Ursachen und Auswirkungen des Imperialismus: Eine globale Perspektive

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Ursachen des Imperialismus

Der primäre Faktor war die Expansion, die durch eine Reihe von Überlegungen geleitet wurde.

Marxistische Perspektive: Die Hegemonie des Kapitals führte die meisten europäischen Staaten zu einer protektionistischen Politik und territorialer Expansion. Beide Faktoren dienten dazu, den eigenen Markt vor ausländischer Konkurrenz zu schützen und neue Märkte für den Kapitalexport zu erschließen, um Gewinne zu erzielen und politische Kontrolle zur Sicherung der Investitionen zu gewährleisten.

Liberale Perspektive: Die Suche nach neuen Märkten und Investitionsmöglichkeiten für Überschüsse war die Hauptursache des Imperialismus. Die Unzulänglichkeit des heimischen Marktes, bedingt durch Armut, zwang große Unternehmen, Produkte und Kapital zu exportieren. Eine Lösung wäre die Steigerung der Löhne und damit die Nachfrage nach Gütern gewesen. Der Imperialismus war auch ein Mittel zur Aufrechterhaltung bestehender Marktstrukturen.

Die globale Wirtschaft

  • Europäische Exporte verdoppelten sich zwischen 1875 und 1914.
  • Europäische Exporte: 1820: 1%, 1913: 10%.
  • Die Exporte in die Kolonien betrugen ohne das Vereinigte Königreich nicht mehr als 9%.
  • Im Jahr 1900 nahmen die britischen Kolonien ein Drittel der britischen Exporte und ein Viertel der Importe auf.
  • Investitionen und Kredite aus dem Ausland erlangten Dynamik. Zwischen 1865 und 1914 wurden ¾ der Darlehen für Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen verwendet, 12% für die Industrie, 4% für Rohstoffgewinnung.
  • Die Investitionen verteilten sich wie folgt: Nordamerika 34%, Südamerika 17%, Asien 14%, Europa 13%, Afrika 11% und Ozeanien 11%.
  • Eine Erklärung für den massiven Kapitalexport war die Differenz zwischen den Zinssätzen in den exportierenden und importierenden Ländern.
  • Dies führte zu einer Verschuldung der importierenden Länder.
  • Während die Kreditvergabe in Nordamerika zu Wachstum führte, verschlechterte sich in anderen Ländern die wirtschaftliche Abhängigkeit.

Demografische Gründe

  • Das Wachstum der europäischen Bevölkerung führte zu großen Migrationsbewegungen.
  • Geographen, Historiker und andere Fachleute sahen in der kolonialen Expansion Möglichkeiten für Arbeitsplätze und eine bessere Lebensqualität.
  • Die Siedler konnten ihre Staatsbürgerschaft behalten, obwohl sie weit von ihrer Heimat entfernt waren.
  • Die demografische Schwäche Ozeaniens und Afrikas machte diese Gebiete zu bevorzugten Zielen für europäische Länder.

Ideologische und politische Gründe

  • Die Eroberung war mit dem Glauben an die Überlegenheit der Weißen verbunden.
  • Die Unterwerfung anderer Völker wurde als normal angesehen.
  • Die religiöse Eroberung wurde als von Gott vorherbestimmt betrachtet.

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