Universelle Ethik: Moralische Werte und die Weltreligionen
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Die Bedeutung der Religionen und ihre ethischen Grundlagen
Christentum: Liebe, Würde und Frieden
Das Christentum wurde von Jesus von Nazaret gegründet. Sein heiliges Buch ist die Bibel. Die zentrale Moral, die Jesus predigte, basiert auf der Liebe zum Nächsten und verteidigt die Würde aller Menschen als Kinder Gottes. Er verbot Gewalt und Hass, forderte die Achtung der Eltern und die Hilfe für die Schwachen. Jesus war ein Verfechter des Friedens.
Islam: Die fünf Säulen des Glaubens
Der Islam (die muslimische Religion) wurde von Mohammed gegründet, der sich als Prophet Allahs sah. Er ist die wichtigste Religion in den arabischen Ländern und Teilen Asiens. Sein heiliges Buch ist der Koran. Die fünf Säulen des Islam sind:
- Das Bekenntnis des Glaubens an Allah.
- Das fünfmal tägliche Gebet.
- Almosen (Zakat).
- Das Fasten im Ramadan.
- Die Pilgerfahrt nach Mekka.
Hinduismus: Karma, Brahman und Wiedergeburt
Der Hinduismus ist die wichtigste religiöse Tradition Indiens. Seine heiligen Bücher sind die Veden. Hindus glauben an Brahman, das ewige und unendliche Prinzip, die Quelle von allem, was existiert. Sie glauben, dass Taten (Karma) die Zukunft der Seelen bestimmen. Erlösung (Moksha) tritt ein, wenn die Seele aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt befreit wird. Tugendhaftes Handeln führt zu diesem Gut.
Buddhismus: Erlösung durch Loslösung
Der Buddhismus ist eine Variation des Hinduismus und wurde von Buddha in Asien gegründet. Für Buddhisten ist die Welt ein Gefängnis. Erlösung (Nirvana) bedeutet, Loslösung zu finden. Die Ursache des Leidens ist die Anhänglichkeit an materielle Dinge. Um Perfektion zu erreichen, muss man Wünsche ablehnen und sich zurückziehen.
Universelle Ethik: Gemeinsamkeiten der Religionen
Alle religiösen Traditionen enthalten gemeinsame moralische Elemente, die als universelle Ethik betrachtet werden sollten – ein fundamentaler Beitrag zum Bau der Gesellschaft. Diese edlen Wege des Lebens fördern moralische Werte und zeigen, dass die Religionen mehr Punkte der Übereinstimmung als der Uneinigkeit aufweisen.
Die Suche nach moralischen Lösungen und geteilter Intelligenz
Moralische Werte entwickeln sich im Laufe der Zeit. Zum Beispiel wurde Freiheit erst vor etwa 2500 Jahren als wichtig erachtet. Alte Kulturen sahen Solidarität als zentral an. Religiöse Denker und soziale Bewegungen fordern Rechte ein; Politiker versuchen, bestimmte moralische Lebensweisen zu fördern.
Moral ist eine Schöpfung der geteilten Intelligenz. Jeder von uns besitzt eine persönliche Intelligenz, die gemessen werden kann, aber diese Intelligenz wird im Austausch mit anderen entwickelt und genutzt. Der Kontakt mit der gemeinsamen Intelligenz entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Köpfe: lernen, lehren, argumentieren, diskutieren und Kritik an Lösungen üben, die der Prüfung unterzogen werden. Ziel ist es, die grundlegenden Werte und die Würde zu entdecken, die sich aus dem menschlichen Wesen ableiten – ein gemeinsames Projekt der universellen Moral.
Kriterien für gültige moralische Lösungen
Werte und Normen müssen miteinander kompatibel sein und die Grundbedürfnisse der menschlichen Natur erfüllen, die sozial und intelligent ist.
Drei Kriterien für moralische Gültigkeit
- Kriterium der Fairness: Der zu verteidigende Lebensweg muss fair und wünschenswert für jeden intelligenten, informierten Menschen sein, der in der Lage ist, sich in andere hineinzuversetzen und den Vorschlag dann als unparteiischer Beobachter zu beurteilen.
- Kriterium der Verallgemeinerbarkeit: Die Lösung muss für alle gelten. Es kann nicht eine Lösung für bestimmte Gruppen und eine andere für andere geben.
- Kriterium der Wirkung: Bei der Umsetzung muss sichergestellt werden, dass die erzeugten Wirkungen vorteilhaft sind. Manchmal scheinen Lösungen in der Theorie gut, führen aber in der Praxis zu schädlichen Effekten.
Die Goldene Regel
Die Goldene Regel ist ein moralisches Prinzip, das besagt: „Behandle deine Mitmenschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“ Dieses Prinzip findet sich in fast allen Kulturen.