Vergil und Ovid – Leben, Werke und Bedeutung

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Vergil: Leben und Werke

Vergil: Er wurde in der Nähe von Mantua geboren und perfektionierte sein Studium der Rhetorik in Rom. Er gewann die Freundschaft eines Mäzens und räumte ein, dass sein Kreis die Poesie förderte. Er widmete sich außerdem dem Studium der Philosophie und dem Verfassen von Dichtung. Immer gehalten im 'ERT Aore rirañ' oder 'Satin MP'. Er war nie zu sehr an städtische Umgebungen gebunden. Vergil starb nach einer Reise nach Griechenland; seine Rückkehr und das Erscheinen der Aeneis blieben von Kritik an einigen Unvollkommenheiten begleitet.

Bucolica (Eklogen)

Bucolica: Zehn kurze Gedichte über das pastorale Leben. Die Hirten singen von Liebe und ihren Sorgen; manchmal treten sie in poetischen Wettbewerben gegeneinander an. Von diesen Eklogen hat die vierte ein besonderes Interesse, weil sie bereits auf das Goldene Zeitalter hinweist: Es wird erwähnt, dass ein Kind geboren werde, das die Eisenzeit verdrängt, am Leben der Götter teilnimmt und eine befriedete Welt sieht. Es heißt, das "Goldene Zeitalter" werde kommen, wenn das Kind erwachsen sei (Anspielung auf Christus).

Georgica (Georgiken)

Georgica: Ein Gedicht in vier Büchern über die Landwirtschaft:

  • 1. Buch: Allgemeine Kultivierung der Felder.
  • 2. Buch: Anbau von Reben, Oliven- und Obstbäumen; Lob des bäuerlichen Lebens.
  • 3. Buch: Viehzucht und Tierhaltung mit einer Episode über Schädlinge und Probleme bei Tieren.
  • 4. Buch: Leben und Haltung der Bienen (Bienenzucht).

Die Georgica wurden auf Veranlassung eines Gönners geschrieben, der eine fruchtbare Agrarpolitik plante. Das Werk variiert in Ton und Material mit zahlreichen Abschweifungen und technischer Ausführlichkeit. Es verfolgt zwei Zwecke: Poesie zu schaffen und Anreize für die Rückkehr zum landwirtschaftlichen Leben zu geben. Damit trug es zur Agrar- und Moralpolitik des Augustus bei.

Aeneis: Inspirationen

Aeneis – Dreifache Inspiration:

  1. Homerische Einflüsse: Die ersten sechs Bücher sind von der Odyssee inspiriert (Reiseberichte), die letzten sechs schöpfen aus der Ilias (Kriegserzählungen). Vergil nutzt und kombiniert diese Einflüsse, um die Figur des Aeneas zu gestalten.
  2. Legendäre Vergangenheit: Vergil sucht nach dem Ursprung der Herrschaft des Augustus in Rom und konstruiert einen heroischen Vorfahren der julischen Familie, oft als Sohn eines göttlichen Wesens dargestellt; so wird die göttliche Herkunft der Familie Iulia historisch gerechtfertigt.
  3. Vergils Persönlichkeit: In der Dichtung spürt man seine Liebe zur Natur und seine lebensnahe Darstellung von Charakteren: fromm, mutig und treu.

Ovid: Leben und Werke

Ovid: Er wurde in eine wohlhabende Familie hineingeboren und übersiedelte früh nach Rom. Er studierte Rhetorik und reiste später nach Griechenland. Nach seiner Rückkehr nach Rom entschied er sich, der Dichtung zu widmen. Er war mehrmals verheiratet und geschieden; in einer späteren Beziehung fand er die Liebe seines Lebens.

Ovid war ein erfolgreicher Dichter; allerdings wurde er im Jahr 8 n. Chr. ins Exil an die Ufer des Schwarzen Meeres (Tomis) verbannt. Die Gründe für dieses Exil sind nicht vollständig geklärt. Er starb im Exil, nachdem er in Gedichten Augustus und Tiberius um Verzeihung gebeten hatte.

Jugendwerke (erotische Dichtung)

  • Amores: Sentimentale Liebesgeschichten mit einer weiblichen Pseudonym-Gestalt (Corinna); der Dichter beschreibt zahlreiche amouröse Beziehungen.
  • Heroides: Fiktive Briefe berühmter Frauen an ihre abwesenden Ehemänner oder Geliebten; die Briefe geben Stimmen an Heldinnen und spiegeln die Atmosphäre römischer Matronen wider.
  • Ars Amatoria: Lehrgedicht über die Kunst der Liebe, wie man Liebe gewinnt oder erhält; aufgrund seines Inhalts vielfach kontrovers diskutiert.

Spätere Werke (pädagogische Dichtung)

  • Metamorphosen: Fünfzehn Bücher, die zahlreiche Verwandlungsgeschichten erzählen (Menschen, Tiere, Pflanzen, Sternbilder). Hervorzuheben sind die reichhaltigen Beschreibungen und die poetische Behandlung von Wunder und Monstrosität.
  • Fasti: Eine chronologische Darstellung von römischen Festen und Ritualen, angelegt nach dem Kalender.

Werke des Exils (Schmerz und Klage)

  • Tristes: Gedichte, in denen Ovid seine Missgeschicke und seine Traurigkeit schildert; oftmals klagend und persönlich.
  • Epistulae ex Ponto (Pòntiques): Briefe und Gedichte aus dem Exil, gewidmet seiner Frau Fabia und an Freunde gerichtet; in ihnen wird um Fürsprache bei Augustus gebeten, damit das Exil aufgehoben werde.

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