Ursprung städtischer Popmusik: Lounge, Theater, Vielfalt
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Lounge‑Musik und Salonmusik
Der Ursprung der städtischen populären Musik: die Lounge, Drama und Vielfalt
Urban Popmusik entwickelte sich hauptsächlich auf zwei Wegen: der Musikhalle und dem Theater.
Lounge-Musik
Unter Salon‑Musik verstehen wir jene Musik, die im 19. Jahrhundert an folgenden Orten auftrat: in den privaten Salons der Aristokratie, in kulturellen Einrichtungen wie Lyzeen, Hochschulen und Spielbanken, in denen Feste und Konzerte stattfanden, sowie in den zahlreichen Café‑Konzerten und in den städtischen Haushalten wohlhabender bürgerlicher Familien.
In diesen Salons wurde gesungen und vor allem Klavier gespielt.
In Spanien des 19. Jahrhunderts entstanden viele Lieder und Romanzen im Salonstil, ein Genre, das Klavier- und Gesangsarrangements aus Volksmusik, Oper und Operette mit eigenen Stücken vermischte, die von Komponisten oder Autoren geschrieben wurden.
Theater, Operette und Varieté
Theater: Der zweite Bereich der Entwicklung der populären Musik in Europa war das Theater, das zur Entstehung von Genres wie Oper, Musikhalle und Varieté beitrug.
In Frankreich wurde die Operette ein großer Erfolg, mit Autoren wie Jacques Offenbach (1819–1880). Die Operette breitete sich nach Wien aus, wo der Walzer dominierte, mit Komponisten wie Johann Strauss Jr., und nach Großbritannien mit Werken von Gilbert und Sullivan.
Die spanische Bühne: Zarzuela und musikalische Mischung
In Spanien, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dominierte das Theater mit theatralischen Operetten in zwei oder drei Akten, mit gesprochenen Passagen im Wechsel mit musikalischen Nummern des allgemeinen Geschmacks. Diese Stücke vereinten gesungene Nummern mit Dialogen, Elementen des andalusischen Gesangs, populären Coups sowie Tänzen wie Walzer, Mazurka oder Paso Doble.
Die Operette war ein musikalisches Phänomen, das sich in der spanischsprachigen Welt verbreitete. Zahlreiche Unternehmen, feste Ensembles oder wandernde Kompanien der spanischen Zarzuela waren das ganze Jahr über in den Hauptstädten präsent. Zarzuela erreichte ihre größte Popularität gegen Ende des Jahrhunderts, vor allem durch das sogenannte género chico.
Revistas, Varieté und internationale Einflüsse
Spanische Bühnen entwickelten außerdem frühe revistas (Revue) und Varieté. Diese Formen mischten Zirkus, Tanz, Magie, Witz und kurzweilige Lieder mit eingängiger Musik.
Aus der Gattung Revuen und Varietés, die im frühen 20. Jahrhundert unabhängig vom Theater wurden, entstand der spanische Volksliedstil, der unter dem Oberbegriff Pop-Song zusammengefasst wurde. Dieses Genre vermischte spanische Volksmusik mit internationalen Einflüssen wie Charleston, Foxtrot, Tango und Rumba.
Género chico und das Publikum
Género chico: Für das Theater waren kurze, einstündige Stücke typisch. Die Aufführungen waren preiswert, so dass auch ärmere Bevölkerungsschichten teilnehmen konnten; es war keine aufwendige Kleidung nötig. Dadurch erreichte die Musikbranche ein breites Publikum, und die Zarzuela wurde sehr populär.
Die Stücke wurden häufig in vier Vorführungen gespielt: die erste Vorstellung begann um 20:30 Uhr; die Zuschauer kamen oft als ganze Familie, und die letzte Vorstellung endete gegen 23:30 Uhr (11:30 Uhr abends). Das Teatro Apolo in Madrid war berühmt für seine vierstündigen Programme und wurde wegen dieser langen Aufführungsdauer vielfach genannt und diskutiert.
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