Überblick über zentrale philosophische Konzepte

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Platon: Vernunft und die Welt der Ideen

Wir erlangen nur gewisse Kenntnis von dem, was wir sehen, mithilfe der Vernunft. Die Vernunft ist ewig und unwandelbar (universell).

Hinsichtlich der Frage des Geist-Hirn-Dualismus vertritt Platon die Ansicht, dass der Körper das Gefängnis der Seele ist. Die Welt der Ideen kann nicht durch die Sinne erkannt werden. Die Sinne sind an den Körper gebunden und unzuverlässig. Wir besitzen jedoch eine unsterbliche Seele, die der Aufenthaltsort der Vernunft ist und die Welt der Ideen schauen kann.

Platons Zwei-Welten-Lehre

  • 1. Die unwandelbare Welt: Welt der Ideen
  • 2. Die veränderliche Welt: Welt der Sinne

Descartes und der Rationalismus

Descartes führt eine neue Methode zur Reflexion und ein Grundprinzip ein: den Zweifel (*duda*). Ein Zweifel, der alles außer der persönlichen Überzeugung gelten lässt, dass *ich denke*. Auf dieser Grundlage beschreibt er die Beziehung zwischen Geist und der denkenden Welt.

Er unterscheidet zwei verschiedene Arten von Substanzen: die Res Extensa (materielle, ausgedehnte Sache) und die Res Cogitans (immaterielle, denkende Sache).

  • Die Materie (Res Extensa): Der Körper gehört zur ersten Gruppe und wird durch dieselben mechanischen Gesetze geregelt wie das Universum, das er als Maschine betrachtet.
  • Die Seele (Res Cogitans): Die Seele gehört zur zweiten Gruppe, ist der Sitz des Gefühls und unterhält eine dualistische Vision.

Seele und Leib sind unabhängige Realitäten, die über die Zirbeldrüse im Gehirn miteinander kommunizieren müssen.

Die drei Substanzen

  • Stoff unendlich: Gott
  • Substanz des Denkens: Die Seele (*Alma*)
  • Ausgedehnte Substanz: Die Materie

Immanuel Kant: Erkenntnistheorie

Unser Wissen beschränkt sich auf die Vorstellungen der Dinge, in Zusammenarbeit mit den Ideen, die die Vernunft a priori festlegt. Diese Ideen können nicht aus der Erfahrung stammen, sie sind angeboren und permanent.

Die Wirklichkeit der Welt wird durch das Subjekt mittels empirischer Anschauung konstruiert. Es existiert das „Ding an sich“ (Noumenon), das nicht durch unsere Anschauung erzeugt wird.

Kant definiert Metaphysik dahingehend, dass wir den Gebrauch der Vernunft in der Struktur des Wissens akzeptieren und die Möglichkeiten begrenzen müssen, die wir in der Beziehung zur Welt haben. Wir können nicht über die Grenzen der Erfahrung hinausgehen.

Materialistische Metaphysik

Materialisten akzeptieren die Sinnesdaten als Grundlage der Wirklichkeit. Sie nehmen an, dass das menschliche Wissen zwar begrenzt ist, aber in der Lage, eine komplexe Welt zu verstehen und zu verändern.

Historische Vertreter

  • Prä-Sokratiker (Demokrit): Die Atomlehre besagt, dass es nur Atome und Leere gibt. Körper sind Aggregate von Atomen, die durch Stöße im Vakuum gebildet werden. Alles ist dem Zufall unterworfen.
  • Moderne (La Mettrie): Er betrachtet den Menschen als einen komplexen Mechanismus, in dem kein Raum für eine geistige Substanz ist.
  • Marxistisch (Karl Marx): Die gesamte Realität löst sich in Materie auf. Alles, einschließlich der Geschichte und aktueller Phänomene, wird aus dem materiellen Bereich erklärt.

Die Wahrheit

  • Ontologische Wahrheit: Die Wahrheit des Seins (*Ontos*), die der Essenz der Dinge entspricht.
  • Erkenntnistheoretische Wahrheit: Die Wahrheit des Inhalts (Korrespondenz zwischen Aussage und Sachverhalt).

Die Wahrheit ist eine Säule für Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und wissenschaftliche Forschung.

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