Ursprünge und Entwicklung der Presse – Geschichte & Genres
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Ursprünge und Entwicklung der Presse
Prensa – die Ursprünge der Presse sind eine Notwendigkeit für die Kommunikation in allen Gesellschaften. Sie sind eine charakteristische Form menschlicher Interaktion. Im 15. Jahrhundert aus dem Westen wuchs die Notwendigkeit, zu wissen und zu lernen, unter anderem durch die Geburt der Renaissance, die Entdeckung Amerikas und die Entwicklung des Handels im späten 15. Jahrhundert.
Frühe Informationsformen und Druckerzeugnisse
Seit dem 15. Jahrhundert gab es in Europa handschriftliche Nachrichten oder später auch E‑Mails bzw. elektronische Nachrichten zwischen Fürsten und Händlern. Gleichzeitig wurden gedruckte Broschüren und Booklets mit 4 bis 16 Seiten aufgelegt, die für die Verbreitung von Informationen wichtig waren. Diese frühen Druckerzeugnisse dienten der Information über wichtige Ereignisse und wirtschaftliche Entwicklungen.
Vom Flugblatt zur Zeitung
Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelten sich die ersten Zeitungen. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts entstand auf dem Gebiet der Information eine regelrechte Medienlandschaft: Gedruckte Berichte erstreckten sich auf alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens und prägten die journalistische sowie kulturelle Entwicklung.
Journalistische Genres und Funktionen
Journalistische Genres haben unterschiedliche Ziele:
- Informationsorientierte Genres berichten über die Ereignisse von Interesse und liefern Fakten.
- Interpretative Genres gehen über die reine Information hinaus, deuten Ereignisse und versuchen, Meinung zu bilden (z. B. Leitartikel, Kommentare).
- Mixed‑Genres kombinieren Informationen und Meinungen, zum Beispiel Reportagen mit subjektiven Einschätzungen.
- Weitere Formen sind Interviews, Chroniken und Reportagen, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen.
News, Chronik und Objektivität
Die objektive Darstellung aktueller Ereignisse ist ein zentrales Merkmal des Informationsgenres. Nachrichten (News) berichten über lokale, nationale oder internationale Ereignisse. Ihr Inhalt variiert, richtet sich jedoch an eine breite Öffentlichkeit und strebt in der Regel nach Objektivität.
Struktur einer Nachricht und die sechs W
Ein Nachrichtenstück hat eine mehr oder weniger feste Struktur, die häufig die sogenannten sechs W umfasst: Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie (die W‑6). Diese Elemente helfen, die grundlegenden Fragen zu beantworten und die Nachricht vollständig und verständlich zu machen.
Aufbau: Titel, Vorspann, Subheadline und Kern
Title / Titel: Die Überschrift gibt kurz und prägnant den Hauptinhalt der Meldung wieder und soll Aufmerksamkeit erzeugen.
Vorspann / Lead: Der Vorspann offenbart die wichtigsten Inhalte der Nachricht; seine Funktion ist es, die zentralen Aspekte zu sammeln und die Aufmerksamkeit des Lesers zu wecken. Er erscheint meist direkt unter dem Titel in Form eines Leads oder einer Subheadline.
Subheadline / Einführungsposition: Diese führt in die Nachricht ein und liefert die wesentlichen Daten oder die Entwicklung der Meldung. Sie ergänzt Titel und Lead und kann Kontext oder zusätzliche Fakten bieten.
Körper / Hauptteil: Der Körper besteht aus dem Rest der Geschichte. Hier werden Details, Hintergründe, Zitate und weiterführende Informationen ausgeführt, die das Thema vertiefen und vollständig darstellen.
Zusammenfassung
Die Presse hat sich aus frühen schriftlichen und gedruckten Formen entwickelt. Vom handschriftlichen Nachrichtenaustausch zwischen Herrschern und Händlern über Flugblätter und Broschüren bis hin zu den ersten Zeitungen im 17. und 18. Jahrhundert hat sich eine vielfältige Medienlandschaft etabliert. Journalistische Genres unterscheiden sich nach ihrem Ziel: Informieren, Interpretieren oder Meinungsbildung. Die Struktur von Nachrichten folgt dabei häufig den sechs W, unterstützt durch Titel, Vorspann, Subheadline und den ausführlichen Körpertext.