Valencianische Literatur und Theaterformen: Epochen und Autoren
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Kolloquium (Col·loqui)
Ein festlicher Dialog, oft in einfacher, volkstümlicher Sprache gehalten. Es handelt sich um eine gemeinsame Aufführung, die im Freien für ein breites Publikum stattfand.
Joseph Bernard i Baldoví (19. Jh.)
Er schrieb das erste bekannte Libretto (vermutlich „Der Almodis“, 1855) und veröffentlichte mehrere kurze Stücke des komischen Theaters.
Bekannte Werke von Baldoví
- „Die Jungfrau und der Bürgermeister Vicenteta Fabara“
- „Spricht auch nicht Patxi“ (1845)
Weitere Stücke (Sainetes)
- „Das Gericht Favara“
- „Österliche Vicenteta“
- „Das Treffen der Colau“
- „Pataques i Caragols“ (Kartoffeln und Schnecken)
- „Ein Fandanguet in Paiporta“
Sainete
Eine primitive Theaterform, die aus den Kolloquien hervorgegangen ist. Es handelt sich um kurze Stücke mit komischen Charakteren und Ereignissen, geschrieben in volkstümlicher Sprache.
Merkmale des Sainete
- Ursprünglich ein Akt, später drei Akte.
- Die Handlung ist oft alltäglich.
- Bevorzugung des ländlichen gegenüber dem städtischen Milieu.
- Die Autoren hatten oft eine geringere literarische Ausbildung.
- Viele Stücke sind zweisprachige, komische Skizzen.
- Der Erfolg war in der gesamten valencianischen Gesellschaft weit verbreitet.
Eduardo Escalante
Ausgewählte Werke
- „Der Prozess für mein Haus“
- „Blasen in der Eisbrühe“ (oder: Blasen in gefrorener Brühe)
- „Das Scheitern des Heiligen Joseph“
- „Die Xala“
- „Die Teufelstreppe“
- „Drei Fremde aus Madrid“
- „Die Mädchen vom Zwischengeschoss“
Literarische Erneuerung um 1909
Autoren
Daniel Martínez Ferrando, Miguel Durán i Tortajada, Josep Maria Bayarri, Jacint Mustieles, Maria Maximilià Alloza, Rubén Darío, Verdaguer, Maragall.
Merkmale der Bewegung
- Erneuerung des Wortschatzes, der Strophenformen, der Metrik und der Themen.
- Der Dichter soll sich durch Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Intimität ausdrücken.
- Der Ruhm der Vergangenheit soll als Plattform dienen, um eine neue Zukunft zu gestalten.
Kulturelle Entwicklung in Valencia (ca. 1930)
Ziele: Raum für Kunst in Valencia
- Schaffung einer soliden kulturellen Infrastruktur in der valencianischen Gesellschaft.
- Verbreitung europäischer Trends und Erneuerung der valencianischen Kunst.
- Überwindung der von der Renaissance verherrlichten Themen.
- Wiederherstellung der Bedeutung Valencias in allen Bereichen.
- Förderung der Kultur durch die Schirmherrschaft der valencianischen Bourgeoisie.
Literarische Merkmale
- Assimilation der ästhetischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts.
- Verwendung von Metaphern.
- Schreiben in freien Versen.
Die Nachkriegszeit (Literatur)
Thematische Tendenzen
- Tendenz zu Symbolik und Intimität.
- Existenzialistische Themen.
- Reflektierender Diskurs.
- Neigung zu expressiver Verschlossenheit.
- Religiöse und moralische Inspiration.
Wichtige Autoren
Xavier Casp, Rafael Villar, Jaume Bru i Vidal, John Carpenter, Joan Valls Jordà, Vicent Andrés Estellés.
Symbolismus
Die Wirklichkeit wird durch symbolische Anspielungen dargestellt, wobei die dichterische Sprache und das Wort im Vordergrund stehen.
Existenzialismus
Die vorrangigen Themen konzentrieren sich auf die menschliche Person und ihre Existenz.