Das Unternehmen als System: Struktur, CSR, Standort und KMU-Merkmale
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Das Unternehmen als offenes System
Das Unternehmen wird als ein System verstanden, d. h. als eine Reihe von miteinander verbundenen Elementen. Dieses System gehört zu einem einheitlichen Ganzen, wie dem globalen Wirtschaftssystem oder der Umwelt, in der es agiert.
Systemmerkmale des Unternehmens
- Offenes System: Durch die Interaktion mit der Umwelt wird das Unternehmen von externen Einflüssen betroffen, die seine Entscheidungen beeinflussen.
- Subsysteme und Synergie: Das Unternehmen besteht aus Elementen oder einer Kombination verschiedener Subsysteme. Durch das gemeinsame Handeln aller Subsysteme wird eine höhere Gesamtleistung erzielt, als die Summe der Einzelleistungen („Synergie“).
- Globales System: Die Teilsysteme oder Komponenten beeinflussen sich gegenseitig und wirken sich auf das gesamte Unternehmen aus.
- Selbstkontrolle: Das System empfängt und passt sich an jede konjunkturelle Veränderung an.
Das Unternehmensumfeld
Das Unternehmen ist ein produktives Subsystem innerhalb eines breiteren Wirtschaftssystems. Man unterscheidet:
- Das gesamte Umfeld (General Environment): Betrifft alle Unternehmen im Allgemeinen.
- Das spezifische Umfeld (Specific Environment): Betrifft jedes Unternehmen auf eine bestimmte Weise und variiert mit der Art des Unternehmens.
Soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR)
Die Soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) ist die aktive und freiwillige Integration von sozialen und ökologischen Belangen in die Geschäftstätigkeit und in die Beziehungen zu den Partnern. Ziel ist die Verbesserung der Wettbewerbsposition und die Steigerung des Mehrwerts.
Maßnahmen zur Umsetzung der CSR
- Entwicklung interner Verhaltenskodizes.
- Etablierung von Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
- Verbesserung der Beschäftigungssituation der Mitarbeiter.
- Schulung der Mitarbeiter zu Umweltthemen im Zusammenhang mit der Herstellung der Produkte des Unternehmens.
Wichtige Verantwortungsgrundsätze
- Ausschluss von Kinder- oder Zwangsarbeit.
- Schaffung von Versicherungsvoraussetzungen.
- Gesunde Arbeitsplätze und Respektierung der Vereinigungsfreiheit und der kollektiven Aushandlung.
- Keine Diskriminierung nach Geschlecht, Rasse oder Religion.
- Keine physischen Strafen.
- Eine Arbeitszeit von nicht mehr als 48 Stunden pro Woche.
- Die Vergütung muss den geltenden gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
- Die Managementsysteme des Unternehmens dürfen den vorgenannten Rechten nicht widersprechen.
Standortwahl und Unternehmensdimension
Faktoren der Standortwahl
Bei der Wahl des Unternehmensstandortes müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:
- Marktnachfrage: Analyse, ob Interesse am Produkt an dem Ort besteht, an dem die Installation erfolgen soll.
- Rohstoffbeschaffung: Wichtig sind die Qualität der Rohstoffe sowie die Kommunikations- und Transportwege.
- Kommunikation und Verkehr: Der Standort sollte gut zugänglich für Transport und Kommunikation zwischen Unternehmen sein.
- Versorgung (Suministros): Informationen über die Verfügbarkeit und die Kosten der Bau- und Energieversorgung (die Preise sind nicht überall gleich).
- Gesetzgebung: Kenntnis des rechtlichen Rahmens und der Finanzierungsbeschränkungen.
- Investition: Die Investitionen müssen entsprechend den wirtschaftlichen Zielen getätigt werden.
- Regionale Entwicklung: Bewertung der Entwicklung der gewählten Region.
Unternehmensdimension und Kapazität
Die Dimension bezieht sich auf die Produktionskapazität und wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt, wie die Anzahl der Arbeitnehmer, die Technologie oder den Markt.
Delokalisierung (Verlagerung)
Die Verlagerung der Produktion aus Industrieländern zugunsten von Entwicklungsländern, die ein deutlich niedrigeres Pro-Kopf-Einkommen und niedrigere Bevölkerungskosten aufweisen.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Herausforderungen und Merkmale von KMU
KMU weisen spezifische Funktionen und Herausforderungen auf:
- Geringes technisches Wissen in der Unternehmerausbildung.
- Geringe finanzielle Leistungsfähigkeit für den Zugang zu Finanzmärkten.
- Herausforderungen bei der fachlichen Qualifikation und Weiterbildung des Personals.
- Technologische Veralterung: Der Zugang zu neuer Technologie erfolgt nicht so schnell wie der technologische Fortschritt.
- Flexible Organisation und Kommunikation zwischen den Mitarbeitern.
- Erleichterte Integration der Personalentwicklung.
- Nutzung von Marktlücken, die von Großunternehmen vernachlässigt werden.
- Schaffung von Arbeitsplätzen.
- Mehr Ressourcen für das Betriebskapital.