Variation der Arten: Kontinuierlich vs. Diskontinuierlich

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Variation der Arten

Die Variation kann als Manifestation von Unterschieden zwischen Individuen derselben Art definiert werden. Die Hauptursachen sind genetische Variationen sowie abrupte Veränderungen durch ererbte Mutationen und genetische Rekombination. All diese Variationen sind auf genotypische und phänotypische Unterschiede sowie auf Umweltfaktoren zurückzuführen.

Das bedeutet: Individuen einer Art sind einander in den meisten Merkmalen, die ihre Zugehörigkeit zu dieser Spezies bestimmen, ähnlich. Trotzdem kann sich ein Individuum einer bestimmten Art in mindestens einigen Merkmalen von anderen Individuen derselben Art unterscheiden. Zum Beispiel kann eine Maus schwarz, braun oder weiß sein, unterschiedliche Ohrenformen oder Schwanzlängen aufweisen, bleibt aber immer als Maus erkennbar, unabhängig von solchen Veränderungen.

Eine Variation im Erbgut erzeugt eine entsprechende Variation im Phänotyp, wenn das Merkmal dominant ist, oder sie kann erst im Phänotyp eines Nachkommen erscheinen, wenn das Gen rezessiv ist.

Typen von Variationen

Kontinuierliche Variation

Eine kontinuierliche Variation liegt vor, wenn ein bestimmtes Merkmal des Phänotyps Ausprägungen aufweist, die sich nur geringfügig voneinander unterscheiden. Beispiele hierfür sind Haar- oder Hautfarben in verschiedenen Farbtönen.

Diskontinuierliche Variation

Die Variation ist diskontinuierlich, wenn der Charakter klar abgegrenzt und genetisch eindeutig identifizierbar ist; eine Veränderung während der Lebensdauer des Individuums ist hierbei nicht möglich:

  • Ein Zwergwuchs lässt sich nicht durch Ernährung korrigieren.
  • Ein Albino kann durch Sonnenlicht keine Hautbräunung entwickeln, da die Melaninproduktion fehlt.
  • Das Geschlecht ist – abgesehen von seltenen Ausnahmen – eindeutig männlich oder weiblich, ohne Zwischenformen.
  • Die vier großen Blutgruppen (A, B, AB, 0) lassen sich nicht vermischen; ein Individuum gehört immer einer dieser Gruppen an, ohne eine Zwischenform.

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