Das Verb: Definition, Merkmale und Konjugation
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Artikel 3: Das Verb
Das Verb ist eine Wortklasse, die auf drei Arten definiert werden kann:
- Semantisch: Zeigt Handlungen (z. B. „springen“), Prozesse (z. B. „wachsen“) oder Zustände (z. B. „sein“) an.
- Morphologisch: Besteht aus Lexem und Morphem. Es umfasst Flexionsformen wie Person, Numerus, Tempus, Modus, Aspekt und Genus Verbi (Stimme).
- Syntaktisch: Bestimmt die Struktur des Satzes durch die Verb-Morphologie.
Morphologie des Verbs
Die Struktur setzt sich zusammen aus dem Lexem (Stamm), dem Vokal, dem Modus- und Tempus-Kennzeichen sowie den Endungen für Person und Numerus.
Grammatische Kategorien
- Zeit (Tempus): Gibt an, ob die verbale Handlung vor, während oder nach dem Sprechzeitpunkt stattfindet (Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft).
- Modus: Markiert das persönliche Engagement des Sprechers. Dazu gehören der Indikativ, der Subjunktiv (Modus für Wahrscheinlichkeit oder Möglichkeit) und der Imperativ (Befehle oder Bitten).
- Aspekt: Bestimmt den internen Prozess der Handlung. Perfektiv (abgeschlossene Aktion, z. B. „sang“) oder Imperfektiv (nicht abgeschlossene Aktion, z. B. „war am Singen“).
- Person und Numerus: 1., 2., 3. Person im Singular oder Plural.
- Stimme (Genus Verbi): Drückt aus, ob das Subjekt die Handlung ausführt oder erleidet.
- Aktiv: Normale Konjugation (Subjekt handelt).
- Passiv: [Subjekt + Verb „sein“ + Partizip]. Beispiel: „Der Feuerwehrmann rettete die Katze“ (Aktiv) vs. „Die Katze wurde von den Männern gerettet“ (Passiv).
Konjugationsformen
Indikativ
Präsens (ich kehre zurück), Präteritum Imperfekt (ich war), einfaches Perfekt (gebrochen), einfache Zukunft (Beginn), Konditional I (antwortete), Perfekt, Plusquamperfekt, Futur II.
Subjunktiv
Präsens, Präteritum Imperfekt, einfache Zukunft, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur II.
Unpersönliche Formen und Imperativ
- Imperativ: Singe!
- Infinitiv: singen, gesungen haben.
- Gerundium: springend.
- Partizip: gesprungen.
Unregelmäßige Verben
Diese weichen von den Standardkonjugationen ab:
- Irregularität im Lexem:
- Durch Diphthongierung: Tonische Vokale ändern sich (z. B. e zu ie bei „pensar“ – „pienso“).
- Vokalwechsel (e zu i oder u, z. B. „dormir“ – „durmamos“).
- Konsontantenwechsel (z. B. c zu g).
- Zusatz eines Konsonanten oder Vokals (z. B. „bringen“).
- Entfernen von Elementen.
- Mehrere Lexeme (Suppletivwesen): z. B. „sein“, „war“, „gewesen“.
- Unregelmäßigkeiten in den Desinenzen (Endungen): Diese treten oft in der 1. und 3. Person Singular auf. Einige Verben fügen ein „y“ in der 1. Person Singular Präsens hinzu (z. B. „doy“, „voy“).
Verbale Periphrasen
Eine Verbindung von zwei Verben mit syntaktischer Funktion, die als ein Verb fungiert. Sie fügen Bedeutungsnuancen hinzu, die Endungen allein nicht ausdrücken können (Möglichkeit, Verpflichtung, Beginn oder Durchführung einer Maßnahme). Beispiel: „Sie müssen sich anstrengen.“
Klassen der Periphrasen
- Modal (Art und Weise):
- Verpflichtung: [haber de + Infinitiv, haber que + Infinitiv, tener que + Infinitiv].
- Wahrscheinlichkeit oder Zweifel: [deber de + Infinitiv, poder + Infinitiv, venir a + Infinitiv].
- Aspektuell:
- Inchoativ (Beginn): [echarse a + Infinitiv, ponerse a + Infinitiv, romper a + Infinitiv].
- Einkommen/Absicht: [ir a + Infinitiv, pasar a + Infinitiv, estar para + Infinitiv] (Angabe des Zwecks).
- Resultativ (Ende/Ergebnis): [estar + Partizip, tener + Partizip, dejar + Partizip, quedar + Partizip].
- Durativ (Verlauf): [estar + Gerundium, ir + Gerundium, venir + Gerundium].