Vergleich: Nietzsche und Ortega zur Philosophie
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Beziehungsstatus: Nietzsche
Nietzsche bezieht sich auf einen früheren Autor, im Gegensatz zu einem aktuellen und modernen Postmodernen. Die Postmoderne lehnt Nietzsches Philosophie, die der von Platon ähnelt, ab, da Platon eine dualistische Philosophie vertritt, die ein breites Spektrum von Demonstrationen abdeckt. Diese trennte die Seele und den Körper im Menschen, wobei die Seele und göttliche Qualitäten betont und der Körper abgewertet wurden. Hier setzt Nietzsche an. Er argumentiert, dass die Instinkte und Gefühle des Menschen nicht überschrieben werden können.
Platon erklärte dies im Mythos des geflügelten Wagens, wo zwei Teile die Welt kontrollieren: das jähzornige Pferd, das die begehrende Welt repräsentiert, und das andere Pferd. Platon unterscheidet zwischen der Welt der Ideen, einer unveränderlichen und unvergänglichen Welt, in der die Wissenschaft (Episteme) existiert, und der sinnlichen Welt, in der die Meinung (Doxa) herrscht. Nietzsche ist mit dieser Trennung nicht einverstanden und akzeptiert das Leben, wie es ist, als das, was wahr ist, weil es existiert.
Als Postmoderne können wir die Schlussfolgerung des Übermenschen nicht in die Nazi-Ideologie oder die Idee einer arischen Rasse übernehmen. Nietzsche konnte sich die schlimmen und schwerwiegenden Folgen seines Ansatzes nicht vorstellen. Es ist am besten, die Avantgarde und die Verbesserung der Philosophie zu betrachten, die hier leidet.
Nietzsches Philosophie verdient großen Respekt, aber heute können wir uns nicht von der aktuellen Philosophie beeinflussen lassen oder zulassen, dass ihre Werte unsere Lebensweise bestimmen, da dies ein schwerwiegender Fehler wäre.
Ortega y Gasset
Wir alle können ein rationales Verhältnis zu einem Autor herstellen; in diesem Fall haben wir es mit Descartes zu tun. Descartes entwickelte seine Philosophie aus einer Kritik am Ideenpluralismus heraus. Er argumentierte, dass die Ursache des Pluralismus nicht in der Vernunft liegt, sondern in der Methode, die Descartes vorschlägt: Die menschliche Vernunft ist einzigartig und kann alles erfassen. Er lehnte auch die Erfahrung als Erkenntnismittel ab. Descartes ging von angeborenen Ideen aus und betrachtete Erfahrungen als irreführend. Das Wahre ist das, was wir klar und deutlich wahrnehmen. Damit erreichte er seine erste Wahrheit: "Cogito ergo sum", Gott und die Welt, Vernunft. Descartes suchte das reine und absolute Wissen und ignorierte die historischen Ereignisse. Ortega sieht in diesem utopischen Grund eine Ursache für Veränderung und für das Leben.
Der Fehler des Rationalismus besteht darin, dem Leben einen Inhalt ohne Bezug zur Geschichte zu geben. Ortega versucht nicht, die Vernunft abzuschaffen, sondern ihre Exklusivität zu durchbrechen. Es gibt keine objektive und universelle Wahrheit, sondern jede einzelne Facette zeigt mehr als die ganze Wahrheit.
Ortega und Descartes
- Ortega stimmt mit Descartes überein, dass der Ausgangspunkt der Philosophie im Subjekt liegt.
- Im Gegensatz zu Descartes ist das Subjekt bei Ortega kein Selbstzweck, sondern in seine Welt eingebettet, die nebeneinander existiert.
Ortegas Beitrag
Ortega ist einer der großen Vermittler der Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts und schuf eine Schule, die wichtige Autoren hervorbrachte.
Der Perspektivismus
Der Perspektivismus von Ortega besagt, dass die Meinung, die man dogmatisch als die einzig wahre aufzwingen will, falsch ist, wie es heute in Gedanken geschieht. Der Wert von Ortega bestand darin, die Fehler des modernen Rationalismus zu überwinden, ohne in den passiven Nihilismus zu verfallen. Er vermittelt die Gewissheit, dass etwas wirklich existiert, auch wenn wir nur einen Teil davon sehen. Sein wichtigster Beitrag ist die Synthese aus Rationalismus und Vitalität sowie die Definition des Perspektivismus.