Unterschiede westlicher und östlicher katalanischer Dialekte

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Unterschiede zwischen westlichen und östlichen katalanischen Dialekten

Westkatalanisch (Valencia-Dialekt und Nordwesten)

Klare Unterscheidung in der articulació der unbetonten Vokale. Erhaltung und stärkere Nutzung des Ton‑E, da einige Wörter aus dem Vulgärlatein dieses Ton‑E bewahren. Erhaltung des Diphthongs ua in Endungen; außerdem die Aussprache des Vokals in der Gruppe hinter ix und die etymologische Rückbildung unbetonter Vokale im Plural bei einigen Wörtern.

Ostkatalanisch (Roussillon‑Dialekt sowie nördliche, zentrale Gebiete, Balearen und Alguer)

Veränderungen in der articulació der unbetonten Vokale: stärkere Nutzung oder veränderte Realisierung des Ton‑E, da einige Wörter aus dem Vulgärlatein ein betontes é haben. Tendenz zur Reduktion des Diphthongs ua auf einen einzigen Vokal, emmudiment (Stummschaltung) bestimmter Segmente und die Gruppe hinter ix beeinflusst den Vokal nicht. Kein Einfluss der Etymologie auf den unbetonten Vokal im Plural bei einigen Wörtern.

Charakter: Nordwestlicher Dialekt

  • Bewahrung älterer Formen: schwache Pronomen stehen häufig vor dem Verb.
  • Bestimmte flache Verbformen und Inkoativ‑Konjugationen (insbesondere bei Verben der 3. Person) werden erhalten.
  • Indikativ und Konjunktiv Präsens behalten teilweise alte Endungen bei.

Charakter: Dialekt Valencia

Phonetisch zeichnet sich der valencianische Dialekt durch die Artikulation der finalen Konsonanten r und v sowie durch eine labiodentale Realisierung des v aus. Es gibt eine Tendenz zum intervokalischen Ausfall (insbesondere in bestimmten Suffixen). Man kann drei Abstufungen der Lokalisation beobachten sowie spezifische Formen bei weiblichen Possessivmerkmalen.

  • Schwache Pronomina stehen häufig vor den Verbformen.
  • Bestimmte Kombinationen zeigen in der ersten Person des Indikativ die Endung -e.
  • Der Konjunktiv Präsens bewahrt in Teilen alte Imperfekt‑Konjunktiv‑Endungen.
  • Sutilitza des Artikels vor lexikalischen Eigennamen ist vorhanden; es gibt gemeinsame lexikalische Elemente mit dem Nordwesten der Balearen, spanische Wörter gleicher Etymologie sowie Wörter mit mozarabischem Arabismus.

Charakter: Nord‑Dialekt oder Roussillon

Merkmale des östlichen Katalanisch umfassen eine Reduktion bzw. Schwächung bestimmter Vokale. Vokale neigen dazu, als geschlossenes e oder als geschlossenes u realisiert zu werden. Es gibt eine geschlossene Artikulationsgruppe mit einer Tendenz zur Auslassung des Wortendungslauts; bei proparoxytonen Wörtern (esdrúixoles) treten Verschiebungen der Betonung auf die folgende Silbe auf, wodurch untypische Formen entstehen können.

  • Verwendung von schwachen und unpersönlichen Verbformen.
  • Besonderheiten bei weiblichen Possessivpronomen.
  • Die erste Person des Indikativ zeigt charakteristische Endungen.
  • Negative Sätze werden häufig mit dem Partikel pas gebildet (frz. bzw. okzitanisch beeinflusster Gebrauch statt einfachem Negationsmuster).
  • Lexikalisch finden sich zahlreiche exklusive Wörter, geteilt mit anderen Dialekten, sowie zahlreiche Occitanismen und lehnsprachliche Einflüsse.

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