Ursachen und Akteure des Spanischen Bürgerkriegs

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Hintergründe und Ursachen vor 1930

  • 1) Prozess der Einführung der liberalen Revolution in Spanien: Dazu gehörten kriegerische Auseinandersetzungen wie die Karlistenkriege, der Caciquismo sowie die Verfolgung des Republikanismus.
  • 2) Haltung und Mentalität: Nach dem Verlust der Kolonien herrschte eine Einstellung vor, den betroffenen Status quo beizubehalten.
  • 3) Verzögerungen bei der ideologischen und wirtschaftlichen Modernisierung: Dies betraf vor allem den primären Sektor und Landreformen ohne Immobilienbesitz.
  • 4) Analphabetismus: Mangelnde Bildung und die Vorherrschaft der Kirche im Bildungswesen (l'ensenyament).
  • 5) Arbeiterideologien: Bauern und Arbeiter betrachteten die Sowjetrevolution als neue Perspektive (Nava) für ihre Interessen.
  • 6) Demokratische Reformen der Republik: Einführung des allgemeinen Wahlrechts sowie Arbeits- und Sozialverbesserungen.
  • 7) Faschismus: Aggressiver Nationalismus, Kapitalismus und das Einparteiensystem.
  • 8) Kommunistisches Modell: Orientierung an der UdSSR.

Die politischen Lager und Akteure

Es gab eine klare Trennung zwischen den Unterstützern der Republikaner und den Anhängern der Rebellen.

  • Esquerra (Linke): Sektoren wie PSOE, CNT und FAI. In Katalonien (Cataluña) waren die Esquerra-Kräfte vorherrschend (POUM, PSUC, CNT, FAI).
  • Rechte: Falange und die JONS (de las JONS).

Militärische Entwicklung und internationaler Kontext

Der Krieg begann nicht nur als Konflikt, sondern durch die militärische Spaltung in der UME (WWU) und der UMRA (Unión Militar Republicana Antifascista). Er gilt als Auftakt zum Zweiten Weltkrieg. Mächtige Sektoren wie Großgrundbesitzer (terratinents) und die Bourgeoisie unterstützten den Militärputsch, um die Veränderungen der Republikaner (FIGR) zu stoppen.

Bereits 1932 gab es einen Putschversuch (SOPs) aus dem militärischen Flügel unter Sanjurjo gegen die Republik. Spanien war fortan in zwei Lager (2 bandols) unterteilt.

Militärische Struktur

  • Rebellenarmee: Unterstützung durch Wagenlisten und Phalangisten.
  • Republikanische Armee: Bestand aus wenigen Soldaten, dafür aus freiwilligen Milizen und den Internationalen Brigaden.

Das Nichtinterventionsabkommen

Es wurde vereinbart (sacorda), keine der beiden Seiten zu unterstützen. Beteiligt waren Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, Portugal und die UdSSR. Dieser Konsens wurde jedoch gebrochen, da Deutschland, Portugal, Italien und die UdSSR jeweils Unterstützung für beide Seiten gaben (dunan).

Die Rolle der Kirche

Die Kirche (l'església) unterstützte die Aufständischen vom ersten Moment an. Sie stellte sich gegen den Flügel der Republikaner und qualifizierte den Konflikt als einen „Kreuzzug“. Es entwickelte sich der Nationalkatholizismus (nacionalcatolicismo), bei dem das Vaterland Religion und Gewalt vereinte.

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