Die Troubadoure: Definition, Kontext und Liebeskonzept
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Die Troubadoure: Definition und Ursprung
Definition: Die Troubadour-Dichtung ist die Manifestation von Gefühlen, bei der ein Troubadour gezielt eine Dame in Form von Gedichten im Rahmen eines säkularen Themas umwarb. Dies diente dem Schutz der Identität der Frau und stellte die Liebe (Amor) in den zentralen Themenkreis. Die erste Reihe der poetischen Reflexion entwickelte sich vor Gericht (am Hof).
Wann und Wo? Um 1100 begann man, Gefühle auszudrücken. Die Rolle des Troubadours trat zuerst in Frankreich auf, wo eine tief verwurzelte feudale Struktur existierte.
Sozialer und Historischer Kontext
Seit 1100 änderte sich die Mentalität der Zeit. Auf der einen Seite gab es das Modell des säkularen Kriegers, und auf der anderen Seite das Modell der Kirche, die versuchte, ihre Moral über die kriegerische Mentalität zu legen. Für Krieger war die Ehe mit der Idee der Abstammungslinie verbunden; Sexualität und Ehe waren unterschiedliche Konzepte. Die Kirche missbilligte solche Praktiken und legte eine neue Moral fest: die Monogamie. Die Troubadourdichtung war äußerst subversiv gegenüber der Mentalität der Kirche.
Wer waren die Troubadoure?
Ein Troubadour konnte ein Ritter, ein Feudalherr oder ein Bürger sein. Alle erhielten eine strenge Anweisung, die poetische und musikalische Kunst zu beherrschen. Man findet diese Werke (Worte und Musik) zusammengefasst als Troubadoure.
Jongleure (Joglars)
Ihre Aufgabe war die Unterhaltung des Publikums und die Verbreitung der Werke der Troubadoure. Es gab zwei Arten:
- Der lyrische Sänger: Er folgte dem Text treu und sang ihn vor.
- Der epische Sänger (dèpica): Er musste nicht so treu sein und konnte dem Text hinzufügen, was ihm angemessen erschien.
Die "Höfische Liebe" (L'Amor Gerichte)
Die Konzepte der höfischen Liebe waren:
- Eine starke und dauerhafte Liebe, die sich auf eine verheiratete Frau richtete.
- Die Dame hatte in der Regel einen höheren sozialen Status.
- Die Liebe war auf eine Position ausgerichtet, und die Frau entschied, ob sie die Liebe erwiderte.
- Die Liebe war ein geistiger Begriff, der der sexuellen Liebe vorausging.
- Es herrschten die Bedingungen Liebe und Tod vor.
- Die Dame wurde als die Herrin des Troubadours beschrieben, der ihr Vasall war.
- Die Poesie wurde unter einem cleveren Wortspiel vorgetragen, um die Wünsche der Liebe auszudrücken.