Verfassungsrechtliche Prinzipien der Besteuerung: Messprinzipien und Rechtssicherheit
Zusammenfassung
Der Text erläutert die verfassungsrechtlichen Prinzipien der Besteuerung, insbesondere die Messprinzipien der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der materiellen Gleichheit, der Allgemeinheit, der Legalität und der Rechtssicherheit sowie das Verbot der Willkür. Man erfährt, warum Steuern nur auf gesetzlicher Grundlage erhoben werden dürfen und welche Bedingungen Normen erfüllen müssen, damit Rechtssicherheit besteht.
Kernpunkte
- Der Steuerbeitrag soll sich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bürger richten.
- Das Prinzip der Legalität besagt, dass die Quelle der finanziellen Regelung ausschließlich das Recht ist.
- Rechtssicherheit verlangt, dass Normen zugänglich, angemessen in der Form, korrekt angewendet und gerichtlich geschützt sind.
- Zugängliche Normen sind in ausreichender Zahl vorhanden, über die Zeit stabil, klar und logisch formuliert.
- Maßnahmen dürfen nicht willkürlich motiviert sein (Verbot der Willkür).
- Laut Text sind Verhältnismäßigkeit und Progression nicht miteinander vereinbar.
4) Das Bestehen verfassungsrechtlicher Prinzipien der Besteuerung
A) * Messprinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
Dieses Prinzip legt fest, dass sich der Beitrag der Bürger nach deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit richten muss. Dies erfordert eine Messung, die dem Prinzip der Gleichbehandlung entspricht und steuerlich umsetzbar ist. Die gesetzgebende Gewalt darf niemals Steuern erheben, ohne die wirtschaftliche Fähigkeit zu berücksichtigen. Dieses Messprinzip beruht auf dem Streben nach Wohlstand.
B) * Messprinzip der materiellen Gleichheit
Dieses Prinzip zielt darauf ab, Gleichheit beim Wert aus dem Geschäftsjahr zu gewährleisten und die Beseitigung von Ungleichheiten zu fördern.
C) * Messprinzip der Allgemeinheit und Gleichstellung
Die Gleichstellung soll für alle gefördert werden, unter Beibehaltung der Kriterien der Souveränität und Territorialität. Dieses Messprinzip wird durchbrochen, wenn der Gesetzgeber Ausnahmen zulässt, selbst wenn dies die Durchsetzbarkeit gewährleistet. Die Freistellung gilt nicht für individuelle Anpassungen. Der Gesetzgeber berücksichtigt Allgemeinheit und Gleichheit auch in Bezug auf die Eskalation, d.h. eine deutlich höhere steuerliche Belastung bei höherer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Es ist wichtig, zwischen Verhältnismäßigkeit und Progression zu unterscheiden, da beide nicht vereinbar sind: Wenn Progression vorliegt, gibt es keine Verhältnismäßigkeit.
D) * Messprinzip der Legalität
Die Quelle der finanziellen Regelung ist ausschließlich das Recht. Dieses Messprinzip wurde eingeführt, um die Trennung der Zuständigkeiten nach der Einführung der Kirche zu begründen, die Steuern unter dem Motto „No taxation without representation“ erhob.
E) * Messprinzip der Rechtssicherheit
Das Messprinzip ist ein Element des sozialen Lebens. Die Rechtssicherheit wird verletzt, wenn man willkürlich handelt. Sie ist dann gegeben, wenn sie das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Normen sichert. Die Regeln müssen folgende Bedingungen erfüllen:
- a) Zugänglich im Inhalt: Sie müssen in ausreichender Zahl vorhanden, über die Zeit stabil, klar und logisch ausgedrückt sein.
- b) Angemessen in der Form: Sie müssen die verfassungsrechtlichen Beschränkungen bei der Änderung beachten.
- c) Korrekt in der Anwendung: Die korrekte Anwendung der Normen ist gewährleistet, wenn keine Willkür oder Diskretionalität besteht.
- d) Gerichtlich geschützt für ihre Wirksamkeit: Der Rechtsschutz besteht, wenn ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Umsetzung der Politik gewährleistet ist. Hierfür sind die richterliche Unabhängigkeit bei der Normauslegung, geringe Kosten in einem Rechtsstreit, kein Widerspruch in den Resolutionen und die Achtung der endgültigen Entscheidung erforderlich.
F) * Verbot der Willkür
Maßnahmen dürfen nicht gegen dieses Messprinzip motiviert sein.
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Was besagt das Messprinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit?
Es legt fest, dass sich der Beitrag der Bürger nach deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit richten muss. Die Messung soll dem Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechen und steuerlich umsetzbar sein.
Worauf beruht das Messprinzip der Legalität?
Die Quelle der finanziellen Regelung ist ausschließlich das Recht. Das Prinzip wurde eingeführt, um die Trennung der Zuständigkeiten zu begründen, unter dem Motto „No taxation without representation“.
Welche Bedingungen müssen Normen für Rechtssicherheit erfüllen?
Sie müssen zugänglich im Inhalt sein, angemessen in der Form, korrekt in der Anwendung und gerichtlich geschützt. Dazu gehören richterliche Unabhängigkeit und die Achtung der endgültigen Entscheidung.
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