Verbale Umschreibungen und semantische Beziehungen

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Die verbalen Umschreibungen

Der Emittent drückt Nuancen wie Verpflichtung, Möglichkeit oder Zweifel aus. Hierbei greift er auf Verbkombinationen zurück.

Diese bestehen aus einem Hilfsverb, das seine ursprüngliche Bedeutung ganz oder teilweise verloren hat, gefolgt von einem Infinitiv, einem Gerundium oder einem Partizip, welche die Grundbedeutung der Paraphrase liefern.

1. Modale Umschreibungen

Diese drücken aus:

  • Verpflichtung: Der Sprecher betont die Notwendigkeit der Handlung (z. B. haben + zu + Infinitiv, deber + Infinitiv).
  • Möglichkeit oder Vermutung: Der Sprecher drückt Unsicherheit oder eine bloße Vermutung aus (z. B. können + Infinitiv, wollen + Infinitiv).

2. Aspektuelle Umschreibungen

  • Inchoativ: Der Beginn einer Handlung (z. B. anfangen + zu + Infinitiv).
  • Imminent: Die Aktion steht kurz bevor (z. B. gehen + zu + Infinitiv).
  • Durativ: Die laufende Aktion in ihrer Entwicklung (z. B. sein + Gerundium).
  • Resultativ: Die Aktion ist beendet oder das Ergebnis einer vorherigen Handlung (z. B. haben + Partizip).

Semantische Beziehungen

Wir sprechen von Homonymie und Polysemie, wenn ein Wort mehrere Bedeutungen hat.

  • Polysemie: Ein Wort mit einem gemeinsamen Ursprung und verschiedenen Bedeutungen, die sich auf eine Grundbedeutung beziehen.
  • Allgemeinwörter: Wörter, die so häufig verwendet werden, dass sie ihre präzise Bedeutung verlieren und vage werden.
  • Homonymie: Wörter, die in ihrer Form übereinstimmen, aber unterschiedliche Ursprünge haben.
    • Homographen: Gleiche Schreibweise und Aussprache.
    • Homophone: Gleiche Aussprache, aber unterschiedliche Schreibweise.

3. Hyperonymie und Hyponymie

Hierbei umfasst ein Wort die Bedeutung eines anderen. Basierend auf dieser Beziehung sprechen wir von Hyponymen (Unterbegriffen) und Hyperonymen (Oberbegriffen).

4. Die Antonymie

Antonyme bezeichnen Wörter mit entgegengesetzten Bedeutungen:

  • Graduelle Antonyme: Zwischen den Begriffen gibt es Abstufungen.
  • Komplementarität: Die Verneinung des einen Begriffs impliziert den anderen.
  • Reziprozität (Gegenseitigkeit): Ein Begriff setzt den anderen voraus.

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