte mit unterschiedlichen Sequenztypen entstehen.

Beschreibender Text: Statische Darstellung

Während die Erzählung eine Textform ist, die sich zeitlich sukzessiv entwickelt, hat die Beschreibung im Gegenteil die Eigenschaft, ein Objekt statisch, ohne Zeitablauf, darzustellen. Der Begriff „Objekt“ ist hier im weitesten Sinne zu verstehen, d.h. er umfasst jede Realität, sei sie menschlich oder nicht, konkret oder abstrakt, real oder fiktional. Alles, was vorstellbar ist, ist beschreibbar. Typen beschreibender Texte sind:

  • Personenbeschreibung
  • Gegenstandsbeschreibung
  • Vorgangsbeschreibung
  • Raumbeschreibung

Argumentativer Text: Überzeugen und Begründen

Dies ist die Art von Texten, die „Gründe für oder gegen eine bestimmte Position“ oder „These“ darlegen, um den Leser oder Hörer durch verschiedene Argumente zu überzeugen oder zu beeinflussen. Dies ist eine grundlegende, wenn auch nicht ausschließliche, Form, um Werturteile (positiv oder negativ), Feststellungen (gut, schlecht, hässlich, schön) oder Bewertungen (gültig/ungültig, angemessen/unangemessen) zu äußern. Typische Beispiele sind argumentative Essays, Reden und Kritiken im Allgemeinen. Beispiele hierfür sind politische Reden oder Meinungsartikel. In argumentativen Texten kann man seine Sichtweise zu einem Thema darlegen und seine Position, ob positiv oder negativ, begründen.

Informativer Text: Fakten neutral darstellen

Ein informativer Text ist ein Text, in dem die Realität oder bestimmte Fakten neutral und objektiv dargestellt werden. Im Gegensatz zum argumentativen Text ist der informative Text nicht darauf ausgelegt zu überzeugen, sondern darzulegen. Allerdings ist dieser Unterschied in einzelnen Texten nicht immer so klar ersichtlich, weshalb oft vom „argumentativ-erklärenden“ Text gesprochen wird. Beispiele für informative Texte sind typischerweise wissenschaftliche Texte. Der Zweck dieser Texte ist es, zu informieren.

Satzstrukturen: Koordination und Subordination

Koordination: Verbindung von Hauptsätzen

  • Kopulative Konjunktionen: Verbinden Sätze oder Satzteile mit Konjunktionen wie und, sowie, oder.
  • Disjunktive Konjunktionen: Geben alternative Möglichkeiten an mit Konjunktionen wie entweder ... oder, bald ... bald, teils ... teils.
  • Adversative Konjunktionen: Geben einen Gegensatz oder eine Einschränkung an mit Konjunktionen wie aber, doch, jedoch, sondern.
  • Exklusive Konjunktionen: Geben eine Ausschließung, widersprüchliche Ideen oder Möglichkeiten an mit Konjunktionen wie oder, entweder ... oder.
  • Explikative Konjunktionen: Erklären oder präzisieren einen Sachverhalt mit Konjunktionen wie das heißt, nämlich, oder anders gesagt.

Prinzipien der Koordination

Damit eine Koordination möglich ist, müssen die Teilsätze folgende Prinzipien erfüllen:

  • Sie müssen vereinbar sein.
  • Sie müssen kohärent sein.

Subordination: Nebensätze und ihre Funktionen

Substantivische Nebensätze

Funktion: Sie können die gleichen Funktionen wie ein Substantiv oder Pronomen übernehmen, z.B. als Subjekt oder Objekt.

  • Direktes Objekt (CD)
  • Indirektes Objekt (CI)
  • Attribut (zu einem Adjektiv)
  • Attribut (zu einem Adverb)
  • Präpositionalobjekt / Ergänzung
  • Attribut (zu einem Substantiv)
  • Adverbiale Bestimmung (CA)

Einleitewörter: dass, ob, W-Fragen (wer, was, wann, wo, warum, wie). Auch Infinitivkonstruktionen können substantivische Funktionen übernehmen.

Adjektivische Nebensätze (Relativsätze)

Funktion: Sie übernehmen die gleichen Funktionen wie ein Adjektiv.

  • Attribut zu einem Nomen/Nominalphrase
  • Prädikativum

Einleitewörter: Relativpronomen (der, die, das, welcher, welche, welches, wer, was) und Relativadverbien (wo, wohin, woher, wann, wie, warum).

Adverbiale Nebensätze

Eigentliche Adverbialsätze

Sie können durch ein Adverb der Art und Weise, des Ortes oder der Zeit ersetzt werden.

Uneigentliche Adverbialsätze

Sie können nicht durch ein einfaches Adverb ersetzt werden und drücken Vergleiche, Ursachen, Zwecke, Folgen, Bedingungen oder Konzessionen aus.

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