Theorie der Ideen (Platon)

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Theorie der Ideen

Absicht

Ethik: Er will in der Tugend Wissen finden. Gegen die Sophisten vertritt er die Existenz einer ewigen und unveränderlichen Idee der Gerechtigkeit.

Politik: Die Herrscher müssen Philosophen sein und sich von ihren Ideen leiten lassen.

Wissenschaft: Es kann nur von stabilen und dauerhaften Objekten gesprochen werden; empfindliche (sinnliche) Objekte unterliegen ständigen Veränderungen. Suche nach einer anderen Art von Wesen: Ideen.

Ideen

Ideen sind Realitäten, die unabhängig von den Dingen existieren. Sie sind einzigartig, unveränderlich und ewig (im Sinne des Parmenides). Sie sind Ursache und Grundlage aller Wirklichkeit. Tatsächlich haben die sinnlichen Dinge weniger Sein (wurden oder werden vergänglich).

Verdoppelung der Welt

Es gibt eine intelligible Welt (reale Ideen) und eine sinnliche Welt (Dinge). Beide Welten stehen zueinander über Nachahmung, Beteiligung oder Anwesenheit in Beziehung. Der Mythos der Höhle spiegelt diese Opposition. Die Idee des Guten hat Vorrang vor allen anderen und ist die letzte Ursache der Wahrheit und des Seins der sinnlichen Dinge.

Überprüfung der Theorie

Die Prüfung der Theorie erfolgt in den Dialogen 'Parmenides' und 'Sophistes'. Es gibt doppelte Absichten und Versuche, die Schwierigkeiten der Ideenlehre zu überwinden, insbesondere den statischen Monismus des Parmenides.

Pluralistische Theorie?

Mehrere Wesen und Dinge: Für jede Gattung von Dingen gibt es jeweils eine Idee. Für jede Art von Ding besteht demnach eine Idee (körperliche/sinnliche Dinge, mathematische Objekte, Werte, sinnvolle Gegenstände).

Die Beziehung zwischen Idee und Ding scheint eine Zwischenstellung einzuführen (insbesondere bei mathematischen Entitäten); dies hat jedoch nicht bewiesen, dass Zahlen selbst Ideen sind. Eine solche Auffassung würde die Verbindungen zwischen den Ideen verringern.

Die Idee des Guten behält die Priorität gegenüber den anderen. Zwischen den Ideen besteht Kommunikation, ohne dass sie ihre Identität verlieren. Ideen machen die Welt nicht statisch, sondern dynamisch. Während Parmenides nur vom Sein spricht, behandelt Platon mehrere Konzepte; weitere Aspekte sind Anderssein, Gleichheit und Bewegung, und er nimmt auch das Nicht-Sein in Betracht. Es gibt mehrere Ideen und Dinge in der Welt, die Leben und Bewegung ermöglichen.

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