Überblick über ethische Theorien

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Ethische Theorie

Das Grundprinzip erklärt das moralische Verhalten von Personen. Dies schließt Bemühungen ein, den Zustand des menschlichen Denkens zu verstehen und eine kohärente und tiefere Erklärung unseres Handelns zu bieten.

Unterschiedliche ethische Theorien

Wir unterscheiden drei Hauptgruppen:

  • Zweckethik (Teleologische Ethik): Interessiert an den guten oder schlechten Konsequenzen, die sich ergeben, wenn wir bestimmten Regeln folgen.
  • Pflichtethik (Deontologische Ethik): Konzentriert sich weniger auf die Folgen als auf die Pflicht, die die Vernunft gebietet und als gerecht erachtet wird.
  • Angewandte Ethik: Konzentriert sich auf aktuelle ethische Probleme unserer Welt, wie z. B. Umweltethik und ähnliches.

Eudämonismus (Aristoteles)

Aristoteles verfasste die ersten systematischen Abhandlungen zur Ethik. Seine Theorie argumentiert, dass das letzte Ziel des Menschen das Erreichen der Glückseligkeit (Eudaimonia) ist. Aristoteles glaubt, dass es dazu des Gebrauchs der Vernunft bedarf und man nicht die auf den ersten Blick günstigsten Optionen wählen sollte, sondern die klügeren.

Hedonismus (Epikur)

Diese Theorie argumentiert, dass das ultimative Ziel des Menschen das Glück ist, von Epikur als Vergnügen (Hedone) verstanden, daher der Begriff Hedonismus. Das maximale Vergnügen liegt in der Seelenruhe (Ataraxia) und der Abwesenheit von Sorgen und Leiden.

Emotivismus (David Hume)

Diese Theorie erklärt das moralische Verhalten des Menschen durch das Streben nach Freude, Wohlergehen und Glück für die größtmögliche Anzahl von Menschen. Glück kann nicht allein erreicht werden. Für Hume ist Ethik eher eine Frage des Gefühls als der Vernunft, was als moralischer Emotivismus bekannt ist.

Utilitarismus (Bentham & Mill)

Bentham sagt, dass der Mensch stets auf der Suche nach Glück handelt und davon bewegt wird, das Glück für so viele Menschen wie möglich zu maximieren. Er fügt hinzu: Was uns Freude und Glück bereitet, ist gut und nützlich (util). John Stuart Mill ergänzt Benthams Theorie dahingehend, dass Freuden sich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ unterscheiden.

Pflichtethik (Immanuel Kant)

Kant postuliert eine Ethik, die sich grundlegend von allen vorherigen unterscheidet. Kant erklärt, dass unser Verhalten nicht auf der Suche nach Belohnung oder der Vermeidung von Strafe basieren sollte. Vielmehr sagt uns die Vernunft, was unsere Pflicht ist. Dies bedeutet, aus gutem Willen zu handeln. Kant führt das Sittengesetz (den Kategorischen Imperativ) ein, das uns sagt, wie wir uns verhalten sollen. Moralische Gesetze sind als universelle Normen zu verstehen.

Existentialistische Ethik (Sartre)

Jean-Paul Sartre, einer der Hauptvertreter dieser Richtung, vertritt eine Philosophie, die zu dem Schluss kommt, dass das menschliche Leben an sich sinnlos ist. Der Mensch ist allein, verlassen und frei. Die existentialistische Ethik betont die radikale Freiheit und die daraus resultierende Verantwortung des Einzelnen für seine Entscheidungen.

Diskursethik (Habermas)

Jürgen Habermas entwirft eine Diskursethik. Im Unterschied zu Kant wird Universalität hier durch den Dialog erreicht. Eine Norm ist gültig, wenn sie im Rahmen eines herrschaftsfreien Diskurses, an dem alle potenziell Betroffenen teilnehmen könnten, Zustimmung findet.

Gerechtigkeitstheorie (John Rawls)

Der amerikanische Philosoph John Rawls legt in seinem 1971 veröffentlichten Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" seine Theorie dar. Verhalten ist moralisch akzeptabel, wenn es bestimmte Werte, die Gerechtigkeitsprinzipien, respektiert. Diese werden in einem hypothetischen Urzustand unter einem "Schleier des Nichtwissens" gewählt. Die zwei Hauptprinzipien sind:

  1. Das Prinzip der größtmöglichen gleichen Freiheit für alle, die mit der gleichen Freiheit für andere vereinbar ist.
  2. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten müssen zwei Bedingungen erfüllen:
    • Sie müssen zum größten zu erwartenden Vorteil der am wenigsten Begünstigten sein (Differenzprinzip).
    • Sie müssen mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die allen unter Bedingungen fairer Chancengleichheit offenstehen.

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