Verhütung: Intrauterinpessar und chemische Methoden

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Intrauterinpessar (IUP)

Kleine, flexible Kunststoff-Kupfer-Legierungen, T-förmig oder spiralförmig, die in die Gebärmutter eingesetzt werden, um die Einnistung des Eies zu verhindern.

Anwendung

Es muss von einem Arzt eingesetzt werden, vorzugsweise während der Menstruation.

Vorteile

  • Sehr effektiv.
  • Kann für 8 Jahre mit regelmäßigen Kontrollen verwendet werden.
  • Niedrige Kosten.
  • Beeinträchtigt das Stillen nicht und kann postpartal eingesetzt werden.
  • Kann bei Bedarf jederzeit entfernt werden.
  • Leicht zu handhaben.
  • Stört nicht beim Geschlechtsverkehr.

Nachteile

  • Die Eignung muss durch einen Arzt festgestellt werden.
  • Menstruationsblutungen können stärker werden.
  • Erhöhtes Risiko für Beckenentzündungen.
  • Kann die Gebärmutter perforieren.
  • Entzündungen im Beckenbereich möglich.
  • Kann ausgestoßen werden.
  • Risiko einer Eileiterschwangerschaft.
  • Einsetzen durch einen Spezialisten erforderlich.
  • Je nach Modell ist ein Wechsel alle 3 bis 5 Jahre nötig.

Gegenanzeigen

  • Schwangerschaft.
  • Diagnostisch nicht abgeklärte vaginale Blutungen.
  • Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs).
  • Infektionen im Beckenboden oder sexuell übertragbare Infektionen.
  • Endometritis.
  • Frauen mit häufig wechselnden Partnern.
  • Blutgerinnungsstörungen.

Indikationen für die Entfernung

  • Schmerzen im Beckenbereich oder Krämpfe.
  • Übermäßige Regelblutungen.
  • Verrutschen des IUP in der Gebärmutterhöhle.
  • Schwangerschaft.
  • Menopause.

Chemische Methoden

Diese Methoden erzeugen eine Barriere, die mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. Sie basieren auf chemischen Reaktionen an den Stellen des intimen Kontakts, wie der Vagina oder dem Inneren der Gebärmutter.

Lokale Wirkungsweise

Dienen der Verhinderung der Empfängnis durch Einwirkung auf die Spermien.

Vorteile

  • Einfache Anwendung.
  • Keine ärztliche Aufsicht erforderlich.
  • Kostengünstig.

Nachteile

  • Unterbricht den Geschlechtsverkehr.
  • Erfordert Vorbereitung der Frau vor dem Geschlechtsverkehr und bedarf einer angemessenen Frist bis zum Beginn der Wirkung.
  • Die Feuchtigkeit und Schmierwirkung in der Vagina kann als unangenehm empfunden werden und das sexuelle Empfinden beeinträchtigen.
  • Begünstigt vaginale Infektionen.
  • Längere Verwendung ist nicht ratsam.
  • Nach dem Geschlechtsverkehr sollte ca. 6 Minuten mit einer Scheidenspülung gewartet werden.
  • Psychologische Ablehnung möglich.
  • Risiko einer Schwangerschaft durch eine unzureichende Dosis.
  • Empfohlen für den Einsatz in Kombination mit mechanischen Methoden.
  • Wirksamkeit: 50–70 %.

Allgemeine Wirkung

Diese bestehen aus synthetischen Hormonen. Eine chemische Verhütungsmethode mit allgemeiner Wirkung ist die Pille, die synthetische Hormone enthält.

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