Theorien des Liberalismus, der Gerechtigkeit und des Rechts
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Politische und Rechtliche Theorien
Moderner Liberalismus
Alle liberalen Theorien der Gerechtigkeit betonen die Notwendigkeit, den philosophischen und religiösen Pluralismus in der Gesellschaft zu erhalten.
Proprietaristischer Liberalismus
Der proprietaristische Liberalismus argumentiert, dass eine gerechte Gesellschaft es nicht zulassen sollte, dass dem Individuum sein legitimes Eigentum entrissen wird. Robert Nozick (*Anarchy, State and Utopia*) geht von der Idee des Naturrechts aus und erkennt das Recht auf Eigentum an.
Sozialer Liberalismus
Der soziale Liberalismus ist der Auffassung, dass eine gerechte Gesellschaft ihre Mitglieder mit dem gleichen Respekt und der gleichen Wertschätzung behandeln muss. (Siehe: John Rawls' *Theorie der Gerechtigkeit*).
Theorien der Gerechtigkeit
Komplexe Gleichheit (Michael Walzer)
Michael Walzer vertritt in *Sphären der Gerechtigkeit* die Ansicht, dass Gerechtigkeit ein Engagement für Gleichheit und Chancengleichheit bedeutet, was das Verschwinden ungerechter Herrschaft impliziert. Er betont, dass komplexe Gleichheit zweierlei erfordert:
- Alternative Konzepte zur Verteilung sozialer Güter.
- Verhindern, dass ein dominantes Gut alle anderen Bereiche beherrscht.
Diskursethik
Die von Apel und Habermas entwickelte Diskursethik besteht auf dem ethischen Prinzip der gegenseitigen Anerkennung aller Sprecher als gleichberechtigte Personen und schlägt ein Verfahren zur Schaffung gültiger Normen vor.
Das Recht
Definition und Arten des Rechts
Öffentliches Recht: System von Regeln zur Regelung der Beziehungen untereinander, gestützt auf die Zwangsgewalt politischer Institutionen.
Naturrecht: Eine Reihe von übergeordneten Grundsätzen, die Vorrang vor den spezifischen Gesetzgebungen der Staaten haben und als Kriterium dienen, um über die Gerechtigkeit der besonderen Rechtssysteme zu entscheiden.
Positives Recht: Die Reihe von Gesetzen in jedem einzelnen Land.
Rechtstheorien
Der Rechtspositivismus lehnt dies ab und argumentiert, dass es kein anderes Recht gibt als das positive Recht.
Der Iusnaturalismus (Naturrechtslehre) besteht darauf, dass juristische Normen bestimmten Anforderungen der Gerechtigkeit, den Grundsätzen der natürlichen Gerechtigkeit, entsprechen müssen.
Menschenrechte
Menschenrechte sind diejenigen Rechte, die dem Menschen aufgrund seines Seins zustehen.
- 1. Generation: Individuelle Freiheiten und Rechte auf politische Mitbestimmung, die von den liberalen Revolutionären gefordert wurden.
- 2. Generation: Soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte.
- 3. Generation: Sehr grundlegende Rechte, über die in den letzten Jahren verstärkt gesprochen wird (z. B. Umweltrechte, Friedensrechte).
Der Staat
Der Staat ist das institutionelle Gefüge zur Sicherstellung des Gemeinwohls, verstanden als Verwirklichung der Gerechtigkeit. Dies bedeutet, dass der Staat die Förderung der Menschenrechte im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit, demokratischer Werte, des Friedens und der Verteidigung anstreben muss.