Die Verfassung von 1869: Ein Meilenstein der Demokratie

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Die Verfassung von 1869

A) Verkündung der neuen Verfassung

Im Juni 1869 wurde die neue Verfassung verkündet, die sowohl demokratische als auch monarchistische Elemente enthielt. Diese Verfassung blieb bis 1873 in Kraft, als die Erste Republik (1873-1874) ausgerufen wurde.

B) Die ersten demokratischen spanischen Verfassungen

Die Verfassung führte ein System der Monarchie ein, das auf dem Grundsatz der nationalen Souveränität beruhte. Sie beinhaltete einen umfassenden Gesetzentwurf der Rechte und Freiheiten des Einzelnen, der durch die Verfassung geschützt war. Dazu gehörten das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, das Geschworenengericht, das allgemeine direkte Wahlrecht für Männer über 25 Jahren sowie die Freiheit der Religionsausübung.

C) Gewaltenteilung und Dezentralisierung

Die Verfassung basierte auf den Prinzipien der Gewaltenteilung und Dezentralisierung. Die Gerichte setzten sich aus zwei Kammern zusammen: dem Kongress der Abgeordneten und dem Senat, die in allgemeinen Wahlen gewählt wurden. Diese Institutionen übernahmen die vollständige Verantwortung für die Verabschiedung von Gesetzen und die legislative Initiative. Die Exekutive, gemäß der britischen Formel, herrschte durch den König, der jedoch nicht regierte, sondern von den zuständigen Ministern in den Cortes unterstützt wurde.

D) Unabhängigkeit und Demokratisierung der Justiz

Die Verfassung gewährleistete die Unabhängigkeit und Demokratisierung der Justiz, regelte die justiziellen Karrierewege und die Wettbewerbe zur Ernennung von Juroren. Sie legte auch die demokratische Wahl der Stadträte und der Bezirksräte fest.

E) Freiheit der Religion

Die Verfassung erklärte die Freiheit der Religion.

F) Opposition und Herausforderungen

OP. AMADEO SAVOY: 1. Die Aristokratie und das königliche Paar berücksichtigten die Interessen fremder Könige. 2. Die katholische Kirche, insbesondere ihre Hierarchie, stellte sich gegen die Frage der Religionsfreiheit. 3. Der große Adel, der das Land von seinen politischen Machtzentren aus kontrollierte, fürchtete, dass sein Recht auf Privateigentum in Frage gestellt werden könnte. 4. Die finanzielle und industrielle Bourgeoisie, insbesondere die Großgrundbesitzer in Kuba und Geschäftsleute mit kolonialen Interessen, fühlten sich durch den Aufstieg der Arbeiterbewegung und die Absicht, die Sklaverei in den Kolonien abzuschaffen, bedroht. Diese Gruppen standen in Verbindung mit der republikanischen alfonsinischen Partei und bildeten eine wichtige Minderheit, die sich gegen die monarchische Lösung aussprach und sich für die Bundesrepublik einsetzte.

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