UN-Resolution 1946: Die Isolation der Franco-Diktatur
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Historischer Kontext und Dokumentenherkunft
Dies ist ein historischer Text politischer Natur, ein Auszug aus dem Allgemeinen Beschluss der UN-Generalversammlung vom 12. Dezember 1946 in New York.
Nach dem Spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) erlangte die nationalistische Seite die Macht. In Spanien begann unter der Führung Francos eine Diktatur, die sich durch den Mangel an Freiheiten und ihren undemokratischen Charakter auszeichnete.
Die Rolle der Vereinten Nationen (UNO)
Die UNO ist eine internationale Organisation, die am 24. Oktober 1945 gegründet wurde. Ihre Ziele sind:
- Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit.
- Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen.
- Förderung des sozialen Fortschritts, der Verbesserung des Lebensstandards und der Menschenrechte.
Die Generalversammlung ist das wichtigste beratende und repräsentative Organ der Vereinten Nationen und besteht aus Vertretern aller Mitgliedstaaten.
Kernaussagen und Forderungen der Resolution
Die Resolution erkannte den faschistischen Charakter des Franco-Regimes an. Sie stellte fest, dass das Franco-Regime nicht als Vertreter des spanischen Volkes in internationalen Organisationen zugelassen werden könne.
Internationale Isolation und Embargo
Die UN verhängte die internationale Isolation Spaniens durch:
- Das Verbot der Mitgliedschaft in internationalen Organisationen.
- Das Verbot der Teilnahme an allen Aktivitäten, die diese Agenturen organisieren könnten.
Forderung nach Demokratie
Das Dokument forderte Spanien auf, freie Wahlen abzuhalten, in denen das Volk seine Führung wählen und die Freiheiten wiederherstellen sollte – Grundpfeiler eines jeden demokratischen Systems.
Drohung des Sicherheitsrats
Die Resolution warnte davor, dass sich die politische Situation in Spanien ändern müsse. Wenn die Demokratie nicht in das Land zurückkehre, könne der Sicherheitsrat Maßnahmen jeglicher Art gegen die Franco-Diktatur ergreifen.
Zudem wurde der Rückzug der Botschafter der UN-Mitgliedstaaten aus Spanien empfohlen, falls kein demokratisches politisches System etabliert würde.
Die harten Nachkriegsjahre und das Ende der Isolation
Verbindungen zum Faschismus
Die Resolution stellte fest, dass Franco die Republik mithilfe von Hitlers Nazi-Deutschland und dem faschistischen Italien besiegt hatte. Dies spiegelte sich auch in der Entsendung der *Blauen Division* (1939–1945) wider.
Wirtschaftliche Not (1945–1952)
Die harten Jahre der Nachkriegszeit waren für die überwiegende Mehrheit der spanischen Bevölkerung von Hunger und Elend charakterisiert. Spanien war vom Marshallplan ausgeschlossen.
Die UN glaubte, dass die Isolation zur Etablierung eines demokratischen Regimes beitragen würde.
Ende des Embargos
Das internationale Embargo endete 1953. Spanien trat der UN schließlich 1955 bei.