UNIDAD 12 — Ursprung der politischen Macht und Legitimität

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Die bürgerliche Gesellschaft ist die Organisation zwischen Familie und Staat; durch das Recht werden die Rechte, Freiheiten und Pflichten ihrer Mitglieder in Bezug auf Produktion, Austausch und die Befriedigung aller Arten von Bedürfnissen festgelegt.

Rechtssystem und Rechtsquellen

Das Rechtssystem steht auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Verfassung. Es ist inspiriert durch verfassungsrechtliche Grundlagen und wird durch verschiedene Gesetzesordnungen entwickelt (z. B. organische Gesetze (LO), gewöhnliche Gesetze (L)), deren effektive Reichweite durch königliche Erlasse (RD), Dekrete (MO) und Verordnungen sichergestellt wird.

Ausübung staatlicher Befugnisse

Die rechtlichen Anforderungen regeln die Ausübung staatlicher Befugnisse, sodass Koexistenz, gesellschaftlicher Frieden und Fortschritt möglich sind. Macht bzw. Herrschaft ist eine Beziehung zwischen dem Staat, der sie ausübt, und den Bürgerinnen und Bürgern, die sie akzeptieren. In dieser Akzeptanz liegt die Legitimität, die der öffentlichen Anerkennung der Ausübung staatlicher Gewalt zugrunde liegt.

Legalität und Legitimität

Legalität und Legitimität sind zu unterscheiden. Ein Staat kann ein geordnetes und organisiertes Rechtssystem haben, das als Ausdruck von Rechtsstaatlichkeit gilt, das heißt formell legal sein. Dennoch muss ein solches System durch den Glauben, die Zustimmung und den Gehorsam der Bürgerinnen und Bürger legitimiert werden.

Es gibt drei allgemeine Möglichkeiten, eine Behörde in der Ausübung der Macht zu legitimieren:

  • durch das Charisma des Führers,
  • durch Tradition und historische Gewohnheiten,
  • durch die rationale Akzeptanz der von den Bürgerinnen und Bürgern erlassenen Gesetze.

Gewaltenteilung: Befugnisse des Rechtsstaats

  1. Legislative: formuliert und erlässt Vorschriften und Gesetze.
  2. Exekutive: Regierung und öffentliche Verwaltung führen die Gesetze aus.
  3. Judikative: entscheidet über Rechtsstreitigkeiten und ahndet Verstöße gegen das Gesetz.

Theorien zur Legitimation des Gesellschaftsvertrags

  • Der Übergang des Menschen aus einem Zustand der Natur in einen gesellschaftlich-politischen Zustand.
  • Die Entwicklung der Zivilgesellschaft hin zur staatlichen Institution.
  • Die Bedingungen und Grenzen des Staates bei der Ausübung von Macht, insbesondere die Verbindung zwischen Staat und Menschenrechten: bürgerliche, politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte sowie die Rechte der dritten Generation.

Vertreter und ihre Ideen

  • Hobbes: Die Bürger unterstellen sich einem absoluten Souverän, um Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten; bekanntestes Werk: Leviathan.
  • Locke: Betonung der Eigentumsrechte und der liberalen, demokratischen Ordnung; der Minimalstaat soll vor allem Ordnung gewährleisten; vgl. Two Treatises of Government (Zweites Traktat über die Regierung).
  • Rousseau: Die Bürger sind Mitglieder einer politischen Gemeinschaft; Modell des sozialen und demokratischen Staates mit sozialem Wohlfahrtsanspruch; vgl. Der Gesellschaftsvertrag (Du contrat social).
  • Rawls: Betonung einer unparteiischen und gerechten staatlichen Ordnung, die die Gerechtigkeit als Fairness organisiert; vgl. A Theory of Justice.

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