Umweltprobleme in Spanien: Abfall, Wasser und Lärm

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Madrid. In den letzten Jahrzehnten hat die Verwertung einiger Abfälle wie Papier und Glas begonnen. Die Umweltbildung ist der Schlüssel zu diesem Prozess.

Andere Abfälle sind durch Gefahren gekennzeichnet, wie beispielsweise radioaktive Abfälle, die vor allem in Kernkraftwerken anfallen.

Die Kontamination des Wassers

Die EU hat verfügt, dass bis zum Jahr 2000 alle Städte mit über 10.000 Einwohnern ein Abwasserreinigungssystem haben müssen und dass bis 2005 alle Abwässer gereinigt sein sollten. Dies erforderte enorme Investitionen, die von den Autonomen Gemeinschaften (CCAA), den Gemeinden (Ayuntamientos) und der Zentralregierung getragen werden mussten.

Ein Fall schwerer Wasserverschmutzung betraf den Fluss Guadiamar. Durch einen Dammbruch in einer Mine traten Schlamm und Abwässer aus, die zuvor in einem Becken gespeichert waren. Dieser Austritt verursachte Schäden an Pflanzen, Wildtieren und landwirtschaftlichen Kulturen. Die Einleitungen bedrohten den Nationalpark Doñana. Zur Vermeidung weiterer Verunreinigungen wurden Dämme am Fluss Guadiamar errichtet.

Die Verschmutzung der Meere

Im Jahr 2002 erlitt der Öltanker Prestige aufgrund eines starken Sturms in der Nähe von Kap Finisterre einen Unfall. Das Ergebnis war der tragische Untergang des Tankers und das Austreten eines großen Teils des Brennstoffs. Dies führte zu einer Ölpest, der Degradierung des betroffenen Gebiets sowie der Flora und Fauna, was eine Verarmung der lokalen Bevölkerung zur Folge hatte.

Lärmbelästigung

In den letzten Jahren ist die Lärmbelastung durch Autos und laute Freizeitaktivitäten sprunghaft angestiegen. In Spanien wurde die Toleranzgrenze auf 65 Dezibel festgelegt. Spanien gilt nach Japan als das Land mit der zweithöchsten Lärmbelastung weltweit.

Die häufigsten Folgen sind:

  • Schlaflosigkeit
  • Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen
  • Taubheit
  • Stress
  • Verlust der sexuellen Fähigkeiten

Verlust der biologischen Vielfalt

Der Rückgang der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten hat verschiedene Ursachen, vor allem Wilderei sowie die Veränderung und den Verlust des Lebensraums (Habitat). In Spanien sind 150 Arten als gefährdet eingestuft, darunter unter anderem der Braunbär und der Luchs.

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