Vergleich der griechischen und römischen Kunst

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Allgemeine Merkmale der griechischen Kunst

  • Realismus: Eine Kunst, die sich an der Realität orientiert, jedoch nicht rein naturalistisch ist.
  • Studium: Die Kunst wird von Künstlern theoretisch und praktisch durchdrungen, sowohl in der Architektur als auch in der Skulptur.
  • Einflüsse: Neben kretisch-mykenischen Überresten und östlichen Einflüssen dominieren vor allem eigene, griechische Beiträge.
  • Teamarbeit: Werke, insbesondere in der Architektur, entstehen durch organisierte Teams unter der Leitung eines Meisters, was zu hoher Perfektion führt.
  • Philosophie und Religion: Stark geprägt durch einen anthropomorphen Polytheismus (z. B. Zeus, Athene), was sich in einer mythologisch orientierten Skulptur widerspiegelt.
  • Polis: Die Entwicklung der Stadt (Polis) ist zentral für das künstlerische Schaffen.

Allgemeine Merkmale der römischen Kunst

  • Funktionalität: Eine Kunst, die nicht nur betrachtet, sondern genutzt werden soll. Architektur steht im Vordergrund; Skulptur und Malerei dienen oft der architektonischen Gestaltung.
  • Materialästhetik: Die römische Kunst betont die Schönheit der verwendeten Materialien als eigenständiges Thema.
  • Heilige Kunst: Religiöse Szenen und historische Erzählungen werden oft in Kapitellen oder Reliefs verarbeitet.

Gesetzmäßigkeiten der römischen Kunst

  • Funktionsgesetz: Dekorative Elemente (wie monströse Köpfe an Kapitellen) unterstreichen die architektonische Rolle.
  • Materialgesetz: Spiel mit Ebenen und parallelen Strukturen.
  • Symbolgesetz: Gewölbebau in Kirchen zur Erfüllung spiritueller Rollen; Stein, Holz und Metall gelten als göttliche Schöpfungen.

Griechische und römische Architektur

Römische Architektur

  • Monumentalität: Geprägt durch Größe und die Idee der Unsterblichkeit des Reiches.
  • Utilitarismus: Praktisch und funktional; Entwicklung ziviler und militärischer Bauten (Basiliken, Bäder).
  • Dynamik: Einsatz von Bogen und Kuppel.
  • Materialvielfalt: Stein, Beton, Ziegel und Mauerwerk; oft verkleidet mit Stuck, Marmor oder Fliesen.
  • Säulenordnungen: Verwendung der toskanischen, ionischen und korinthischen Ordnung, oft kombiniert in einem Gebäude.

Griechische Architektur

  • Sturzbauweise: Grundsätzlich eine Architektur des Architravs (Sturz), ohne Verwendung von Gewölben.
  • Harmonie: Ausgewogene Proportionen und mathematische Maßverhältnisse.
  • Perfektion: Ergebnis kollektiver Teamarbeit mit Fokus auf ästhetische Harmonie.
  • Material: Bevorzugt Stein und Marmor, ursprünglich oft farbig gefasst (Polychromie).

Skulptur und Malerei

Römische Skulptur

  • Porträt und Relief: Fokus auf historische Erzählungen und realistische Porträts.
  • Einflüsse: Mischung aus etruskischem Realismus und griechischem Idealismus.

Malerei

  • Römische Malerei: Häufige Verwendung von Fresken, Enkaustik und Tempera. Fokus auf dekorative Wandmalerei, Landschaften und mythologische Szenen.
  • Griechische Malerei: Bekannt vor allem durch Vasenmalerei und antike Berichte; Techniken wie Enkaustik und Tempera wurden angewandt.

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