Verdauungsprozesse: Absorption, Egestion und Störungen
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Die Absorption
Als Ergebnis der Verdauung werden Nährstoffe gewonnen, deren geringe Größe es ihnen ermöglicht, die Wände des Verdauungstraktes zu passieren und ins Blut zu gelangen. Diesen Vorgang nennt man Absorption.
Die meisten Stoffe werden im Jejunum und Ileum (Dünndarm) resorbiert. In diesen Abschnitten sind die inneren Wände des Dünndarms stark gefaltet und bilden Zotten. Innerhalb dieser Zotten werden die verdauten Substanzen von Blutgefäßen aufgenommen und an alle Zellen des Körpers verteilt.
Egestion (Ausscheidung)
Nicht absorbierte Stoffe gelangen durch die Peristaltik der Wände in den Dickdarm. In diesem Teil wird fast das gesamte Wasser und Mineralsalze absorbiert, sodass die Rückstände der Verdauung eindicken und zu Stuhl werden.
Im Dickdarm gibt es auch eine große Anzahl von symbiotischen Bakterien, die Gärungsprozesse durchführen und nicht absorbierte Reste zersetzen. Dabei synthetisieren die Bakterien einige Vitamine (wie B oder K), die ebenfalls absorbiert werden, und produzieren Gase (Blähungen), die den schlechten Geruch des Kots verursachen.
Schließlich sammelt sich der Stuhl im letzten Abschnitt des Darms, dem Rektum (Mastdarm). Von dort wird er in regelmäßigen Abständen durch den After nach außen ausgestoßen. Dieser Vorgang wird Egestion genannt.
Verdauungsstörungen
Die Ursachen von Erkrankungen des Verdauungssystems sind sehr vielfältig. Einige scheinen eine erbliche Komponente zu haben, obwohl ein Großteil auf verschiedene Faktoren wie Stress, unzureichende Ernährung, Tabak oder Alkohol zurückzuführen ist. Der überwiegende Teil dieser Erkrankungen kann durch bestimmte Präventivmaßnahmen, wie die Einhaltung einer angemessenen Ernährung und die Pflege gesunder Lebensgewohnheiten, verhindert werden.
Einige der häufigsten Erkrankungen des Verdauungssystems sind:
- Karies
- Verstopfung
- Geschwüre
- Gastroenteritis
- Leberzirrhose
Karies (Zahnfäule)
Karies ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird und das harte Zahngewebe (Schmelz, Dentin und Zement) betrifft. Bakterien im Mund ernähren sich von aufgenommenen Kohlenhydraten und produzieren Säuren, die Hohlräume in den Zähnen verursachen. Die besten Mittel zur Vorbeugung von Karies sind die Reduzierung des Konsums von Süßigkeiten, das Zähneputzen nach jeder Mahlzeit und vor dem Schlafengehen sowie regelmäßige Zahnarztbesuche.
Verstopfung (Obstipation)
Verstopfung ist eine Erkrankung, die die Darmentleerung behindert. Sie entsteht durch eine zu hohe Wasseraufnahme durch den Darm, was zu trockenem, hartem Stuhl führt. Die Ursachen sind vielfältig, darunter Stress, bestimmte Medikamente und eine Ernährung mit geringem Anteil an pflanzlichen Fasern.
Geschwüre
Geschwüre sind offene Wunden an den Innenwänden des Verdauungstrakts. Sie treten vor allem im Magen und im Zwölffingerdarm auf. Ihre Ursachen sind vielfältig, darunter Stress und eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori.
Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung)
Gastroenteritis ist eine Entzündung der inneren Schleimhäute von Magen und Darm. Sie wird hauptsächlich durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien verursacht und äußert sich in Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Diese Entzündung führt dazu, dass ein Großteil des Wassers und der Salze nicht im Darm resorbiert wird, wodurch der Kot sehr flüssig ist.
Leberzirrhose
Die Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, die einen fortschreitenden Tod des Lebergewebes zur Folge hat, was zu Fehlfunktionen der Leber führt. Viele Fälle von Leberzirrhose werden durch übermäßigen Konsum von Alkohol verursacht.