Umweltwissenschaften: Ökosysteme und Nachhaltigkeit
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Umweltwissenschaft und das Konzept des Ökosystems
Die Natur ist in Einheiten organisiert, die man Ökosysteme nennt. Ein Ökosystem besteht aus einer physischen Umgebung, die durch Umweltfaktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Salzgehalt gekennzeichnet ist, sowie aus lebenden Organismen, die eine Gemeinschaft bilden, und den Beziehungen, die zwischen ihnen bestehen. Die Menschheit bezieht Ressourcen aus den Ökosystemen und verursacht infolgedessen Veränderungen oder Auswirkungen auf die Umwelt. Im Gegenzug ist der Mensch Risiken aus natürlichen Prozessen wie Orkanen ausgesetzt, aber auch Risiken, die durch seine eigenen Tätigkeiten entstehen, wie Verkehrsunfälle oder Verschmutzung.
Raubbau an Ressourcen und Grenzen des Planeten
Seit der Mensch vor Millionen von Jahren auf der Erde erschien, wächst die Weltbevölkerung stetig weiter, ebenso wie die Ausbeutung der Naturschätze. Natürliche Ressourcen sind alles, was die Menschheit aus der Natur bezieht, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Je nach Verfügbarkeit werden natürliche Ressourcen wie folgt klassifiziert:
- Nicht erneuerbare Ressourcen: Diese sind nur begrenzt verfügbar und können verbraucht werden, wie beispielsweise Mineralien oder Öl.
- Nachwachsende Rohstoffe: Diese erschöpfen sich nicht, wie etwa Sonnenenergie oder Windkraft.
- Potenziell erneuerbare Ressourcen: Diese werden verbraucht, regenerieren sich jedoch in der Natur. Wenn sie intensiver genutzt werden, als ihre Regenerationsrate erlaubt, können sie aufgebraucht werden, wie es bei Wäldern und Fischbeständen der Fall ist.
Die Bevölkerungsexplosion: Eine globale Herausforderung
Im Jahr 1600 lebten etwa 500 Millionen Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung von heute über 6 Milliarden auf etwa 9 Milliarden (9000 Millionen) anwachsen. Der Bedarf an natürlichen Ressourcen wird dadurch viel höher sein. Die Bevölkerungsentwicklung verläuft in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich: Ein entwickeltes Gebiet wie Europa wird fast 100 Millionen Menschen verlieren, während Entwicklungsgebiete wie Asien und Afrika jeweils fast eine Milliarde bzw. 1,4 Milliarden Menschen hinzugewinnen werden. Die Hälfte der Weltbevölkerung wird in Indien und China leben.
In vielen Teilen der Welt wächst die Bevölkerung mit Raten, welche die Umweltressourcen nicht aufrechterhalten können. Diese Wachstumsraten übersteigen alle vernünftigen Erwartungen für Verbesserungen im Wohnungsbau oder in der medizinischen Versorgung. Dies wirft ernsthafte Umweltprobleme auf, wie den Raubbau an Ressourcen, Verschmutzung und Wüstenbildung.
Nachhaltige Entwicklung: Der Weg in die Zukunft
Die Probleme der Übernutzung natürlicher Ressourcen sind das Ergebnis eines Modells rasanter wirtschaftlicher Entwicklung, das in den vergangenen 150 Jahren stattgefunden hat. Dieses Modell basiert auf unkontrolliertem Verbrauch sowie der Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden. Die Lösung für diese ökologische Krise ist schwierig, aber alle Länder der Welt sollten ihre Bemühungen auf eine nachhaltige Entwicklung ausrichten.
Nachhaltige Entwicklung ist jene Art der Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können. Sie fördert das Gleichgewicht zwischen den drei Dimensionen, die das Fundament der menschlichen Gesellschaft bilden: die wirtschaftliche, ökologische und soziale Dimension. Das Ergebnis dieses Gleichgewichts wird eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität sein.