THREE IN THE WOODS NUS — Analyse und Werkdaten
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Werkdaten
FC → Name: THREE IN THE WOODS NUS / Autor: Joaquín Rodríguez Miró / Stil: Noucentisme / Original Location: nein / jetzt UNICATIO MNAC / Datum: 1913–1915
Technik und Format
D → Medium: Öl. Größe: 1,25 x 1,51. / Untergrund: Leinwand / Bildmerkmal: die Figuren, weil wir Schwellenländer erkennen.
Kurzbeschreibung
Es ist eine erholsame Landschaft, bestehend aus Bäumen, sanft hügeligem Gelände, Büschen und Wiesen, mit drei nackten Frauen, die den Moment genießen; Idylle.
AF → Zeichnung und Farbe
Farbe: überwiegend zeichnerische Behandlung über Farb-Licht. Ein Lichtspiel, insgesamt nicht bekannt für seine aufwändige Behandlung, weil die Farben schwach sind und die Komposition ohne starke Wechsel bleibt.
Komposition und Achsen
Achsen: Die Arme bilden parallele Linien, beispielsweise mit etablierten Zweigen (für den Rumpf mit quadratischer Appareil: zentraler Arm der Frau auf der rechten Seite).
Kompositorische Linien: Keine klare zentrale Kompositionslinie, aber da der Horizont vorhanden ist, sind die Frauen in einer Freiluftszene von Bäumen und Büschen eingerahmt und bilden keine geschlossene Form innerhalb der Landschaft.
Perspektive und Anatomie
Perspektive: Absteigend, da sie verschiedene räumliche Ebenen bringt.
Anatomie: Die drei Frauen sind proportional, haben nur sehr wenige ausgearbeitete Stellen; der Autor strebt nicht nach idealisierter Schönheit, sondern nach den plastischen Qualitäten des weiblichen Körpers.
Ausdruck
Die drei Frauen erscheinen in dieser Waldszene in idealisierten Posen, wohl überlegt, doch ihre Gesichter zeigen keine besonderen Gefühle.
Zeit
Zeit: Kurz — es scheint, dass sie jederzeit ihre Position verändern könnten.
Farbton und Pinselführung
Schattierungen: Überwiegen Grün, Ocker und Braun; diese Farben vermitteln ein Gefühl von Monochromie, was wiederum an eine stressfreie Formensprache erinnert.
Pinselführung: Lockerer Pinselauftrag; die Linie bleibt ein wichtiges Ausdrucksmittel als formbildendes Element.
Bildaufbau
Bildliches Zentrum: das Herz der Frau.
Räumliche Pläne: Das Werk lässt sich in drei Pläne gliedern. Im ersten Plan sehen wir den Baum, das Zentrum ist malerisch, im Hintergrund die drei Frauen, und darüber hinaus die Landschaft als Hintergrundplan.
Bekleidung: Die drei Frauen sind nackt, wie der Titel andeutet; sie sind ein Symbol der katalanischen Frau und des ewigen Kataloniens.
Bewegung: Man sieht keinen deutlichen Bewegungsablauf, aber die Absicht scheint zu sein, dass sie ihre Positionen in Kürze ändern könnten.
Rhythmus und Detail
Rhythmus: Es gibt einen sehr deutlichen Rhythmus zwischen den Farben: grünen Sträuchern, Braun- und Fleischtönen der drei Frauen.
Detail: Links unten ist ein Hund; der Autor wollte offenbar die traditionelle pastorale Landschaft repräsentieren und zog deshalb einen Hund ein.
AIEE → Beziehungen und Stil
Beziehungen zu anderen Werken dieses Autors: Die pastorale Thematik wiederholt sich.
Beziehungen mit anderen Werken der Zeit und des Stils: Nähe zu Renoir; es besteht eine enge Beziehung zu Sunyer, der in gewissem Maße dem "Meister" Renoir nahesteht und durch dessen Kompositionen beeinflusst ist — ebenso Anklänge an Matisse.
Eigenschaften
- Streben nach guter Ausführung und formaler Perfektion
- Ablehnung von Spontaneität und Betonung von Artifizialität
- Kunst soll erfinderisch sein und haftet nicht an der bloßen Wirklichkeit
- Wichtig: Humor und Erneuerung des Genres mit neuen Techniken, die die Handlung nicht ersetzen, aber bereichern
- Flucht vor dem Gewöhnlichen und einer leichten Monotonie
Innovationen und Einflüsse
Innovationen: Intime Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Boden und Ausdrucksdiensten; starke Bindung des Autors an Katalonien — das Werk zeigt seine Liebe zu Katalonien.
Einflüsse: Cézanne für die reduzierte Palette (Grün-, Braun- und Ockertöne). Renoir (mit etwas kühlerer, aber klassisch-harmonischer Behandlung und weichen Volumen).
Ikonographie und Ikonologie
CII → Gender: Porträt von drei Frauen.
Ikonographie: Keine spezifische symbolische Bedeutung; drei nackte Frauen genießen einen Tag im Wald.
Ikonologie: Die Verbindung von Frau und Landschaft wird als Ausdruck der Natur verstanden; in einem Ton voller Unschuld und zugleich als künstliche Konstruktion wahrnehmbar. Sunyer entwickelt einen idealisierenden mediterranen Privitismus mit opulenten Themen und Figuren; er betont die Qualitäten des physischen weiblichen Körpers.
FIF → Zweck und Wert
Zweck: Es wurde zu einem Wahrzeichen des Noucentisme.
Wert der Arbeit über die Zeit: Kritiker wollten darin Katalonien als Knotenpunkt sehen; Sunyer gilt als Symbolfigur der katalanischen Frau und des Ewigen. Dank einer langen und begeisterten Studie von Joan Maragall erhielt das Werk einen besonderen Stellenwert als katalanisches Symbol.