Ursprung, Merkmale und Struktur des Feudalismus (10.-13. Jh.)

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Ursprung des Feudalismus (10. bis 13. Jahrhundert)

Die Auflösung des Karolingerreiches und die innenpolitische Krise des Reiches waren wichtige interne Faktoren für die Entstehung des Feudalismus. Der wichtigste externe Faktor waren die **Wikingerinvasionen**, sowie die Einfälle der **Muslime** und **Magyaren** im 9. und 10. Jahrhundert n. Chr., die durch Plünderungen gekennzeichnet waren.

Diese Invasionen führten zum vollständigen Verschwinden des Handels, weshalb die Menschen Zuflucht in Festungen und Burgen suchten. Da die Könige nicht in der Lage waren, Schutz zu gewährleisten, entschieden sich lokale Machthaber (z. B. Herzöge), ihre militärische Macht auszubauen und autonome Einheiten zu gründen. Die Kontrolle der königlichen Macht wurde schwierig, und das Verschwinden der zentralen politischen Macht führte zur Entstehung des Feudalismus im 10. bis 13. Jahrhundert.

Merkmale des Feudalismus (Carac. Feuda)

  • Verknüpfung von Mensch-Mensch-Beziehungen (Herr-Vasall).
  • Privilegierte Domäne, basierend hauptsächlich auf einer Gruppe von Bauern und Kriegern.
  • Hierarchisierte Gesellschaft, die höhere Sprossen besetzt.
  • Dezentralisierung der politischen Macht.
  • Zersplitterung der Eigentumsverhältnisse.

Die Feudale Gesellschaft (Socied. Feu)

Die Gesellschaft war in drei Hauptstände unterteilt:

  1. Adel (Die Kämpfer): Verteidigte die Christenheit. Militärische Fähigkeiten waren ihr wichtigstes Merkmal. Bestand aus Herren und Vasallen des Königs.
  2. Klerus (Die Betenden): Stellte die Verbindung zwischen Gott und Mensch her und übernahm kulturelle und Bildungsfunktionen. Der Klerus war offen für alle sozialen Gruppen.
  3. Bauern (Die Arbeitenden): Hielten den Rest der Gesellschaft durch ihre Arbeit aufrecht. Bestand aus Leibeigenen (die durch Geburt oder Vererbung vom Herrn abhängig waren und auf einem Gut lebten) und freien Bauern.

Die kirchliche Ordnung

Die kirchliche Ordnung setzte Standards und Leitlinien für das Leben und die Arbeit der Kirche fest. Sie forderte die Erfüllung der Rolle, die dem Ruf der Bibel entsprach, und reagierte auf das eigene Bekenntnis.

Drei Ordnungen: dorisch, ionisch und korinthisch.

Beziehungen zwischen Herren und Vasallen

Soziale und wirtschaftspolitische Beziehungen wurden durch das Vasallentum etabliert.

Die Huldigung (Hommage)

Freie Männer (Vasallen) traten in den Dienst eines mächtigeren freien Mannes (Herrn). Der Vasall schwor dem Herrn Loyalität, und der Herr schwor dem Vasallen Schutz. Die Huldigung war eine Zeremonie und ein Pakt gegenseitiger Verpflichtungen.

Die Herren verpflichteten sich, den Vasallen das Lehen (Land) zu übergeben. Das Lehen erlaubte dem Vasallen, seinerseits zum Herrn zu werden. Die ersten Vasallen waren Grafen, Herzöge und Markgrafen, da sie Lehen von den Königen erhielten und so eine Hierarchie bildeten. Jeder freie Mann und Krieger war Vasall eines mächtigeren Mannes und Herr einer niedrigeren Kategorie.

Die Investitur

Die Investitur folgte auf die Huldigung. Der Herr verpflichtete sich, seinen Vasallen Schutz und Unterhalt zu gewähren, und übergab ihm symbolisch eine Handvoll Erde oder einen Blumenstrauß, ein Schwert oder ein Zepter.

Die Feudale Wirtschaft (Econ. Feudal)

Das Wirtschaftsleben stagnierte. Es herrschte Geldmangel und Armut, da das Land die einzige Quelle des Reichtums war (die Wirtschaft drehte sich um das Lehen).

Dies zwang kleinere Landbesitzer, ihr Land an stärkere Herren abzugeben, um Schutz zu erhalten. Die Bauern wurden in **Knechte** (die keine Freiheit hatten) und freie Bauern (Schurken) unterteilt.

Die Villikation (Kleinste Einheit)

Die Villikation war die kleinste Einheit der Ausbeutung und Organisation der Landarbeit. Sie produzierte Bier, Brot und Wein. Die Hälfte der Arbeit wurde als Ergebnis betrachtet, um zu überleben.

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