Ursprünge der Philosophie: Von Ägypten zu den Vorsokratikern

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Ursprünge der Philosophie und der rationale Diskurs

Die Philosophie entstand in Griechenland, einem Land, das den Handel mit der freien Meinungsäußerung Ägyptens pflegte. Das Jahr 585 v. Chr. markiert mit einer Sonnenfinsternis die Geburt der Philosophie.

Geburt des rationalen Diskurses: Mythos über den Logos

Der rationale Diskurs befasst sich mit der natürlichen Welt. Während Ägypten Errungenschaften wie Schreiben, Rechnen und Astronomie vorzuweisen hatte, regte Griechenland zum Nachdenken über Wissen an (filo-sofia).

Das Verstehen der Welt (Physis) und der Logos

Die Philosophen versuchten, die Welt (physis) durch den Logos – den rationalen Diskurs – zu verstehen. Ziel war es, die natürliche Welt durch natürliche Erklärungen zu verstehen und nicht durch göttliche oder übernatürliche Ursachen.

Unterscheidung zwischen Schein und Sein

(Esser unterscheidet zwischen Schein und Sein, was die Dinge tatsächlich sind, im Gegensatz dazu, wie sie erscheinen.)

  • Die Sinne bieten uns eine Vielzahl von Phänomenen und Erscheinungen, die kommen und gehen.
  • Dies führt zu der Annahme, dass es ein Grundprinzip geben muss, das unverändert bleibt, während der Wandel stattfindet.
  • Der Grund für die Suche nach der Arche (dem Grundprinzip aller Dinge).
Die Arche als universelles Prinzip

(Physis bezeichnet das universelle Prinzip aller Dinge, die gesamte Welt, den Kosmos oder die natürliche Welt, als Prozess der Selbstreflexion.)

Beginn des philosophischen Diskurses: Die Vorsokratiker

Der philosophische Diskurs begann in den Kolonien der Ionier und startete mit der Vorsokratischen Philosophie.

Die ersten Philosophen und ihre Arche

  • Thales: Das Prinzip (Arche) ist Wasser – alles kommt aus dem Wasser.
  • Schüler von Thales (Anaximander): Er diskutierte die Theorie, dass nicht Wasser die Ursache für alles sei. Laut ihm kommt alles vom Apeiron. Es gibt vier Elemente: Wasser, Feuer, Erde und Luft – diese sind Gegensätze. Das Apeiron bedeutet „alles im unendlichen Raum und ewig, ohne qualitative Bestimmung“.
  • Anaximenes: Er folgte Anaximander, aber seine Arche war die Luft. Die Luft kann kondensieren und sich verdünnen und so alle anderen Dinge hervorbringen.
  • Pythagoras: Geboren in Samos (Ionien), gründete er die Pythagoreer. Die Arche ist die Zahl. Die Musik spielte aus religiöser Sicht eine wichtige Rolle. Pythagoras aß kein Fleisch (Vegetarier), da er glaubte, alle Tiere hätten eine Seele.
Pythagoreische Lehren

Pythagoras führte Krisen bezüglich der Irrationalität ein. Er lehrte die Dualität – zwei Dinge in einem Körper (der physische Tod) und die Förderung der Reinkarnation (Seelenwanderung oder Metempsychose): Nach dem Tod gibt es eine andere Existenz für die Seele.

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