Die Transzendentale Philosophie Kants: Ästhetik, Analytik, Dialektik

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Die Transzendentale Ästhetik

Die Transzendentale Ästhetik ist der Teil der transzendentalen Kritik, in dem Kant die Bedingungen der Sinnlichkeit untersucht. Kant nennt diesen Teil seiner Arbeit „Ästhetik“ (im ursprünglichen griechischen Sinne der Wahrnehmungslehre) und kommt zu dem Schluss, dass Raum und Zeit a priori Bedingungen der Objektivität sind.

Der Raum ist eine reine Anschauung a priori, also intuitives Wissen. Er ist kein Begriff, da sich ein Begriff auf eine beliebige Anzahl von Dingen bezieht, während die Intuition die direkte Erfassung von Individualität ist.

Transzendentale Bedingungen der Objektivität

Erkenntnis ist nur möglich, wenn bestimmte Bedingungen durch das erkennende Subjekt erfüllt werden. Das Subjekt wirkt auf etwas ein, und dieses Etwas wird zum Gegenstand der Erkenntnis. Die Bedingungen, unter denen etwas zum Gegenstand der Erkenntnis wird, sind die transzendentalen Bedingungen der Objektivität, die Kant als a priori Formen bezeichnet.

Kant schließt, dass die Zeit eine weitere a priori Form der Sinnlichkeit ist. Durch die a priori Formen von Raum und Zeit werden alle Sinneswahrnehmungen formalisiert und in Phänomene umgewandelt. Diese Formen erklären auch die Möglichkeit der mathematischen Wissenschaften.

Die Transzendentale Analytik

In der Transzendentalen Analytik unterscheidet Kant die phänomenale Welt (die Welt der Erscheinungen, die erkennbar ist) von der noumenalen Welt (die transzendent und nicht erkennbar ist).

Die Transzendentalen Kategorien

Die Urteile werden durch Prädikate bestimmt. Ausgehend von den verschiedenen Arten der Prädikate des Aristoteles leitet Kant die Transzendentalen Kategorien ab. Kant untersucht die Logik der Urteile und stellt fest, dass diese nach folgenden Gesichtspunkten eingeteilt sind:

  • Menge
  • Qualität
  • Relation
  • Modalität

Der Akt des Urteilens ist etwas, das das erkennende Subjekt durch den Verstand oder die a priori Formen vollzieht. Diese Kategorien werden als reine Verstandesbegriffe bezeichnet.

Die Transzendentale Dialektik

In der Transzendentalen Dialektik klärt Kant die transzendentale Illusion, die entsteht, indem subjektive Prinzipien als objektive Wahrheiten behandelt werden.

Die Funktion der Vernunft

Alle Erkenntnis beginnt mit der Sinnlichkeit, geht durch den Verstand und endet mit der Vernunft. Die Vernunft hat zwei Verwendungsweisen: die logische und die reine.

Die logische Vernunft minimiert die Zahl der vielfältigen Erkenntnisse des Verstandes. Wir kennen drei Arten von Schlüssen: kategorische, hypothetische und disjunktive.

Den reinen Begriff der Vernunft nennt Kant die Idee. Die logische Funktion der Vernunft besteht darin, das vielfältige Wissen zu synthetisieren und zu verknüpfen. Dies ist die reine Verwendung der Vernunft. Die Vernunft strebt nach der absoluten Einheit des Denkens, die sich in drei transzendentalen Ideen manifestiert:

  • Die absolute Einheit des denkenden Subjekts (Das „Selbst“ oder die Seele).
  • Die absolute Einheit der Reihe von Voraussetzungen und Bedingungen in den natürlichen Phänomenen (Die Welt).
  • Die absolute Einheit der absoluten Bedingung aller möglichen Objekte des Denkens (Gott).


Synthese und die Grenzen der Erkenntnis

Die Vernunft ist die Kraft der Synthese. Die Synthese ist eine synthetische Funktion des Verstandes. Diese Synthesen sind legitim, wenn sie auf den Elementen basieren, die durch die Erfahrung gegeben sind. Die Vernunft strebt nach der Gesamtheit all unserer Erlebnisse, der Gesamtheit dessen, was das Denken selbst ausmacht, und dem absoluten Höchsten (Gott).

Unter den Bedingungen der Objektivität ist jedes Phänomen durch eine frühere und auch durch eine folgende Bedingung bedingt: Das Phänomen „Ursache und Wirkung“ macht jeden Zustand zu einer Bedingung und wird selbst konditioniert.

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